Kategorie-Archiv: Arbeitsbedingungen Sozialer Arbeit

Arbeitbedingungen in der Sozialen Arbeit. Prekarität. Arbeitskämpfe. Situation bei lokalen und überregionalen Arbeitgebern.

Bayr. Sozialministerium: 1200 Unterschriften für eine unabhängige Asylsozialberatung übergeben

ARTIKEL im Münchner Merkur

https://www.merkur.de/lokales/muenchen/stadt-muenchen/fluechtlinge-verbaende-wehren-sich-gegen-einschuechterung-durch-staatsregierung-8315686.html

Süddeutsche Zeitung vom 16.05.2017 – von Dietrich Mittler:

http://www.sueddeutsche.de/bayern/asylpolitik-protestnote-1.3506050

Hintergrund: Der AKS München übergab  am Montag, den 15.05.2017 im Anschluss an seine Pressekonferenz einem Sprecher des Sozialministeriums die binnen weniger Wochen eingesammelten 1200 Unterschriften für seinen Aufruf „Wir sind SozialarbeiterInnen und keine Abschiebehelfer“ .

Danke an alle UnterstützerInnen!

 

 

Wir sind Sozialarbeiter*innen und keine Abschiebehelfer*innen! Positionspapier und Unterschriftensammlung

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

Der Druck der Bayerischen Staatsregierung auf in der Flüchtlingsarbeit tätige Sozialarbeiter*innen hat einen neuen Höhepunkt erreicht: Mit dem Schreiben des Bayerischen Sozialministeriums vom 06.03.2017 droht sie allen in der Asylsozialberatung tätigen Organisationen mit dem Entzug der finanziellen Förderung, sollten sie die Geflüchteten z.B. über legale Rechtsmittel beraten.

Wir fordern die sofortige Rücknahme dieses ministeriellen Drohbriefes! Kein Fördermittelentzug für Träger der Asylsozialberatung, die sich nicht erpressen lassen. Die Drohung untergräbt jegliche professionelle Standards!

Der Arbeitskreis kritische Soziale Arbeit München hat hierzu ein Positions- und Forderungspapier formuliert.

Bitte verbreitet den Aufruf und unterstützt ihn mit Eurer Unterschrift!

Zum Papier: AKSAbschiebehelferPositionspapier2

 

Ingolstadt: Demonstranten erheben schwere Vorwürfe: Protestzug gegen „Missstände in den Ingolstädter Abschiebelagern“

Ingolstadt: Demonstranten erheben schwere Vorwürfe: Protestzug gegen „Missstände in den Ingolstädter Abschiebelagern“

Der Donaukurier mit Bericht  zur Demonstration gegen die bayrischen Abschiebelager vom Samstag, den 4.3.2017, an der auch der AKS München teilgenommen hat.
Link zum Presseartikel.

Hintergründe zu den Abschiebelagern in Bayern finden Sie / findet ihr hier auf der Infoseite vom Flüchtlingsrat Bayern.

 

Öffentliche Veranstaltungen im Rahmen des AKS Bundestreffens

Im Rahmen des Bundestreffens der Arbeitskreise kritische Sozialer Arbeit finden zwei öffentliche Veranstaltungen statt.

Flyer (pdf) mit dem Programmablauf aks-bundestreffen-endversion

Freitag 11.11.2016 im Haus Gorod. Beginn 18 Uhr
Vortrag und Diskussion:
Prof. Nivedita Prasad (Alice Salomon Hochschule Berlin, Leiterin des Studiengangs Soziale Arbeit als Menschenrechtsprofession)
„Soziale Arbeit mit Geflüchteten – Professionelle Standards und sozialpolitische Basis“

Die Soziale Arbeit sieht sich aufgefordert, rechtliche Festlegungen, auf deren Grundlage Menschen das Recht auf Aufnahme, Schutz und Unterstützung verwehrt wird, kritisch zu
hinterfragen. Das gilt gleichermaßen für die generelle Schlechterstellung wie für aktuell stattfindende Entrechtungen, vernachlässigende Unterstützung sowie für aufenthaltsbeendende
Maßnahmen (sog. freiwillige Ausreisen und Abschiebungen). Soziale Arbeit muss sich angesichts der strukturellen Rahmenbedingungen positionieren und sich u.a. der Erwartung verweigern, an der Durchsetzung aufenthaltsbeendender Maßnahmen mitzuwirken.
Veranstaltungsort: Haus Gorod. Hansastraße 181, 81373 München (U-Bahnhaltestelle Harras). Der Einlass ist wg Platzkapazitäten beschränkt.

