Kategorie-Archiv: Literaturempfehlungen kritischer Sozialer Arbeit

Neuerscheinung: Ethnologie und Soziale Arbeit. Fremde Disziplinen, gemeinsame Fragen?


Neuerscheinung:
Treiber, Magnus, Nicolas Grießmeier und Christian Heider (Hrsg.): Ethnologie und Soziale Arbeit. Fremde Disziplinen, gemeinsame Fragen? Opladen: Budrich UniPress, 2015.
Inklusive Artikel zu kritischer Sozialer Arbeit.

Trotz geteilter Ursprünge in der frühen Stadtforschung war das Verhältnis von Ethnologie und Sozialer Arbeit lange von Desinteresse geprägt, lagen doch Selbstverständnis, Aufgaben, Methoden und Einsatzorte weit auseinander.

Die Beiträge des Bandes diskutieren gegenwärtige Fragen der Methode, geteilte Arbeitsbereiche, Ausbildung und Institutionalisierung sowie Ethik und Handeln über disziplinäre und nationale Grenzen hinweg und richten sich an Wissenschaft und Berufspraxis beider Fächer.

Nachtrag Rezensionen:

1. Alexander Kellner in „Anthropos“ 111.2016:
„Wenn man dieses Buch zur Hand nimmt, fragt man sich, warum es nicht schon längst geschrieben wurde. Die Rede ist von einem Sammelband, in dem Autor(inn)en
einen Dialog zwischen zwei einander affinen, aber bislang kaum voneinander Notiz nehmenden Wissenschaften herstellen wollen: der Ethnologie und der neu entstandenen
Wissenschaft der Sozialen Arbeit.“
„Es finden sich Aufsätze aus und zu Deutschland, Spanien, der Schweiz, Slowenien, Italien und Äthiopien. Dem Bemühen um einen Dialog wird überdies dadurch Rechnung getragen,
dass drei Aufsätze von Seiten des jeweils anderen Faches ergänzend kommentiert werden. Diese Form schriftlicher Diskursivität wird in Sammelbänden selten hergestellt, wodurch sich der vorliegende auszeichnet.
„An Stellen wie diesen zeigt sich, dass in diesem Sammelband der Austausch nicht zwischen irgendeiner Sozialarbeitswissenschaft und irgendeiner Ethnologie gesucht
wird, sondern selbstverständlich zwischen wahrhaft kritisch-reflexiven Vertretern beider Disziplinen, die aber hier wie dort bislang eher ein Nischendasein führen.“
„Nicht eigens reflektiert wird der Praxisbegriff. Allzu oft wird ein Gegensatz hergestellt zwischen “theoretischer” Ethnologie hier und “praktischer” Sozialer Arbeit dort. Aber ist das Verfassen von “theoretischen” Texten nicht auch eine Form der Praxis? Dadurch werden schließlich Wahrnehmungsweisen und -kategorien generiert, die auf verschlungenen Pfaden gesellschaftlich wirksam werden können (wovon so manche Beiträge zeugen). Auch Theorie ist Praxis, und umgekehrt gründet die Praxis stets auf Theorie(n). Beides darf nicht voneinander
getrennt werden, sondern ist dialektisch zusammenzudenken (siehe Amborns Reprint). Wenn die Sozialarbeitswissenschaft meint, sie sei “praktisch” ausgerichtet, muss sie
sich fragen lassen, ob sie damit stillschweigend ihr Einverständnis mit dem gesellschaftlichen Status quo erklärenund in ihrer Theorie das “verdoppeln” möchte, “was in der Realität ohnehin vorherrscht”, oder eben nicht (Anne Rethmann in diesem Band, S. 265).
Solche und viele anderen Fragen werden in diesem Sammelband aufgeworfen, und meine Einwände schmälern nicht dessen Verdienst, den schon längst überfälligen Austausch zwischen zwei Wissenschaften angestoßen zu haben, die in praktisch-theoretischer Hinsicht beachtliche Schnittmengen aufweisen. Es bleibt zu hoffen, dass er weiter vorangetrieben und für beide Disziplinen nicht ohne Folgen bleiben wird.“

