Kategorie-Archiv: Kirchliche Arbeitgeber

Öffentliche Veranstaltungen im Rahmen des AKS Bundestreffens

Im Rahmen des Bundestreffens der Arbeitskreise kritische Sozialer Arbeit finden zwei öffentliche Veranstaltungen statt.

Flyer (pdf) mit dem Programmablauf aks-bundestreffen-endversion

Freitag 11.11.2016 im Haus Gorod. Beginn 18 Uhr
Vortrag und Diskussion:
Prof. Nivedita Prasad (Alice Salomon Hochschule Berlin, Leiterin des Studiengangs Soziale Arbeit als Menschenrechtsprofession)
„Soziale Arbeit mit Geflüchteten – Professionelle Standards und sozialpolitische Basis“

Die Soziale Arbeit sieht sich aufgefordert, rechtliche Festlegungen, auf deren Grundlage Menschen das Recht auf Aufnahme, Schutz und Unterstützung verwehrt wird, kritisch zu
hinterfragen. Das gilt gleichermaßen für die generelle Schlechterstellung wie für aktuell stattfindende Entrechtungen, vernachlässigende Unterstützung sowie für aufenthaltsbeendende
Maßnahmen (sog. freiwillige Ausreisen und Abschiebungen). Soziale Arbeit muss sich angesichts der strukturellen Rahmenbedingungen positionieren und sich u.a. der Erwartung verweigern, an der Durchsetzung aufenthaltsbeendender Maßnahmen mitzuwirken.
Veranstaltungsort: Haus Gorod. Hansastraße 181, 81373 München (U-Bahnhaltestelle Harras). Der Einlass ist wg Platzkapazitäten beschränkt.

Samstag 12.11.2016 im DGB Haus München. Beginn 20 Uhr
Vortrag und Diskussion:
Prof. Stephan Lessenich (LMU München, Institut für Soziologie)
„Das Ende der Behaglichkeit? Soziale Arbeit im Zeichen der
Aktivgesellschaft“

„Aktivierung“ lautet hierzulande seit mindestens einem Jahrzehnt die
Leitidee politischer Intervention in gesellschaftliche Verhältnisse: Auf
dass es keine soziale Passivität mehr gebe. Vom „Fördern und Fordern“ der eigentätigen Herstellung von Beschäftigungsfähigkeit und der privaten Alters- und Gesundheitsvorsorge bis zum alltäglichen Hohelied auf individuelle „Eigenverantwortung“ und bürgerschaftliches „Engagement“ reichen die politischen Anrufungen des Aktivsubjekts: Was zählt, ist die individuelle Bewegung zum Wohl der persönlichen Entwicklung und des gesellschaftlichen Fortschritts. Stillstand ist Rückschritt, Passivität der Tod – Aktivität hingegen das Leben, Bewegung das Zeichen der Zeit. Wir leben in einer Gesellschaft der permanenten, verallgemeinerten gesellschaftlichen Mobilmachung.

Vor diesem Hintergrund müssen die jüngeren politischen Debatten um Migration und Flucht, um die Aufnahme und Integration von Geflüchteten verwundern. Eigentlich ist der „Flüchtling“ der soziale Prototyp des Aktivsubjekts, das Mensch gewordene Paradebeispiel des „unternehmerischen Selbst“. Dinge angehen, auf die Zukunft setzen, kein Risiko scheuen: Wer würde diese Charaktereigenschaften und Verhaltensorientierungen überzeugender verkörpern und eindrucksvoller
repräsentieren als der Flüchtende, die Geflüchtete? Gleichwohl hat man entsprechende Lobeshymnen auf den zeittypischen „Fremden“ – als Vorbild für Eigenverantwortung und Selbststeuerung, als Held des Alltags in der Aktivgesellschaft, als unternehmerisches Selbst par excellence – einstweilen noch nicht gehört. Ganz im Gegenteil: In der Regel gilt er uns vielmehr als Belastung und Bedrohung, ja geradezu als Heimsuchung.

Der Flüchtling und die Geflüchtete stehen für die Signatur unserer Zeit:
für Mobilität und den Zwang zur Bewegung, für das Ende der Behaglichkeit und den Sprung ins kalte Wasser, für die Nötigung zur Risikobereitschaft und die Möglichkeit des – im Zweifel existenziellen – Scheiterns.

Veranstaltungsort: DGB Haus, Schwanthalerstraße 64, 80336  München
(U-Bahnhaltestelle Hauptbahnhof)

Zudem besteht die Möglichkeit der Teilanahme an folgenden Workshops, ohne für die ganze Tagung angemeldet zu sein:

aks-workshop-asd-rsd-bsa

sowie:
Kirchliches Arbeitsrecht in der Kritik: Weg mit dem diskriminierenden Arbeitsrecht bei den Kirchen und ihren Wohlfahrtsverbänden!
workshop-kirchen-aks-bundestreffen