Samstag 12.11.2016 im DGB Haus München. Beginn 20 Uhr
Vortrag und Diskussion:
Prof. Stephan Lessenich (LMU München, Institut für Soziologie)
„Das Ende der Behaglichkeit? Soziale Arbeit im Zeichen der
Aktivgesellschaft“

„Aktivierung“ lautet hierzulande seit mindestens einem Jahrzehnt die
Leitidee politischer Intervention in gesellschaftliche Verhältnisse: Auf
dass es keine soziale Passivität mehr gebe. Vom „Fördern und Fordern“ der eigentätigen Herstellung von Beschäftigungsfähigkeit und der privaten Alters- und Gesundheitsvorsorge bis zum alltäglichen Hohelied auf individuelle „Eigenverantwortung“ und bürgerschaftliches „Engagement“ reichen die politischen Anrufungen des Aktivsubjekts: Was zählt, ist die individuelle Bewegung zum Wohl der persönlichen Entwicklung und des gesellschaftlichen Fortschritts. Stillstand ist Rückschritt, Passivität der Tod – Aktivität hingegen das Leben, Bewegung das Zeichen der Zeit. Wir leben in einer Gesellschaft der permanenten, verallgemeinerten gesellschaftlichen Mobilmachung.

Vor diesem Hintergrund müssen die jüngeren politischen Debatten um Migration und Flucht, um die Aufnahme und Integration von Geflüchteten verwundern. Eigentlich ist der „Flüchtling“ der soziale Prototyp des Aktivsubjekts, das Mensch gewordene Paradebeispiel des „unternehmerischen Selbst“. Dinge angehen, auf die Zukunft setzen, kein Risiko scheuen: Wer würde diese Charaktereigenschaften und Verhaltensorientierungen überzeugender verkörpern und eindrucksvoller
repräsentieren als der Flüchtende, die Geflüchtete? Gleichwohl hat man entsprechende Lobeshymnen auf den zeittypischen „Fremden“ – als Vorbild für Eigenverantwortung und Selbststeuerung, als Held des Alltags in der Aktivgesellschaft, als unternehmerisches Selbst par excellence – einstweilen noch nicht gehört. Ganz im Gegenteil: In der Regel gilt er uns vielmehr als Belastung und Bedrohung, ja geradezu als Heimsuchung.

Der Flüchtling und die Geflüchtete stehen für die Signatur unserer Zeit:
für Mobilität und den Zwang zur Bewegung, für das Ende der Behaglichkeit und den Sprung ins kalte Wasser, für die Nötigung zur Risikobereitschaft und die Möglichkeit des – im Zweifel existenziellen – Scheiterns.

Veranstaltungsort: DGB Haus, Schwanthalerstraße 64, 80336  München
(U-Bahnhaltestelle Hauptbahnhof)

Zudem besteht die Möglichkeit der Teilanahme an folgenden Workshops, ohne für die ganze Tagung angemeldet zu sein:

aks-workshop-asd-rsd-bsa

sowie:
Kirchliches Arbeitsrecht in der Kritik: Weg mit dem diskriminierenden Arbeitsrecht bei den Kirchen und ihren Wohlfahrtsverbänden!
workshop-kirchen-aks-bundestreffen