2. Posch in „Soziales Kapital“ Nr.14 2015:
„Magnus Treiber und seinen MitarbeiterInnen kommt das große Verdienst zu, Fäden der Kooperation aufgegriffen zu haben und in diesem Buch ForscherInnen wie Wissenschaftlerinnen die Gelegenheit gegeben zu haben, in einen offenen Dialog zu treten.“
„Ein Dialog zwischen VertreterInnen der Sozialarbeit und der Ethnologie auf der hier zitierten Grundlage wird jedenfalls für Theorie und Praxis der Sozialarbeit sehr bereichernd sein, nicht nur in einzelnen Themenbereichen, sondern wohl in sämtlichen Handlungsfeldern der Sozialarbeit.“
„Es geht um Fragen der Methoden, gemeinsamer Arbeitsbereiche, Ausbildung und Institutionalisierung und nicht zuletzt um ethische Grundlagen beider Disziplinen.“

Buchpublikation: Sanktionen & Arbeitslosengeld II / kritische Soziale Arbeit


Nachtrag 05.2013: Die zweite Auflage ist in der Zwischenzeit im Verkauf erhältlich
 

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Neu erschienen beim Kleine Verlag ist das Fachbuch:
„Grießmeier, Nicolas: Der disziplinierende Staat. Eine kritische Auseinandersetzung mit Sanktionen bei Arbeitslosengeld II-Empfängern aus der Sicht der Sozialen Arbeit und der Menschenrechte.“

Rezensionen finden sich hier:
http://www.socialnet.de/rezensionen/13248.php

http://www.dielinke-muenchen-stadtrat.de/uploads/media/20121001_A_MitLinks41.pdf, S.31.

http://www.gew-bayern.de/index.php?id=399
DDS (Mitgliederzeitschrift der GEW Bayern) November 2012, S.23.

Forum Sozial (Verbandszeitschrift des DBSH) 3/2012, S.54.

„Die hier in Buchform vorliegende Masterarbeit ist eine dichte, aber sehr gelungene kritische Analyse zu den Ursachen und der Reichweite eines Problems, dessen zukünftige Tragweite nur vermutet werden kann, sich aber insbesondere mit Blick auf das Phänomen der Exklusion schärfer konturiert.“
„Das Buch ist allen in diesem Bereich Tätigen zur Orientierung und als Anstoß zu empfehlen, ihr eigenes Handeln im Hinblick auf seine Sinnhaftigkeit und Reichweite kritisch zu reflektieren. Aber auch all jene, die skeptisch gegenüber der Verallgemeinerbarkeit von Ansprüchlichkeit und Missbrauchsverhalten seitens der Alimentierten sind, die den Schleier der Ideologie und der Rechtfertigungsnarrative lüpfen wollen, die sich nicht mit politisch-populistischen Statements und den Botschaften aus medialer Vermarktung des Sanktionsgeschehens begnügen wollen, finden hier sachliche Informationen über Ursachen und Folgen eines neoliberalen Meinungsklimas“

(Arnold Schmieder. Rezension vom 19.06.2012 in: socialnet Rezensionen, ISSN 2190-9245, http://www.socialnet.de/rezensionen/13248.php, Datum des Zugriffs 29.06.2012).

„Seine sich an die kritische Soziologie anleihende Kritik und die aufgezeigt Verbindung zu den Arbeitsmarktreformen sind zwar nicht neu, aber wunderbar kompakt und nachvollziehbar dargestellt. (…) Der Arbeit ist eine große Verbreitung zu wünschen, aber sie sollte auch Anlass für Wissenschaft und Forschung sein, sich den Bedingungen einer Sozialen Arbeit und Praxis, in der Kontrolle eine immer wichtigere Rolle zu übernehmen scheint, kritisch zu widmen.“

(Wilfried Nodes: Der disziplinierende Staat, in: Forum Sozial 3/2012, S.54.)

„Der Sozialarbeiter Nicolas Grießmeier setzt sich in seiner überaus lesenswerten Masterarbeit mit der Frage auseinander, was Sanktionen gegen Arbeitslosengeld II- EmpfängerInnen bewirken sollen und ob diese Wirkung in der Praxis erreicht wird.“ „Doch nicht nur die Nähe zur Praxis zeichnet das Buch aus. Im ersten Kapitel beschreibt der Autor, wie das neoliberale Weltbild, das unsere Gesellschaft inzwischen auf allen Ebenen beeinflusst, zu einem ökonomistischen Gerechtigkeitsbild geführt hat, das Kontroll- und Zwangsmechanismen über positive Anreize stellt.“