AKS Bundestreffen – Save the date

balken
AKS Bundestreffen

München 11.11.2016-13.11.2016

„Solidarität statt Ausgrenzung – Ansätze kritischer Sozialer Arbeit“

Rechte Bewegungen erstarken. Rassistische Positionen werden salonfähig.
Sozialarbeiter*innen können im Flüchtlingskontext fast nur noch „Krisenmanagement“ leisten: Unter den bestehenden Rahmenbedingungen (Asylpaket 1&2) ist die Handlungsfähigkeit für Professionelle und Betroffene strukturell bedingt nur noch beschränkt gegeben.
Gleichzeitig rücken andere übergeordnete Themen wie z.B. Arbeitslosigkeit und die Verteilungsfrage aus dem Blick- und Diskussionsfeld. Ökonomische Dimensionen sozialer Problemlagen werden auch innerhalb unserer Profession spätestens in der Praxis fast völlig ausgeblendet. Von prekären Arbeitsbedingungen sind wir als Sozialarbeiter*innen oft auch selbst betroffen.
Für eine kritische Soziale Arbeit stellt sich – weiterhin – die Frage, wie und mit welcher Haltung wir in der Praxis arbeiten wollen, welche Ziele wir vertreten und wie wir uns politisch einmischen können.
Wir wollen auch diskutieren, wie wir uns im Alltag organisieren können, um gesund und solidarisch in der Praxis bestehen zu können.

Viele dieser Fragen werden schon lange in den einzelnen Arbeitskreisen kritischer Sozialer Arbeit debattiert.
Wir laden zum Bundestreffen alle AKS-Gruppen sowie alle Interessierten zu einem gemeinsamen Austausch ein.

Making the difference!

Liebe Mitstreiterinnen und Mitstreiter,

Wie vereinbart findet das diesjährige Bundestreffen der Arbeitskreise kritischer Sozialer Arbeit in München statt.
Wir freuen uns über Voranmeldungen an kritischesozialearbeit@gmx.de. Dies erleichtert uns eine gute Planung!

Zum Ablauf:

Die Tagung beginnt am Freitagnachmittag, den 11.11.2016, und dauert bis Sonntag den 13.11.2016 13 Uhr.
Neben der Möglichkeit eines allgemeinen Austauschs, wird es eine ganze Reihe von Workshops geben.
So ihr als Einzelperson oder Gruppe einen Workshop gestalten wollt, gebt uns bitte möglichst bald Bescheid.
Unsererseits planen wir folgende Themen aufzugreifen (Auswahl): kirchliche Arbeitgeber/ Esoterik und Soziale Arbeit/ Krise, Krieg, Prekariat und unsere Rolle als Sozialarbeiter*in/ Umgang mit Rassismus/Klassismus etc. im Kollegenkreis/Arbeitsbelastung ASD/ Totale Institutionen und Soziale Arbeit (mit einem Aktivisten & selbst betroffenen „Regensburger Domspatz“)/Ombudsstellen in der Jugendhilfe etc.

Wir empfehlen für München grundsätzlich eine frühzeitige Hotelreservierung!
Zudem werden wir eine kleine „Schlafplatzbörse“ organisieren.

Für die Teilnahme an der Tagung werden wir vermutlich um einen geringen Unkostenbeitrag (unter 25€) bitten.

Wir freuen uns auf Euch. Mit solidarischen Grüßen,

AKS München

http://www.aks-http://www.aks-muenchen.de/wp-content/uploads/AKS-Bundestreffen-Save-the-date-11.11.2016-bis-13.11.2016.pdf.de/wp-content/uploads/AKS-Bundestreffen-Save-the-date-11.11.2016-bis-13.11.2016.pdf

Auch kommunal finanzierte kirchliche Einrichtungen in München dürfen weiterhin diskriminieren


Der vom AKS initiierte Stadtratsantrag ist mit folgendem Ergebnis beschlossen worden (Auszug aus einer Pressemitteilung der Grünen/Rosa Liste):

Stadtrat verlangt Berücksichtigung der städtischen Antidiskriminierungs- und Gleichstellungsrichtlinien bei städtischen Aufträgen und Zuschüssen – aber kirchliche Träger dürfen diskriminieren

Auf Initiativen der Stadtratsfraktionen Die Grünen/Rosa Liste und Die Linken hat der Verwaltungs- und Personalausschuss heute beschlossen, nicht nur wie bisher bei städtischen Zuschüssen, sondern auch bei
Auftragsvergaben von potentiellen Vertragspartnern eine Bestätigung für die städtische Zielsetzung zu verlangen, bei der Erfüllung des Auftrags gendersensible Aspekte zu beachten und Diskriminierungen entgegenzuwirken. Dies wird Vertragsbestandteil. Dem Wunsch der Antragsteller, auch kirchliche Träger einzubeziehen, konnte der Stadtrat aus rechtlichen Gründen nicht folgen: kirchliches Arbeitsrecht könnten die Kirchen aufgrund ihres Selbstbestimmungsrechts eigenständig gestalten. Eine Beurteilung der Glaubens- und Sittengrundsätze stünde der Stadt wegen der staatlichen Neutralitätspflicht nicht zu.
Dazu Thomas Niederbühl, Stadtrat der Rosa Liste: „Politisch halte ich es für völlig absurd, dass der Gesetzgeber den Kirchen ein Diskriminierungsrecht als Selbstbestimmungsrecht erlaubt. Man darf sogar
das, was bei jedem anderen Zuschussnehmer als Diskriminierung bezeichnet würde, nicht als Diskriminierung bezeichnen und deshalb auch nicht als Begründung für eine Zuschussverweigerung nehmen. Lesbische Mitarbeiterinnen und schwule Mitarbeiter sind damit ständig von Kündigung bedroht, wenn ihre sexuelle Orientierung offen gelebt oder bekannt wird, z.B. bei einer Verpartnerung. Dieses
Diskriminierungspotential muss endlich abgeschafft werden, gerade wenn
die öffentliche Hand mit Steuergeldern kirchliche Beratungsstellen,
Altenheime oder Kindergärten fördert.“ (..)