Arbeitspapier Berufsfremde in der Sozialen Arbeit

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

seit einigen Monaten beschäftigen wir uns mit dem thema Berufsfremde in der Sozialen Arbeit. Dies hat uns dazu gebracht ein Positionspapier zu erarbeiten. Im Rahmen eines Fachgesprächs mit Geschäftsführern der freien Trägern und der Sozialreferentin wurde das Diskussionspapier sehr kontrovers diskutiert. Wir stellen es nun online – es handelt sich aber immer noch um ein „Arbeitspapier“, welches noch einmal überarbeitet wird. Zur Erläuterung: der Begriff „Pseudo-Jugendhilfe“ bezieht sich auf die Münchner Situation. Im Rahmen der Ankunft tausender Flüchtlinge wurde eine Art Jugendhilfe-light geschaffen, um die Kinder und Jugendlichen irgendwie unterbringen zu können. Dies war in der Situation auch unseres Erachtens in Ordnung – und ohne das Engagement der freien Träger wäre die Situation nicht bewältigbar gewesen, doch was wir nun brauchen – und da sind wir uns einig – ist die Rückkehr zu Qualität. Hier der Link:

http://www.aks-muenchen.de/wp-content/uploads/Positionspapier-Berufsfremde-in-der-Sozialen-Arbeit-AKS-2016.pdf

Positionspapier: Soziale Arbeit mit Geflüchteten

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Positionspapier: Soziale Arbeit mit Geflüchteten in Gemeinschaftsunterkünften – Professionelle Standards und sozialpolitische Basis

„Im Rahmen ihrer Tätigkeit werden Sozialarbeiter_innen in Gemeinschaftsunterkünften vielerorts in Tätigkeiten verwickelt, die mandatswidrig sind. Etwa wenn von ihnen erwartet wird, dass sie ‚Amtshilfe‘ für die Polizei leisten, Angaben zu vermuteten Herkunftsländern machen, Abwesenheiten in Unterkünften melden, Adressen von untergetauchten Bewohner_innen weiterleiten oder dass sie an Altersfeststellungen mitwirken. Zudem werden Tätigkeiten an sie herangetragen, die nicht dem Aufgabenspektrum ihrer Profession entsprechen. Dazu gehören Erfahrungsberichten zufolge z.B. kontrollierend-sicherheitsdienstliche und privatwirtschaftlich-verwaltungsbezogene Aufgaben. Diese Tätigkeiten reduzieren nicht nur die Zeit für den eigentlichen Auftrag. Weitaus problematischer ist, dass sicherheitsdienstliche Tätigkeiten oder diese Form der Zusammenarbeit mit der Polizei Sozialarbeiter_innen in Widersprüche zu ihrem beruflichen Ethos bringen. Das gilt auch für die Mitwirkung an Abschiebungen. Eine Beteiligung widerspricht dem professionellen Ethos und fachlichen Selbstverständnis Sozialer Arbeit. Angesichts drohender aufenthaltsbeendender Maßnahmen sollten Sozialarbeiter_innen über sämtliche Handlungsoptionen beraten, damit Betroffene selbst eine informierte Entscheidung treffen können.“

(Auszug aus dem Positionspapier)

http://www.fluechtlingssozialarbeit.de/index.php

AKS Bundestreffen – Save the date

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AKS Bundestreffen

München 11.11.2016-13.11.2016

„Solidarität statt Ausgrenzung – Ansätze kritischer Sozialer Arbeit“

Rechte Bewegungen erstarken. Rassistische Positionen werden salonfähig.
Sozialarbeiter*innen können im Flüchtlingskontext fast nur noch „Krisenmanagement“ leisten: Unter den bestehenden Rahmenbedingungen (Asylpaket 1&2) ist die Handlungsfähigkeit für Professionelle und Betroffene strukturell bedingt nur noch beschränkt gegeben.
Gleichzeitig rücken andere übergeordnete Themen wie z.B. Arbeitslosigkeit und die Verteilungsfrage aus dem Blick- und Diskussionsfeld. Ökonomische Dimensionen sozialer Problemlagen werden auch innerhalb unserer Profession spätestens in der Praxis fast völlig ausgeblendet. Von prekären Arbeitsbedingungen sind wir als Sozialarbeiter*innen oft auch selbst betroffen.
Für eine kritische Soziale Arbeit stellt sich – weiterhin – die Frage, wie und mit welcher Haltung wir in der Praxis arbeiten wollen, welche Ziele wir vertreten und wie wir uns politisch einmischen können.
Wir wollen auch diskutieren, wie wir uns im Alltag organisieren können, um gesund und solidarisch in der Praxis bestehen zu können.