(Ute Schmitt: Sanktionen gegen Hartz-IV-BezieherInnen, in: DDS. Die demokratische Schule. Zeitschrift der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft Landesverband Bayern, November 2012, S.23)

„Besonders eindrücklich wird das Buch, wenn der Autor auf Beispiele aus seiner Praxis in der Sozialen Arbeit in München zurückgreift.“
„Mit seinem formalen wissenschaftlichen Aufbau und Stil wendet es sich vorwiegend an ein Fachpublikum aus der Sozialen Arbeit, bei Trägern, in der Sozialverwaltung und Politik. Diesem Personenkreis sei das Buch besonders empfohlen.“

(Mario Simeunovic: Rezension Tatort Totalsanktion, in: MitLinks. Für ein solidarisches München. Zeitschrift aus der Politischen Gruppe DIE LINKE im Stadtrat – in Zusammenarbeit mit dem Forum Linke Kommunalpolitik München Nr. 41, Oktober 2012, S. 31.)

Rückmeldungen von LeserInnen:
„Zuckerbrot und Peitsche werden in diesem Werk „gut“ beschrieben…. habe es halb durch und musste es erstmal zwecks Abwendung einer schweren Depression zur Seite legen….“
„Besser kann man die Situation nicht schildern. Eine ausgezeichnete Arbeit.“
„Ich würde mir wünschen, dass jeder Richter an den Sozialgerichten Ihre Arbeit lesen muss.“

Nachtrag 12/2012: Gute Doku zu Sanktionen auf 0 (Report Mainz): http://www.swr.de/report/-/id=233454/nid=233454/did=10688132/1aa67yv/index.html

Literaturliste zu Sanktionen & Arbeitslosengeld II

Relevante Literatur und Forschungsergebnisse zu Auswirkungen von Sanktionen:

 Ames, Anne: Ursachen und Auswirkungen von Sanktionen nach § 31 SGB II, Düsseldorf 2009.
 Daseking, Claudia et al.: Wer nicht spurt, kriegt kein Geld: Sanktionen gegen Hartz-IV-Beziehende. Erfahrungen, Analysen, Schlussfolgerungen. AG Sanktionen der Berliner Kampagne gegen Hartz IV, Berlin, November 2008.
 Götz Susanne; Ludwig-Mayerhofer, Wolfgang; Schreyer, Franziska: Sanktionen im SGB II. Unter dem Existenzminimum, Stand 30.08.2010, . (MitarbeiterInnen des IAB)
 Grießmeier, Nicolas: Der disziplinierende Staat. Eine kritische Auseinandersetzung mit Sanktionen bei Arbeitslosengeld 2 –Empfängern aus der Sicht der Sozialen Arbeit und der Menschenrechte. Grünwald bei München 2012.
 Grießmeier, Nicolas: Explorationsstudie zu Auswirkungen von Totalsanktionen bei Arbeitslosengeld II-Empfängern. Veröffentlicht am 28.06.2011 in socialnet Materialien unter http://www.socialnet.de/materialien/123.php, Datum des Zugriffs 07.01.2013.
 Schreyer, Franziska; Götz, Susanne: Sanktionen bei jungen Arbeitslosen im SGB II. Wer nicht hören will muss fühlen?, in: IAB-Forum Magazin des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung 1/2010, S.80-85. (Auftraggeber IAB)
 Schreyer, Franziska, Zahradnik, Franz; Götz, Susanne: Lebensbedingungen und Teilhabe von jungen sanktionierten Arbeitslosen im SGB II, in: Sozialer Fortschritt 9/2012, S.213-220. (MitarbeiterInnen des IAB)
 Tillmann, Franz; Gehne, Carsten: Situation ausgegrenzter Jugendlicher. Expertise unter Einbezug der Perspektive der Praxis, Ratingen 2012.
 Wagner, Thomas: Wer nicht hören will muss fühlen!, Stand 25.11.2010, .
 Zahradnik, Franz; Franziska Schreyer, Götz Susanne: Und dann haben Sie mir alles gesperrt. Sanktionierender Wohlfahrtsstaat und Lebensläufe junger Arbeitsloser, in: Mansel, Jürgen; Speck, Karsten (Hrsg.): Jugend und Arbeit. Eine Bestandsaufnahme und Analysen, Weinheim 2012. (MitarbeiterInnen des IAB)