 

An dieser Stelle auch der Hinweis auf eine spannende Neuerscheinung:

Kress, Hartmut: Die Sonderstellung der Kirchen im Arbeitsrecht-sozialethisch vertretbar? Ein deutscher Sonderweg im Konflikt mit Grundrechten, Baden Baden 2014.

 

Zwischenstandsbericht – Stadtratsantrag zu kirchliche Arbeitgeber in München


a) Nach aktueller Einschätzung haben wir zum Thema kirchliche Arbeitgeber im Stadtrat zumindest einen Teilerfolg erzielen können. Der Beschluss muss allerdings noch verabschiedet werden. Am 20.11. wird er im Verwaltungs- und Personalausschuss der Stadt München debattiert.

Details siehe hier: http://www.ris-muenchen.de/RII2/RII/DOK/SITZUNGSVORLAGE/3113368.pdf

„Zu Buchstabe B der Beschlussvorlage im Vortrag des Referenten hat Herr Stadtrat Akman gebeten, künftig bei der Gewährung von Zuschüssen an kirchliche Träger an diese zu appellieren, die städtischen Antidiskriminierungsrichtlinien freiwillig anzuwenden. Die Verwaltung wird mit den kirchlichen Trägern Kontakt aufnehmen und die Frage einer Selbstverpflichtung ansprechen. Der Antrag des Referenten wurde nicht verändert.
Seite 2
II. Antrag des Referenten
1. Von den Ausführungen zur Berücksichtigung der städtischen Antidiskriminierungs- und gleichstellungspolitischen Richtlinien bei Zuwendungen wird Kenntnis genommen.
2. Das Direktorium wird beauftragt eine Bestätigung zu entwickeln, die bei städtischen Vergaben ab der Wertgrenze für Beschaffungen mit einem geringen Wert (Selbstbeschaffungsgrenze, derzeit 1.000 Euro) von potenziellen Vertragspartnern verlangt wird. Inhalt der Bestätigung ist die städtische Zielsetzung, bei der Erfüllung des Auftrags gendersensible Aspekte zu beachten und Diskriminierungen entgegenzuwirken. Die Bestätigung soll in Form eines allgemeinen Programmsatzes in die städtischen Zusätzlichen Vertragsbedingungen aufgenommen und damit Vertragsbestandteil werden.
3. Wegen der derzeitigen Rechtslage kann dem Anliegen des Stadtratsantrags von DIE LINKE vom 19.11.2012 nicht gefolgt werden“
Weitere Unterlagen und Informationen finden sich hier: http://www.ris-muenchen.de/RII2/RII/ris_vorlagen_ergebnisse.jsp?risid=2851299

b) Von Kolleginnen der Hochschule München ist in Zusammenhang mit der AKS Veranstaltung zu den „kirchlichen Arbeitgebern“ im Juni nun auch ein Artikel in der Mitgliedszeitschrift der GEW publiziert worden, Titel: „Nach dem Studium zur Kirche?“: dds 10 2013 nach dem studium in die kirche

Kirchliche Arbeitgeber – so kann es auch gehen


Stade verweigert Kirche die Hort-Übernahme – Die Stadt Stade hat ihr Angebot an die evangelische Kirche zur Übernahme des Schulhortes zurückgezogen. Grund dafür war, dass der neue Träger einer Erzieherin kündigen wollte, die nicht Mitglied einer Kirche ist. Der parteilose Stadtrat Dirk Kraska sagte dazu: „Wir fanden es wichtig, dass die Mitarbeiterin bleiben kann, denn sie ist den Kindern vertraut und die pädagogische Kontinuität bleibt gewahrt“. Vize-Bürgermeister, Klaus Quiatkowsky (SPD) „sieht auch kein grundsätzliches Problem darin, wenn an einer weltanschaulich neutralen Schule der Hort in kirchlicher Hand sei – solange die Neutralität in der Erziehung gewahrt bleibe.“ Doch genau an dieser Neutralität darf gezweifelt werden, wenn man die Stellungnahme der ev. Kirche betrachtet. http://www.ndr.de/regional/niedersachsen/heide/erzieherin165.html


Loyal dienen _Diskriminierung im kirchlichen Arbeitsrecht – Vortrag und Diskussion – 10.06.2013

Nachtrag 1: An der Veranstaltung nahmen knapp 50 Personen teil, darunter auch Betroffene, die sich extra taufen lassen mussten, um ihre Arbeitsstelle behalten zu dürfen. Über den Stand der „Aktion Absageagentur“ wurden zahlreiche Absagen an kirchliche Arbeitgeber in München verschickt, die diskriminierende Stellen ausgeschrieben hatten.