Viele dieser Fragen werden schon lange in den einzelnen Arbeitskreisen kritischer Sozialer Arbeit debattiert.
Wir laden zum Bundestreffen alle AKS-Gruppen sowie alle Interessierten zu einem gemeinsamen Austausch ein.

Making the difference!

Liebe Mitstreiterinnen und Mitstreiter,

Wie vereinbart findet das diesjährige Bundestreffen der Arbeitskreise kritischer Sozialer Arbeit in München statt.
Wir freuen uns über Voranmeldungen an kritischesozialearbeit@gmx.de. Dies erleichtert uns eine gute Planung!

Zum Ablauf:

Die Tagung beginnt am Freitagnachmittag, den 11.11.2016, und dauert bis Sonntag den 13.11.2016 13 Uhr.
Neben der Möglichkeit eines allgemeinen Austauschs, wird es eine ganze Reihe von Workshops geben.
So ihr als Einzelperson oder Gruppe einen Workshop gestalten wollt, gebt uns bitte möglichst bald Bescheid.
Unsererseits planen wir folgende Themen aufzugreifen (Auswahl): kirchliche Arbeitgeber/ Esoterik und Soziale Arbeit/ Krise, Krieg, Prekariat und unsere Rolle als Sozialarbeiter*in/ Umgang mit Rassismus/Klassismus etc. im Kollegenkreis/Arbeitsbelastung ASD/ Totale Institutionen und Soziale Arbeit (mit einem Aktivisten & selbst betroffenen „Regensburger Domspatz“)/Ombudsstellen in der Jugendhilfe etc.

Wir empfehlen für München grundsätzlich eine frühzeitige Hotelreservierung!
Zudem werden wir eine kleine „Schlafplatzbörse“ organisieren.

Für die Teilnahme an der Tagung werden wir vermutlich um einen geringen Unkostenbeitrag (unter 25€) bitten.

Wir freuen uns auf Euch. Mit solidarischen Grüßen,

AKS München

http://www.aks-http://www.aks-muenchen.de/wp-content/uploads/AKS-Bundestreffen-Save-the-date-11.11.2016-bis-13.11.2016.pdf.de/wp-content/uploads/AKS-Bundestreffen-Save-the-date-11.11.2016-bis-13.11.2016.pdf

AKS – Bundestreffen in München – Save the date

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Das Bundestreffen der Arbeitskreise kritischer Sozialer Arbeit findet in München vom 11.11.2016 bis 13.11.2016 statt.
Wo? Hochschule München für angewandte Sozialwissenschaften, Am Stadtpark 20, 81243 München

Im März werden wir aller Vorausicht nach ein Fachgespräch zum Thema „Fachfremde in der Sozialen Arbeit“ realisieren.
Anfang April ist eine Exkursion nach Bristol angedacht. Hier werden wir Einrichtungen besuchen, sowie die Jahrestagung vom Social Work Action Network mit dem Titel: „Radical social work in the 21st century: Developing new strategies and building coalitions of resistance“.

Diverses

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Nachtrag: Nächste Treffen am 20.08. und 17.09.