Rechtskommentare:

• Berlit, Uwe: Diskriminierung von Jugendlichen bei Hartz-4-Sanktionen beseitigen, in: Soziale Sicherheit 4/2010, S.124.
• Davilla, Sofia: Die schärferen Sanktionen im SGB II für Hilfebedürftige unter 25 Jahren – ein Plädoyer für ihre Abschaffung, in: Die Sozialgerichtsbarkeit 10/10, S.557-564.
• Geiger, Udo: Wie sind personenübergreifende Sanktionsfolgen auf der Grundlage der geltenden Fassung von § 31 SGB II zu verhindern?, in: info also – Informationen zum Arbeitslosenrecht und Sozialhilferecht, 01/2010, S.3-7.
• Grießmeier, Nicolas: Der disziplinierende Staat. Eine kritische Auseinandersetzung mit Sanktionen bei Arbeitslosengeld II-Beziehern aus der Sicht der Sozialen Arbeit und der Menschenrechte, Grünwald 2012.
• Lauterbach, Klaus: Das Sanktionssystem im SGB II, in: Neue Justiz, Nr. 26 6/2008, S. 241–248.
• Münder, Johannes (Hrsg.): Sozialgesetzbuch II. Grundsicherung für Arbeitssuchende. Lehr- und Praxiskommentar, Baden-Baden 2007.
• Neskovic, Wolfgang; Erdem, Isabel: Zur Verfassungswidrigkeit von Sanktionen bei Hartz IV, in: Die Sozialgerichtsbarkeit 03/12, S.134-140
• Strömer, Jens: Der Krankenversicherungsschutz von Hilfebedürftigen, in: Die Sozialgerichtsbarkeit 02/2010, S.64-67.
• Thomé, Harald; Jäger, Harald: Leitfaden für Alg II/Sozialhilfe von A-Z., Frankfurt 25 2008.

Zur Verteilung von Sanktionen sowie zur Wirksamkeit von Sanktionen im Sinne einer Arbeitsmarktintegration:

• Boockmann, Bernhard; Thomsen, Stephan L.; Walter, Thomas: Intensifying the Use of Benefit Sanctions – An Effective Tool to Shorten Welfare Receipt and Speed up Transitions to Employment? ZEW Discussion Paper 09-072, 2009.
• Grießmeier, Nicolas: Der disziplinierende Staat. Eine kritische Auseinandersetzung mit Sanktionen bei Arbeitslosengeld II-Beziehern aus der Sicht der Sozialen Arbeit und der Menschenrechte, Grünwald 2012.
• Hillmann, Katja; Hohenleitner, Ingrid: Impact of Benefit Sanctions on Unemployment Outflow – Evidence from German Survey Data, 2012 HWWI Research Paper 129.
• Kumpmann, Ingmar: Im Fokus: Sanktionen gegen Hartz-IV-Empfänger: Zielgenaue Disziplinierung oder allgemeine Drohkulisse?, in: Wirtschaft im Wandel 6/2009, S. 236-239.
• Oschmiansky, Frank; Müller, Kai-Uwe: Regional uneinheitlich: Wie die Sanktionspolitik der Bundesagentur für Arbeit umgesetzt wird, in: WZB-Mitteilungen, Heft 114, Dezember 2006, S.25 – 28.
• Schneider, Julia: Activation of welfare recipients: Impacts of selected policies on reservation wages, search effort, re-employment and health, Onlinedissertation 2009, aufgerufen am 28.08.2012, http://www.diss.fu-berlin.de/diss/servlets/MCRFileNodeServlet/FUDISS_derivate_000000008136/DissertationJuliaSchneider2010_fin.pdf;jsessionid=6477F5127B6C81DDE1F33E0E894E9232?hosts=
• Wolff, Joachim; Moczall, Andreas: Übergänge von ALG-II-Beziehern in die erste Sanktion. Frauen werden nur selten sanktioniert, in: IAB-Forschungsbericht 11/2012.