Nachtrag 2: Zwischenzeitlich ist das Buch der Hauptreferentin Corinna GEkeler erschienen:
„Loyal dienen. Diskriminierendes Arbeitsrecht bei Caritas, Diakonie und Co.“
http://www.alibri-buecher.de/Buecher/Kirchenkritik/Corinna-Gekeler-Loyal-dienen::443.html

AKS-Veranstaltung: „Loyal dienen. Diskriminierung im kirchlichen Arbeitsrecht“

Einladungsflyer zum Download:
Vortrag Diskussion Diskriminierung im kirchlichen Arbeitsrecht 10 06 2013.pdf


Loyal dienen _Diskriminierung im kirchlichen Arbeitsrecht – Vortrag und Diskussion – 10.06.2013

Über 1,3 Millionen Arbeitnehmer_innen sind in Deutschland bei kirchlichen Trägern wie zum Beispiel der Caritas oder der Diakonie beschäftigt.
Erzieher_innen, Ärzt_innen, Alten- und Krankenpfl eger_innen, Pädagog_innen und Sozialarbeiter_innen – für Sie alle gelten besondere Verpfl ichtungen zur Loyalität gegenüber ihrem Arbeitgeber, die sich selbst ins Privatleben hinein (2. Ehe, sexuelle Identität, andersgläubig) erstrecken.
In ihrem Buch „Loyal dienen“ stellt Dipl.-pol. Corinna Gekeler erstmals dar, welche Auswirkungen die Sonderrechte für kirchliche Arbeitgeber auf die Arbeits- und Grundrechte von kirchlichen Mitarbeiter_innen haben und auf welchen gesetzlichen Grundlagen diese beruhen.
Sie zeigt unterschiedliche Wege zur Beendiung der Diskriminierungen auf. Einen möglichen Ansatzpunkt bietet das Vergaberecht, zu dem das „Bündnis gegen Diskriminierung im kirchlichen Arbeitsrecht“ ein
Rechtsgutachten erstellen hat lassen.
Das Bündnis lädt alle Fachkräfte und die Studierenden aus dem Gesundheits- und Sozialbereich zur Buchvorstellung mit Corinna Gekeler & anschließenden Podiumsdiskussion ein.
Vertreter_innen der Stadtratsfraktionen und Landtagsfraktionen sind
eingeladen.
MONTAG, 10.06.2013 UM 19 UHR
DGB-HAUS, GROSSER SAAL,
SCHWANTHALERSTR. 64, 80336 MÜNCHEN
NÄHE HBF / U-BAHN THERESIENWIESE

Veranstalter: Arbeitskreis kritische Soziale Arbeit München – www.aks-muenchen.de, ver.di FB 3,
Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft – Stadtverband München, DBSH, Fachschaft der Fakultät
für angewandte Sozialwissenschaften der Hochschule München

Leserbrief an den AKS München

Caritas und Diakonie beschränken Berufsausübung für Suchttherapeuten

Die kirchlichen Träger betreiben im Suchtbereich 70-80% aller Beratungsstellen,Kliniken, Nachsorgeeinrichtungen u.s.w. Sie stellen Fachkräfte, wie Sozialarbeiter, Ärzte, Psychologen nur ein, wenn diese Kirchenmitglieder sind und eine religiöse Form der Lebenspartnerschaft nachweisen. Die religionsfreien Träger wie AWO, Rotes Kreuz, DPWV und öffentliche Hand besetzen in ihren Einrichtungen die Arbeitsplätze ausschließlich nach Qualifikation. Über die Hälfte der dort arbeitenden Fachkräfte könnte auch in einer kirchlichen Einrichtung angestellt werden. Mit denjenigen Fachkräften jedoch, die zwar Qualifikation, aber keine kirchliche Zugehörigkeit oder Lebenspartnerschaft vorweisen, können daher in Deutschland nur 10 – 15% der Stellen in Suchteinrichtungen besetzt werden. Gleichwohl werden diese Arbeitsplätze zu 100% von den Krankenkassen, Rentenversicherungen oder mit Steuergeld bezahlt. Ich habe als Leiter einer Suchtklinik oft erlebt, dass Suchttherapeuten auf Stellensuche in eine Kirche eintraten oder wiedereintraten oder ihren Kirchenaustritt dem Finanzamt gegenüber nicht geltend machten, damit er dem Arbeitgeber verborgen blieb. Manchmal haben Mitarbeiter kirchlicher Einrichtungen für qualifizierte Stellenbewerber einen schnellen Alibi-Kircheneintritt organisiert. Nicht alle Suchttherapeuten haben diese Heuchelei über sich gebracht, was für ihre Qualifikation spricht, weil Suchtarbeit der Glaubwürdigkeit bedarf, um wirksam zu sein.
(Autor ist bekannt)

10.06. AKS Veranstaltung: Loyal dienen. Diskriminierung im kirchlichen Arbeitsrecht


Einladungsflyer zum Download:
Vortrag Diskussion Diskriminierung im kirchlichen Arbeitsrecht 10 06 2013

Montag, 10.06.2013 um 19 Uhr

DGB-Haus, Großer Saal, Schwanthalerstr. 64, 80336 München

Veranstalter: Arbeitskreis kritische Soziale Arbeit München, ver.di FB 3, Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft – Stadtverband München, DBSH, Fachschaft der Fakultät für angewandte Sozialwissenschaften der Hochschule München

„Loyal dienen“  

Diskriminierung im kirchlichen Arbeitsrecht

Über 1,3 Millionen Arbeitnehmer_innen sind in Deutschland bei kirchlichen Trägern wie zum Beispiel der Caritas oder der Diakonie beschäftigt. Erzieher_innen, Ärzt_innen, Alten- und Krankenpfleger_innen, Pädagog_innen und Sozialarbeiter_innen – für Sie alle gelten besondere Verpflichtungen zur Loyalität gegenüber ihrem Arbeitgeber, die sich selbst ins Privatleben hinein (2. Ehe, sexuelle Identität, andersgläubig) erstrecken.