Einige Neuigkeiten und Links zu aktuellen Entwicklungen in München
– Das nächste offenen Treffen vom AKS findet am 16.07.2015 ab 19 Uhr statt (Ort: „bei Taki“ Sankt Paulstr. 3, nähe HBF/DGB Haus). Thema werden u.a. die aktuellen Tarifauseinandersetzungen sein (und alle Themen die sonst noch eingebracht werden). Zu den Tarifverhandlungen wollen wir uns positionieren: Ein Flyer mit dem AKS-Aufruf das Schlichtungsergebnis abzulehnen ist in Arbeit.
Münchner Wirtschaftskrimi beim kirchennahen Münchner Sozialkonzern Augustinum?
http://www.sueddeutsche.de/muenchen/senioren-stift-wirtschaftskrimi-um-das-augustinum-1.2541971
http://www.sueddeutsche.de/muenchen/der-fall-augustinum-schwer-verdaulich-1.2541645?reduced=true
http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/augustinum-pfingst-botschaft-1.2492816
Handreichung „zur Gesundheitsversorgung von Flüchtlingen in München“
http://www.regsam.net/newsletter-data/KW26/Info3.pdf
Zum Stand der Tarifverhandlungen:
http://www.sueddeutsche.de/muenchen/nach-dem-kita-streik-das-soll-alles-umsonst-gewesen-sein-1.2538170
Stadtratsantrag von Hut/FDP: Diskriminierung von jeglicher sexueller Orientierung unterbinden http://www.ris-muenchen.de/RII/RII/DOK/ANTRAG/3651155.pdf

– Mehr Informationen wie üblich auf Facebook: https://www.facebook.com/pages/AKS-M%C3%BCnchen/759447974127591

Wer 8a will, muss 1a zahlen!


Streikposten am Sozialbürgerhaus Nord:
Am nächsten Dienstag, den 02.06.2015, organisieren wir vom AKS (Arbeitskreis kritische Soziale Arbeit) wieder einen Streikposten.
Jede(r) der dazustoßen mag ist herzlich willkommen!
Treffpunkt ist um 7.45 Uhr beim nördlichen U Bahnausgang am Frankfurter Ring/Ecke Knorrstraße. Flyer sind schon kopiert. Es wird wie bei unserer letzten Aktion wieder 1-1,5 Stunden dauern.
Die Endversion unseres Streikflyers findet sich hier:
http://www.aks-muenchen.de/wp-content/uploads/AKS_Streikflyer-3.1-ohnevi.docx
Weitere Informationen hier:
https://www.facebook.com/pages/AKS-M%C3%BCnchen/759447974127591

Streik

Hier unser überarbeiteter Streikflyer:
AKS_Streikflyer 3.1 ohnevi

Aus dem Inhalt vom Streikflyer:
Liebe Kolleginnen und Kollegen
im kommunalen Sozial- und Erziehungsdienst,
schließt euch dem unbefristeten Streik an!
Kolleginnen und Kollegen, die nicht streiken dürfen – kommt zu allen Kundgebungen,
schreibt Briefe an Dr. Böhle, Zeitungen, Rundfunk und Fernsehen, postet eure Meinung, sammelt Unterstützerunterschriften, besucht die streikenden KollegInnen im Streiklokal, macht eigene Solidaritäts-Aktionen in euren Einrichtungen.
Nur gemeinsam erreichen wir eine Aufwertung der sozialen Berufe und bessere
Arbeitsbedingungen!

Wer 8a will, muss 1a zahlen!

„Eine systemkritische Sozialarbeit muss den falschen Behauptungen und irreführenden Standardargumenten der Neoliberalen entgegentreten, vor allem jedoch die Kardinalfrage aufwerfen, in welcher Gesellschaft wir eigentlich leben wollen. Soll es eine brutale Konkurrenzgesellschaft sein, die Leistungsdruck und Arbeitshetze weiter erhöht, Erwerbslose, Alte und Behinderte ausgrenzt sowie Egoismus, Durchsetzungsfähigkeit und Rücksichtslosigkeit eher honoriert, sich aber über den Verfall von Sitte, Anstand und Moral wundert, – oder eine zivile/soziale Bürgergesellschaft, die Kooperation statt Konkurrenzverhalten, Mitmenschlichkeit und Toleranz statt Gleichgültigkeit und Elitebewusstsein fördert? (…) Ist ein permanenter Wettkampf auf allen Ebenen und in allen Bereichen, zwischen BürgerInnen, Quartieren, Kommunen, Regionen und Staaten, bei dem die (sicher ohnehin relative) Steuergerechtigkeit genauso auf der Strecke bleibt wie hohe Lohn-, Sozial- und Umweltstandards, wirklich anzustreben?
Eignet sich das Marktprinzip als gesamtgesellschaftlicher Regelungsmechanismus, obwohl es auf seinem ureigenen Terrain, der Volkswirtschaft, ausweislich einer sich verfestigenden Massenarbeitslosigkeit, kläglich versagt?
Entsprechend der berühmten Maxime „Global denken – lokal handeln!“ müssen SozialarbeiterInnen trotz ihrer sich vielfach verschlechternden Handlungsbedingungen in politische Willensbildungs- und Entscheidungsprozesse vor Ort eingreifen. Um wirtschaftliche und wohlfahrtsstaatliche Weichenstellungen beeinflussen zu können, darf sich Soziale Arbeit nicht scheuen, engagiert Partei für die Opfer neoliberaler Modernisierung zu ergreifen, auch wenn ihr das von interessierter Seite den Vorwurf mangelnder Objektivität, Sachlichkeit und Professionalität einträgt.“
Butterwegge, M. (2015): Sozialstaatsentwicklung, Armut und Soziale Arbeit.
In: Sozial Extra, 2/15, S. 38-41.