Stand 01/2013

Ethnologie und Soziale Arbeit – „Über Kartographie, Freiraum und das Unmittelbare in Stadt und Welt“

Ein sehr interessanter Artikel von Magnus Treiber: Ethnologie als Bezugswissenschaft der Sozialen Arbeit.
Über Kartographie, Freiraum und das Unmittelbare in Stadt und Welt
http://www.socialnet.de/materialien/140.php

Zusammenfassung: „Ethnologie und Soziale Arbeit sind fachhistorisch verschiedene Wege gegangen, finden jedoch nicht nur gemeinsame Ursprünge in der Stadtforschung und geteilte Arbeits- und Themenfelder in einer zusammengerückten Welt. In ihrem Selbstverständnis müssen sie sich auch gleichermaßen mit grundsätzlicher Ethik und dem Problem des Handelns auseinandersetzen.“ (Magnus Treiber: Ethnologie als Bezugswissenschaft der Sozialen Arbeit. Über Kartographie, Freiraum und das Unmittelbare in Stadt und Welt. Veröffentlicht am 09.06.2012 in socialnet Materialien unter http://www.socialnet.de/materialien/140.php, Datum des Zugriffs 18.06.2012. )

Literaturliste & Link

Eine aktualisierte Literaturliste zum Verhältnis von Politik und Sozialer Arbeit zusammengestellt von der Fachgruppe „Politik Sozialer Arbeit“ der Deutschen Gesellschaft für Soziale Arbeit findet sich zum Download hier:

http://www.dgsainfo.de/fileadmin/dateiablage/fg_politik/Liste-Literatur-120602.pdf

Eine informative Seite findet sich auch hier (radical social work) http://www.rankandfiler.net/. An dieser Stelle noch einmal der Hinweis auf das Fachbuch Reisch, Michael; Andrews, Janice: The road not taken. A history of radical social work in the United States, New York 2002, hier wird die historische „Rank & File“-Bewegung ausführlich beschrieben.

Aufsatz von Roy Bailey, Mike Brake so von 1980 aus M. Brake & R. Bailey (Eds.), Radical social work and practice (pp. 7-25). London Edward Arnold. Ein echter Klassiker!
http://www.historyofsocialwork.org/PDFs/1980%20Radical%20social%20work%20OCR%20C.pdf

Projekt „Widerstand in der Sozialen Arbeit“

Sozialpädagoginnen und Sozialpädagogen, Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter im Widerstand gegen die nationalsozialistischen Verbrechen

Weitere Infos hierzu:
http://fhws-fas.de/de/2010-07-10-15-49-12.html?task=viewpage&user_id=75&pageid=74

Ergänzend diesbezüglich aus einem E-Mail Aufruf von Prof. Amthor: „Da wir noch mehr verschüttete Informationen
und nicht bekannte Lebensgeschichten vermuten,
möchten wir diese sammeln und Sie darum bitten,
uns über Ihnen bekannte Personen zu informieren,
die in unserer Berufsgruppe Widerstand ausgeübt
haben. Wir möchten Sie ermutigen, mit einem kollegialen
Portrait, das maximal zwei Heftseiten umfassen
sollte, zu unserer Serie beizutragen. In unserem
Redaktionsteam werden wir dann eine Einigung herbeiführen,
wie die Beiträge gewichtet, strukturiert
und auf die Ausgaben der Fachzeitschrift verteilt
werden können.“
Weitere Infos auch in der Fachzeitschrift Soziale Arbeit 5/2012

Leseempfehlungen: „Another Social Work is Possible!’ Reclaiming the Radical Tradition“ und „Schwarzbuch Soziale Arbeit“

1.
Zum freien Downlaod (über den Indosow -Promotionsstudiengang Social Work) gibt es eine Publikation: „Theories and methods of Social Work“.
Diese beinhaltet einen sehr interessanten Text zu „radical social work“ (im Deutschen mit „kritische Soziale Arbeit“ zu übersetzen) von Iain Ferguson, der auch zwei Bücher zum Thema publiziert hat. Der Titel seines Artikels lautet „Another Social Work is Possible!’ Reclaiming the Radical Tradition“ (pdf S.81-99)
http://www.google.de/url?sa=t&rct=j&q=radical%20social%20work&source=web&cd=31&ved=0CCMQFjAAOB4&url=http%3A%2F%2Fwww.indosow.net%2Findex.php%3Foption%3Dcom_rokdownloads%26view%3Dfile%26task%3Ddownload%26id%3D13%253Atheories-and-methods-of-sw%26Itemid%3D114&ei=K6PgTvSyEcaq-gaz1N3fBQ&usg=AFQjCNEy4KzL6t2Qlbu6SdzIv043xBzEKg&cad=rja