In ihrem Buch „Loyal dienen“ stellt Dipl.-pol. Corinna Gekeler erstmals dar, welche Auswirkungen die Sonderrechte für kirchliche Arbeitgeber  auf die Arbeits- und Grundrechte von kirchlichen Mitarbeiter/innen haben und auf welchen gesetzlichen Grundlagen diese beruhen. Sie zeigt unterschiedliche Wege zur Beendung der Diskriminierungen auf.

Einen möglichen Ansatzpunkt bietet das Vergaberecht, zu dem das „Bündnis gegen Diskriminierung im kirchlichen Arbeitsrecht“ ein Rechtsgutachten erstellen hat lassen.

 

Das Bündnis lädt alle Fachkräfte und die Studierenden aus dem Gesundheits- und Sozialbereich zur Buchvorstellung mit Corinna Gekeler

&

Anschließender Podiumsdiskussion ein.
Vertreter_innen der Stadtratsfraktionen und Landtagsfraktionen sind eingeladen.

Rechtsgutachten zum Vergaberecht bezüglich Diskriminierung durch kirchliche Arbeitgeber

Im Rahmen der Aktivitäten vom Münchner Bündnis gegen Diskriminierung durch kirchliche Arbeitgeber (AKS, ver.di München, GEW Stadtverband München und Fachschaft der Fakultät Sozialwissenschaften der HS München) haben GEW und ver.di ein Rechtsgutachten erstellen lassen.

Fragestellung 1:
Wie kann Antidiskriminierung allgemein auf Landesebene (Bayern) und
auf kommunaler Ebene im Vergaberecht im Rahmen der sozialen
Kriterien (möglichst rechtssicher) implementiert werden?
Fragestellung 2:
Würde diese Regelung dann auch für kirchliche Arbeitgeber gelten?
Wenn nein, aufgrund welcher rechtlichen Regelung scheitert es?

Das Gutachten mit den Antworten findet sich hier:
Gutachten Antidiskriminierung im Vergaberecht Prof. Fasselt

„Arbeiten für Gottes Lohn“

26.01. Voraussichtlich mit Corinna Gekeler und Carsten Frerk
Heute, Samstag, 18.50 h, WDR, Aktuelle Stunde:
http://www1.wdr.de/fernsehen/aks/
http://www1.wdr.de/fernsehen/aks/themen/kirchlichetraegerschaft102.html
27.01 Sonntag, 21.45h, der Jauch:
http://daserste.ndr.de/guentherjauch/aktuelle_sendung/gaeste3715.html
28.1., ARD, Arbeiten für Gottes Lohn, 22.15 h
http://www.daserste.de/information/reportage-dokumentation/dokus/sendung/ndr/die-story-im-ersten-arbeiten-fuer-gottes-lohn-100.html
Wie üblich sicher anschließend in der Mediathek zu finden.
Und ein Buchtipp: Müller, Eva: Gott hat hohe Nebenkosten: Wer wirklich für die Kirchen zahlt
vgl. z.B. http://www.br.de/fernsehen/bayerisches-fernsehen/sendungen/lesezeichen/eva-mueller-100.html

Zwischenstandsbericht

Weiterhin arbeiten wir am Thema „wirkungsorientierte Steuerung“. Wer sich beteiligen möchte ist willkommen. Parallel beschäftigen wir uns noch mit dem Thema „kirchliche Arbeitgeber“. Wir planen eine Veranstaltung hierzu in Kooperation mit DBSH und GEW im Frühsommer. Darüber hinaus ist das in Auftrag gegebene Rechtsgutachten zu Antidiskriminierungsrichtlinien im Vergaberecht bald fertig. Wir gehen damit in eine zweite „Lobbying“-Runde auf kommunaler und Landesebene. Weiterhin sind wir bezüglich kirchlicher Arbeitgeber mit mehreren Parteien im Kontakt.

Artikel zu kirchliche Arbeitgeber & Zusammenfassung des letzten Treffens

Nachtrag 30.12.2012: Artikel welcher in Kooperation mit dem AKS entstanden ist (leider aber nicht erwähnt wird):

http://www.faz.net/aktuell/beruf-chance/kirche-als-arbeitgeber-hauptsache-christ-12000574.html

Kurzzusammenfassung des letzten AK- Treffens: Schwerpunkt war eine erste Einschätzung und Analyse zum Thema „wirkungsorientierte Steuerung“. Dieses Thema wird uns in den nächsten Monaten begleiten. Zudem wird beim Januar-Treffen eine Veranstaltung zum Thema kirchliche Arbeitgeber konkretisiert. Zum Thema „Wohnen“ sei unsere Anfrage an das Wohnungsamt in Arbeit und würde „zeitnah“ beantwortet werden.