Der AKS München stellt sich am Donnerstag im DGB Haus vor: Do. 21.5. von 13 – 14.30 Uhr „Möglichkeiten der gewerkschaftlichen und fachpolitischen Beteiligung – auch nach dem Streik.“ AG Sozialdienst:
1. Vorstellung AKS München [1] (Arbeitskreis kritische Soziale Arbeit),
2. ver.diBetriebsgruppe/Vertrauensleute Sozialreferat,
3. ver.di Fachgruppe Sozial. Kinder- und Jugendhilfe.
4. Und die noch offene Frage an uns alle: „Wie
weiter mit der AG Sozialdienst nach dem Streik?“

Friedrich Engels über die ökonomische und politische Funktion der Gewerkschaften, 1881


„Die Löhne werden in jedem Fall durch Feilschen festgesetzt, und beim Feilschen hat der, welcher am längsten und wirksamsten Widerstand leistet, die größte Aussicht, mehr zu erhalten, als im zusteht. Wenn der einzelne Arbeiter mit dem Kapitalisten handelseins zu werden versucht, wird er leicht geschlagen und muß sich ihm auf Gnade und Ungnade ergeben; wenn aber die Arbeiter eines ganzen Gewerbes eine mächtige Organisation bilden, unter sich einen Fonds sammeln, um imstande zu sein, den Unternehmen nötigenfalls die Stirn zu bieten, und sich dadurch in die Lage versetzen, als eine Macht mit den Unternehmern zu verhandeln, dann, und nur dann, haben die Arbeiter Aussicht, wenigstens das bißchen zu erhalten, das bei der ökonomischen Struktur der gegenwärtigen Gesellschaft als ein gerechter Tagelohn für ein gerechtes Tagewerk bezeichnet werden kann.“

Tarifrunde 2015: Soziale Berufe verdienen mehr!

Die Forderungen für die Verhandlungen im Sozial- und Erziehungsdienst stehen.

München ist – als größte Kommune Deutschlands – für die laufenden Tarifverhandlungen von besonderer Bedeutung.
Der TVöD Sue geht uns – als im sozialen Bereich tätige Personen – alle an, da der TvöD als der “Leittarif” gilt, an dem sich auch die sonstigen Tarifverträge der freien Träger orientieren.

Weitere Informationen hierzu:

ver.di:

http://www.soziale-berufe-aufwerten.de/
GEW:
http://www.gew.de/Entgeltordnung_Sozial-_und_Erziehungsdienst.html

Ein Münchner Kollege hat zu den anstehenden Tarifauseinandersetzungen unter dem Titel „SozialpädagogInnen, ihre Anerkennung und Organisierung“ ein  Arbeitspapier verfasst:

http://www.aks-muenchen.de/wp-content/uploads/Sozialdienst-TVöD-SuE.pdf

Erster Bericht zur WSE Veranstaltung


Ab S.18 findet sich ein Artikel der GEW zu unserer Veranstaltung zur wirkungsorientierten Steuerung die mit über 250 BesucherInnen sehr gut besucht war: http://www.gew-bayern.de/fileadmin/uploads/DDS-hefte/DDS13_11/DDS_11-2013.pdf (Novemberausgabe der Mitgliederzeitschrift der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft)

