Archiv der Kategorie: Lokale sozialpolitische Entwicklungen und Ereignisse (München)

Die Situation eskaliert: 20 unbegleitete minderjährige Flüchtlinge im Laufe des Hunger-/Durststreiks in das Krankenhaus eingeliefert

http://www.abendzeitung-muenchen.de/inhalt.protest-fluechtlinge-im-durststreik.ea1954b6-2a07-42d6-a3f7-58908256f239.html

http://www.freiepresse.de/NACHRICHTEN/DEUTSCHLAND/20-Jugendliche-wegen-Hungerstreik-ins-Krankenhaus-eingeliefert-artikel7874543.php

Bayernkaserne: Über 60 unbegleitete minderjährige Flüchtlinge in München im Hungerstreik

vgl. nicht ganz aktueller Bericht: http://www.abendzeitung-muenchen.de/inhalt.bayern-kaserne-fluechtlinge-im-hungerstreik.57ad2976-46d0-418f-9768-fbbb0160773f.html

Die Forderungen der in der Zwischenzeit über 60 hungerstreikenden Jugendlichen finden sich hier: http://bayern.jogspace.net/2012/01/11/forderungen-der-jugendlichen-aus-der-bayern-kaserne/

Und eine Pressemitteilung von nun unterstützenden Organisationen hier: http://bayern.jogspace.net/files/2012/01/12-01-12_PM-HungerstreikBayernKaserne.pdf

Nachtrag 13.01.
Verschiede Tageszeitungen haben das Thema aufgegriffen, u.a. http://www.welt.de/print/welt_kompakt/vermischtes/article13810783/Schrei-nach-Aufmerksamkeit.html

„Ein Euro Jobs“ – München

Das IAB (hauseigene Forschungsinstitut der Bundesagentur für Arbeit) kommt in einer Studie zum Ergebnis, dass Arbeitsgelegenheiten (sog. „1-€-Jobs) in München negative Beschäftigungseffekte haben. Dies bedeutet: Personen die keine Arbeitsgelegenheit wahrnehmen müssen, finden leichter einen Arbeitsplatz am ersten Arbeitsmarkt. Dies gilt insbesondere für Maßnahmen die von der Stadt München gefördert werden.

Quelle:
http://www.heise.de/tp/druck/mb/artikel/36/36016/1.html

München: Kein Recht zu betteln?

In regelmäßigen Abständen findet in der Lokalpresse München eine wenig fundierte Hetze gegen bettelnde Personen (die angeblichen „Bettlerbanden“ angehören) statt.
Bei der Berichterstattung werden oft viele Fakten nicht berücksichtigt. Beispielsweise, dass Betteln in München natürlich organisiert sein muss, da bei einer Kontrolle durch die Polizei das Geld als Sicherheitsleistung beschlagnahmt wird. Dies ist aber nicht zwangsläufig ein Zeichen für „Banden“ sondern ist logischerweise die einzig sinnvolle Form in München betteln zu gehen. Wenn das Geld nicht eingesammelt wird, wäre die ganze Arbeit bei einer Kontrolle möglicherweise umsonst.
Mehrheitlich handelt es sich – meiner persönlichen Einschätzung nach – gerne lasse ich mich korrigierem – bei in München „bettelnden“ Menschen um Personen, die kein Zugang zu Sozialleistungen haben, sich aber legal in Deutschland aufhalten.

Zwei gute Berichte sind in den letzten Tagen in der Sueddeutschen Zeitung erschienen. Sie stechen aus der üblichen Berichterstattung heraus:

http://www.sueddeutsche.de/muenchen/armut-in-muenchen-trotz-euro-rente-ist-betteln-verboten-1.1189948

http://www.sueddeutsche.de/bayern/bettler-in-bayerns-staedten-bitte-seien-sie-kaltherzig-1.1183064

Drei weitere interessante Links zum Thema „Betteln“ z.T. auch mit expliziten Bezug auf München:
http://www.linksnet.de/de/artikel/20688
http://pixeloekonom.com/2010/06/23/beruf-bettler-die-okonomie-einer-gar-nicht-so-einfachen-tatigkeit/
http://www.jurawelt.com/aufsaetze/strafr/3554