http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/wohlfahrtsverbaende-das-kartell-der-gutmenschen-/7448538.html

Bewegung

u.a. ist heute auf Reaktion unserer Pressemitteilung und unseres Schreibens an die Münchner Stadtratsfraktionen ein Antrag mit dem Titel „Keine Diskriminierung der Beschäftigten durch kirchliche Arbeitgeber – die Vergabe städtischer Mittel an die Antidiskriminierungsvereinbarung der Stadt
München koppeln!“ gestellt worden. Komplett abrufbar beim Münchner Ratsinformationssystem hier:
http://www.ris-muenchen.de/RII2/RII/ris_antrag_detail.jsp?risid=2827271
 

Nachtrag 22.11.2012:
Unsere Initiative ist am Rande erwähnt in der SZ: http://www.sueddeutsche.de/M5T38c/981754/Auch-kuenftig-kein-Drohpotenzial.html

Darüberhinaus gibt es in München und über München hinaus politische Entwicklungen zum Thema Diskriminierung an denen wir beteiligt sind und über die wir berichten werden, sobald Sie sich konkretisieren.

Statistik

In Bayern beschäftigt die Caritas beschäftigt 96.000 MitarbeiterInnen (http://www.lvbayern.caritas.de/27785.html). Die Diakonie über 60.000 (http://www.bayern-evangelisch.de/www/ueber_uns/diakonisches-werk-bayern.php). Dies sind insgeamt über 156.000 Mitarbeiter. Die Geamtzahl der erwerbstätigen Personen in Bayern beträgt knapp über 4,8 Millionen Personen (http://www.statistik-portal.de/statistik-portal/de_zs02_by.asp). Dies bedeutet das knapp jeder 30. Arbeitnehmer in Bayern bei kirchlichen Arbeitgebern beschäftigt ist, zum größten Teil finanziert von regulären Steuermitteln.
Zugleich (BSp. München Ende 2011) sind  50,5 % der Bevölkerung weder evangelisch noch katholisch (http://www.muenchen.de/rathaus/dms/Home/Stadtinfos/Statistik/bevoelkerung/aktuellejahreszahlen/jt120119.pdf, aufgerufen am 10.09.2012).

AKTION ABSAGEAGENTUR


Die Absageagentur vom Arbeitskreis Kritische Soziale Arbeit München unterstützt Sie gezielt dabei, diskriminierenden Stellenausschreibungen eine Absage zu erteilen. Wir bieten Ihnen einen effizienten Service wenn es darum geht, problematische Stellen­angebote zu erkennen und dauerhafte Lösungen zu finden.

Mailen Sie uns Ihre Absage an kritischesozialearbeit@gmx.de, wir kümmern uns um die postalische Verschickung und ggfls. Onlinestellung!

Selbstverständlich bleibt Ihre Absage anonym. Ihre Absage wird mit dem Zusatz versehen: „mit freundlicher Unterstützung der „Aktion Absageagentur“ vom Arbeitskreis kritische Soziale Arbeit – München, www.aks-muenchen.de“Aktionszeitraum November 2012-Mai 2013

Die Übernahme der Idee und Verwendung der Logos erfolgt mit freundlicher Genehmigung von www.absageagentur.de, die ähnliche Kunstaktionen bereits durchgeführt hat.

Vorlage  für katholische Arbeitgeber:

02.12.2012

Ihre Anzeige in der XY Zeitung vom tt.mm.jjjj

Sehr geehrte Damen und Herren

ich danke Ihnen für die Ausschreibung oben genannter Stelle als Sozialpädagogin im Bereich Jugendarbeit.

Auf der Grundlage meines Anforderungsprofils habe ich nach einer sorgfältigen Auswertung der Stellenanzeigen eine Vorauswahl getroffen.

Auch wenn ich einer christlichen Kirche angehöre, ist es mit meinem Gewissen nicht vereinbar für einen Arbeitgeber zu arbeiten, der die Kirchenzugehörigkeit als verpflichtend ansieht, da die ausgeschriebene Tätigkeit de-facto von Steuermitteln refinanziert wird und mit ihr lediglich staatliche Aufgaben umgesetzt werden.

Generell ist mir zudem bekannt, dass die sexuelle Orientierung und die private Lebensweise (nicht-kirchliche Heirat, uneheliches Kind, 2. Heirat etc.) bei Ihnen grundsätzlich zu Problemen führen kann und immer wieder zu Problemen führt. Dies sehe ich als aktive Diskriminierung und Einmischung in das Privatleben der Beschäftigten.  Darüber hinaus sind bei Ihnen die Mitarbeiterrechte eingeschränkt u.a. da das Betriebsverfassungsgesetz nicht bei kirchlichen Arbeitgebern gilt.

Daher kann ich Ihr Angebot leider nicht berücksichtigen und muss Ihnen mit Bedauern mitteilen, dass Ihre Ausschreibung nicht in die Endauswahl gekommen ist.

Ich hoffe, dass Sie mit Ihrer Ausschreibung bei anderen Arbeitssuchenden auf mehr Interesse gestoßen sind.