Update -Wirkungsorientierte Steuerung



ERGEBNISBERICHT WSE DER EXTERNEN PROJEKTBERATUNG

1. Am 22.09. ist der 22-seitige Ergebnisbericht der externen Projektberatung (IFS und ISS) erschienen.

2. Dieser Abschlussbericht wird nun in einer 9-seitigen Stellungnahme der Arge Freie in der Lenkungsgruppe vom 14.10.2013 aus Sicht der Wohlfahrtsverbändes  scharf kritisiert.

3. Der AKS ist Debatte darüber – wie er sich zu den beiden Dokumenten positioniert.

 

***** Wie wirkt die wirkungsorientierte Steuerung? *****

Über 250 Teilnehmer_innen aus der Sozialarbeitspraxis, Wissenschaft und Politik.

Drei Stunden geballter Inhalt und divergierende Positionen.

Unsere Veranstaltung zur „Wirkungsorientierten Steuerung“ ist auf großes Interesse gestoßen.

In Kürze werden hier noch zwei Tagungsberichte  eingestellt.

 

*****Das Vortragsmanuskript von Prof. Andreas Polutta zum DOWNLOAD als PDF*****:

Polutta WSE Muenchen Manuskript_10_2013

 

Wir werden natürlich auch über neue Entwicklungen berichten.

 

Der AKS wird weiter am Thema bleiben.

Wer Interesse hat sich an den Diskussionen zur weiteren Vorgehensweise zu beteiligen, ist herzlich zu unserem nächsten AKS-Treffen eingeladen:

DO 31. 10 ab 17 Uhr (!).  Wie immer „bei Taki“ Sankt Paulstr. 3, gleich bei der  U-Bahn-Haltestelle Theresienwiese.

Wir freuen uns auch über Feedback zur Veranstaltung: kritischesozialearbeit@gmx.de

 

 

 

 

Kirchliche Arbeitgeber – so kann es auch gehen


Stade verweigert Kirche die Hort-Übernahme – Die Stadt Stade hat ihr Angebot an die evangelische Kirche zur Übernahme des Schulhortes zurückgezogen. Grund dafür war, dass der neue Träger einer Erzieherin kündigen wollte, die nicht Mitglied einer Kirche ist. Der parteilose Stadtrat Dirk Kraska sagte dazu: „Wir fanden es wichtig, dass die Mitarbeiterin bleiben kann, denn sie ist den Kindern vertraut und die pädagogische Kontinuität bleibt gewahrt“. Vize-Bürgermeister, Klaus Quiatkowsky (SPD) „sieht auch kein grundsätzliches Problem darin, wenn an einer weltanschaulich neutralen Schule der Hort in kirchlicher Hand sei – solange die Neutralität in der Erziehung gewahrt bleibe.“ Doch genau an dieser Neutralität darf gezweifelt werden, wenn man die Stellungnahme der ev. Kirche betrachtet. http://www.ndr.de/regional/niedersachsen/heide/erzieherin165.html

Nicht ducken – mucken!

Ein Artikel zur AKS-Veranstaltung am 03.04.2013 mit Prof. Frank Bettinger, erschienen in der DDS, findet sich zum Download (PDF) hier: Nicht ducken – mucken!

Anfang April fanden sich etwa 50 Studierende, Lehrende und Praktiker*innen Sozialer Arbeit im Münchner DGB-Haus zu einer gemeinsamen Veranstaltung des »Arbeitskreis Kritische Sozialarbeit München« und der Gewerkschaft Er ziehung und Wissenschaft mit Prof. Dr. Frank Bettinger ein. Titel der Veranstaltung war »Politik, Politisierung und Soziale Arbeit«. (…)
Nicht ducken – mucken!