2.
Das „Schwarzbuch Soziale Arbeit“ erscheint dieser Tage in einer 2. und überarbeiteten Auflage. Die Autorin Prof. Mechthild Seithe ist eine der Hauptorganisatorinnen der Tagung kritischer Sozialer Arbeit „Aufstehen. Widersprechen. Einmischen.“ im Juli 2011 in Berlin gewesen. Bereits die erste Auflage kann als ein Standartwerk zur aktuellen Lage der Sozialen Arbeit gesehen werden (inkl. Arbeitsbedingungen Sozialer Arbeit). Eine Rezension der ersten Ausgabe findet sich z.B. hier http://www.socialnet.de/rezensionen/9482.php

Vorbemerkung

Die auf dieser Informations- und Diskussionsplattform  veröffentlichten Einzelartikel spiegeln nicht zwangsläufig die Meinung des gesamten AK wider. Einzelne Artikel stehen in Verantwortung des jeweiligen Autors/der jeweiligen Autorin. Eingestellte Positionspapiere sind im AK Konsens.


Mitglieder des AK und auch externe PErsonen haben auf Anfrage die Möglichkeit Artikel zu publizieren.

Über uns – Selbstverständnis (vorläufige Entwurfsfassung)


Arbeitskreis kritische Soziale Arbeit – München

 

Wer wir sind

Der Arbeitskreis „Kritische Soziale Arbeit“ (Ak KriSo) ist ein Zusammenschluss von in der Sozialen Arbeit tätigen Einzelpersonen im Großraum München.

Jede Person die Interesse hat kann sich gerne an einzelnen Veranstaltungen, temporär und natürlich auch langfristig am AK beteiligen.

Auch uns „eint weder Ideologie noch ein Konsens in Theorie, sondern das Bemühen um Formulierung und Realisierung von Perspektiven kritischer Sozialer Arbeit.“[1]

 

Ausgangslage

Wir stellen fest:

  • Soziale Probleme und Ihre – oft auch gesellschaftlichen – Ursachen, die Praxis Sozialer Arbeit (inkl. der Methoden), die „Aufträge“ an die Soziale Arbeit (Stichwort: „Monomandat von oben“ vs. „doppeltes Mandat“ vs. “Tripelmandat“) und die Ziele Sozialer Arbeit mit den davon verbundenen Werten  werden nicht ausreichend kritisch reflektiert.
  • Soziale Probleme werden mit der Durchsetzung neoliberaler Ideen zunehmend individualisiert[2]“.
  • Bestimmte Bevölkerungsgruppen werden ausgegrenzt und stigmatisiert – mitunter auch von Seiten der Sozialen Arbeit.

 

In Anbetracht dessen hat sich im März 2011 der „AK KriSo – München“ gegründet.

 

Unsere Ziele

  • Eine kritische Auseinandersetzung mit der bestehenden (Sozialarbeits-)Praxis sowie den gesellschaftlichen Rahmenbedingungen der Sozialen Arbeit. Dies beinhaltet u.a. Diskussionen zu Macht(strukturen), zu Ausgrenzung & Diskriminierung[3], zu (strukturellen) Ungerechtigkeiten und zur Legitimität bestimmter Praxen – sowohl im Allgemeinen wie auch am konkreten Einzelfall.
  • Bewusstseinsbildung bei in der Sozialen Arbeit tätigen Personen, PolitikerInnen und der MitgliederInnen unserer Stadtgesellschaft
  • Veränderungsprozesse initiieren/Perspektiven entwickeln/Alternativen aufzeigen/

 

 

Unsere Umsetzungsstrategien (Auswahl)

Kritische Reflexion (Themenabende/ggfls. Fachtage/ggfls. Publikationen)

Positionierung zu (sozial-)politischen Entwicklungen, Entscheidungen und Ereignissen innerhalb der Sozialen Arbeit und der Politik des Sozialen

Kampagnen (z.B. Lobbying/Öffentlichkeitsarbeit)

Ggfls. Recherche

Ggfls. Forschung

Ggfls. Vernetzung (z.B. Bündnis „München Sozial“, AKS-DT)



[1] Übernommen von http://www.kritischesozialearbeit.de/

[2] vgl. z.B. Mäder 2006, S.207.

[3] Unter Berücksichtigung unterschiedlicher Diskriminierungsformen wie z.B. ageism, sexism, racism, antiziganism, ableism, classicism.