Mit freundlichen Grüßen

XXY

mit freundlicher Unterstützung der Aktion Absageagentur vom Arbeitskreis kritische Soziale Arbeit – München www.aks-muenchen.de

„Münchner Initiative gegen Diskriminierung durch kirchliche Arbeitgeber“

Auf Münchner Ebene konnte eine Initiative mit dem AKS, den Gewerkschaften ver.di und GEW sowie der Fachschaft Soziale Arbeit der Hochschule für angewandte Wissenschaften entstehen.

 

Gemeinsam fordern wir:

„Schluss mit der Diskriminierung! Legal ist nicht legitim.

Den kirchlichen Arbeitgebern klare Grenzen setzen!

Die gemeinsame Pressemitteilung:

http://www.aks-muenchen.de/wp-content/uploads/Pressemitteilung-kirchliche-Arbeitgeber-16_11_-2012-verdi-GEW-AKS-Fachschaft2.pdf

Die Presse- und Dokumentationsmappe zu kirchlichen Arbeitgebern  (inklusive Aufforderungschreiben an die Münchner Stadtratsfraktionen) :
http://www.aks-muenchen.de/wp-content/uploads/Presse-und-Dokumentationsmappe-Kirchliche-Arbeitgeber-11-20122.pdf

Sowie die Pressemitteilung des AKS zur Aktion Absageagentur:
http://www.aks-muenchen.de/wp-content/uploads/Pressemitteilung-AKS-Kunstaktion-Absageagentur.pdf‘>Pressemitteilung AKS Kunstaktion Absageagentur

 

Kirchliches Arbeitsrecht – Fragen und Antworten

Die Idee zum vorliegenden 12-seitigen Fragen- und Antwort-Katalog zum kirchlichen Arbeitsrecht hat sich im Kontext des „Positionspapiers zu kirchlichen Arbeitgebern“ seitens des Arbeitskreis Kritische Soziale Arbeit (http://www.aks-muenchen.de/wp-content/uploads/AKS-Positionspapier-zu-kirchlichen-Arbeitgebern-2.0.pdf) ergeben, nachdem offene Fragen, Anmerkungen und auch kritische Anfragen zum Thema aufkamen und nach einer intensiveren Rückmeldung zu den angesprochenen Themen verlangten.

Da der Fragen-Antwort-Katalog erst kurzfristig anhand der Anmerkungen und Anfragen zur Thematik erstellt wurde, konnte noch keine offizielle Endredaktion durch den gesamten AKS stattfinden – die Antworten beruhen deswegen auf der persönlichen Stellungnahme des Autors zum Themenkreis und können im Einzelnen von Positionen innerhalb des Arbeitskreis abweichen (Stand 09.11.2011).

Das Arbeitspapier/discussion paper ist hier downloadbar:

http://www.aks-muenchen.de/wp-content/uploads/Arbeitsrecht-Fragen-und-Antworten.pdf

 

Links und Literatur zum Themenfeld „kirchliche Arbeitgeber“


 

Wichtige Portale zu „kirchliche Arbeitgeber“:

www.gerdia.de Kampagne gegen religiöse Diskriminierung – Dokumentation zahlreicher Einzelfälle
http://www.labournet.de/branchen/dienstleistung/allg/kirche.html


Weiterführende Literatur und Links –Allgemein:

Hartmut Kreß: Ethik der Rechtsordnung. Staat, Grundrechte und Religionen im
Licht der Rechtsethik, Kohlhammer. Stuttgart, 2012
Adrian Loretan: Religionen im Kontext der Menschenrechte. Theologischer
Verlag Zürich, Zürich, 2010
http://publik.verdi.de/2008/ausgabe_04/gewerkschaft/schwerpunkt/seite_4/A0
Dienstleistungsgewerkschaft ver.di, Bundesverwaltung September 2011 (Hrsg.):
http://gesundheit-soziales.verdi.de/kirchen_diakonie_caritas/data/Stefaniak-Infopapier.pdf
DGB Stellungnahme zum Antrag: Zum Antrag „Grundrechte der Beschäftigten
von Kirchen und kirchlichen Einrichtungen stärken“ 03/2012
http://www.dgb.de/themen/++co++f26d1eec-7726-11e1-7846-00188b4dc422
SPD-Politikerin gegen „Privilegierung großer Kirchen: http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/religionen/1766890/

Zum Streikrecht:
ver.di-Kampagnenseite: http://www.streikrecht-ist-grundrecht.de/
http://streikrecht-ist-grundrecht.de/sites/streikrecht-ist-grundrecht.de/files/KI_19_Herbst_2012.pdf
http://www.die-linke.de/partei/organe/parteivorstand/parteivorstand20122014/beschluesse/streikrechtistgrundrechtfuervollekollektiveundindividuellearbeitnehmerinnenrechtederbeschaeftigteninkirchediakonieundcaritas/ http://www.sueddeutsche.de/karriere/streiks-bei-kirchlichen-arbeitgebern-kampf-gegen-die-sonderrechte-der-samariter-1.1151012

Kirchenfinanzen:
Carsten Frerk: Violettbuch Kirchenfinanzen: Wie der Staat die Kirchen finanziert
Carsten Frerk: Caritas und Diakonie in Deutschland
Mythos „Kirchensteuer und Soziales“:
„Vielfach geht man von falschen Tatsachen aus und operiert mit Scheinargumenten. So wird der Kirche immer wieder unterstellt, sie benötige die Kirchensteuer, um ihre umfangreiche Sozialarbeit zu finanzieren. Die Gegner der Kirchensteuer haben mit diesem Argument leichtes Spiel, weil es in der Tat nicht stimmt und meines Wissens auch noch nie von einem Kenner der Sache so vorgetragen worden ist. Wie wird die Sozialarbeit der Kirche tatsächlich finanziert, und welche Rolle spielt dabei die Kirchensteuer? Die meisten Sozialeinrichtungen „verdienen“ die Mittel, die sie benötigen, als Leistungsentgelte (beispielsweise über Pflegesätze), und die Finanzierung ist durch staatliche Kostenträger weithin gesetzlich geregelt. … Kirchliche soziale Einrichtungen werden nach denselben Regeln finanziert wie die der Kommunen. Trotz der klaren gesetzlichen Bestimmungen muss allerdings auch hier in manchen Fällen das Bistum aus Kirchensteuermitteln helfen. Kaum eine Kapelle in diesen Sozialeinrichtungen wäre ohne Kirchensteuerzuschuss finanzierbar.“ (Quelle: KNA, 21.9.90; Kirchenzeitung des Erzbistums Köln, 21.9.90)


Leih- und Zeitarbeit:

Heinz-Jürgen Dahme, Gertrud Kühnlein, Anna Stefaniak, Norbert Wohlfahrt: Leiharbeit und Ausgliederung in diakonischen Sozialunternehmen: Der „Dritte Weg“ zwischen normativem Anspruch und sozialwirtschaftlicher Realität
http://www.boeckler.de/pdf_fof/S-2011-487-3-1.pdf
http://www.spiegel.de/karriere/berufsleben/ich-arbeite-in-einem-irrenhaus-martin-wehrle-a-860820.html, 12.10.2012.

Katholische Arbeitgeber und LGBT (Lesbian, Gay, Bisexual und Trans)
Tendenz Schwulen und Lesbenfeindlich: http://www.taz.de/!52477/

http://www.queer.de/detail.php?article_id=17572 „Lesbische Erzieherin: Katholische Kirche knickt ein“
http://www.queer.de/detail.php?article_id=16721 „Katholische Kirche will lesbische Kindergarten-leiterin feuern“

Hochschulen:
http://konkordatslehrstuhlklage.de/

Religiöse Orientierung von Bedeutung ? Aus der Sicht der ArbeitnehmerInnen:
Hermann Lührs (2008c): Arbeit in der Kirche. Analyse einer bundesweiten Befragung von Beschäftigten in den beiden großen Kirchen und ihren Wohlfahrtsverbänden Diakonie und Caritas. Forschungsförderung der Hans-Böckler-Stiftung: Mitbestimmung im Wandel. Abschlussbericht / Eberhard Karls Universität Tübingen (Hrsg.).- Tübingen, 2008.- 65 S.- (Working Paper; Nr. 41 – 2008)
http://www.boeckler.de/pdf_fof/S-2007-36-2-1.pdf
Zusammenfassung:
Das Arbeitsverständnis und die Motivlagen, einen konfessionellen Arbeitgeber zu wählen, sind für die weit überwiegende Mehrheit der Befragten in geringem Maße glaubensbestimmt. Es überwiegt deutlich ein erwerbsbestimmtes Arbeitsverständnis.

Gegenwärtig öffentlich diskutierte Einzelfälle und sonstige Artikel:
http://www.lto.de/recht/hintergruende/h/chefarzt-kuendigung-im-katholischen-krankenhaus-wiederverheiratete-in-kirchlichen-einrichtungen-duerfen-aufatmen/
http://www.sueddeutsche.de/bayern/bistum-augsburg-kirche-will-lesbischer-erzieherin-kuendigen-1.1383595
http://www.allgemeine-zeitung.de/region/mainz/meldungen/12535924.htm „Aufgrund der angespannten Haushaltslage hat das Bistum Mainz einen Ausgabestopp bei Erweiterungsprojekten in Kindertagesstätten erlassen. Die Stadt wäre zwar zu einer Finanzierung bereit, um das Projekt zu verwirklichen, hat ihre Zusage aber entsprechend einer Empfehlung des Gemeinde- und Städtebundes an die Auflage geknüpft, künftig beim Personal, der pädagogischen Ausrichtung und den arbeitsrechtlichen Fragen der Einrichtung mitreden zu dürfen.“
http://www.queer.de/detail.php?article_id=17651 „Die Bundestagsfraktion der Grünen veranstaltet am 2. November 2012 in Berlin ein öffentliches Fachgespräch „Kirchliches Arbeitsrecht im 21. Jahrhundert“.“
http://www.sueddeutsche.de/karriere/katholische-klinik-entlaesst-arzt-erneute-ehe-ist-fuer-kirche-kuendigungsgrund-1.1140728

http://www.augsburger-allgemeine.de/neu-ulm/Gruene-wollen-der-Kirche-den-Geldhahn-zudrehen-id21861551.html
http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/katholischer-chorleiter-erhaelt-40-000-euro-entschaedigung-a-841455.html
http://www.streikrecht-ist-grundrecht.de/sites/streikrecht-ist-grundrecht.de/files/DOC001.PDF
http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/arbeitgeber-kirche-angestellte-in-gottes-hand-a-649991.html
http://www.zeit.de/2011/41/Konzern-Kirche