Archiv der Kategorie: AK-Intern

Nächstes offenes AKS Plenumstreffen

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

Die nächsten offenen Treffen des AKS finden statt: am 26.09.2019 und 17.10. in der BALANSTRAßE 34, Nähe Rosenheimer Platz (ehem. Hein Gericke), wie üblich jeweils ab 19 Uhr.
Auch Interessierte und neue Mitstreiter*innen sind herzlich eingeladen teilzunehmen.

AKS Plenum

Die nächsten Treffen des offenen Plenums (Jede/r ist Willkommen):

16.05. 19 Uhr und 06.06. 19 Uhr in der BALANSTRAßE 34, Nähe Rosenheimer Platz (ehem. Hein Gericke)

Unser Themen sind aktuell:

Drogentotengedenktag, Ankerzentren, Organisation eines Fachtags, Tagungen,  Kampagnen – und Bündnisarbeit (aktuell #ausgehetzt, Solidarity City, Ankerwatch), Fachkräftegebot/dienstherreneigener Studiengang/duales Studium und alles was noch eingebracht wird

 

Aktuelle Themen des AKS

Der AKS bereitet für September 2019 einen Fachtag für Sozialarbeiter*innen im Großraum München an der KSH vor.  Als Hauptreferentin hat Prof. Staub-Bernasconi zugesagt. Die staatliche Hochschule hatte eine Raumanmierung zunächst abgelehnt, da der Fachtag zu politisch sei, wäre aber nach längerer Diskussion bereits dies neu zu Prüfen. Nähere Infos in Kürze.

Ansonsten beteiligt sich der AKS aktuell an Bündnissen zu „Ankerzentren„, bei „Solidarity City“ und #ausgehetzt.

Gemeinsam werden  Tagungen und Vernetzungstreffen besucht (u.a. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Soziale Arbeit 04/2019, AKS -Regionalgruppentreffen in Aachen 09/2019, Vernetzungstreffen kritischer Gruppen aus der Schweiz, ÖSterreich und Deutschland 05/2019, Theoriewochenende in Tirol 06-07/2019).

Redebeiträge bzw. Workshops sind u.a. beim Drogentotengedenktag 2019 und bei Tagungen geplant.  Vorlesungen zu Sozialpolitik und kritischer Sozialer Arbeit werden an verschiedenen Hochschule realisiert.

Jede(r) ist bei unseren Plenumstreffen willkommen: Die nächsten offenen Treffen des AKS finden statt: am 21.03.2019, 11.04.2019, 16.05.2019 in der BALANSTRAßE 34, Nähe Rosenheimer Platz (ehem. Hein Gericke), wie üblich jeweils ab 19 Uhr.

 

Neues Selbstverständnis vom AKS München

Wir haben nach fast einjähriger Diskussion gestern im Plenum unser neues Selbstverständnis verabschiedet:

Als Pdf hier: Selbstverständnis_AKS_Muenchen_März2018-Endversion

Präambel: Unser Selbstverständnis dient als Basis für das gemeinsame Arbeiten. Es kann und soll deshalb in einem fortdauernden Prozess an veränderte Rahmenbedingungen unserer Arbeit und Veränderungen der politischen Landschaft angepasst werden.

Wer wir sind
Der „Arbeitskreis Kritische Soziale Arbeit München“ (AKS München) ist ein Zusammenschluss von in der Sozialen Arbeit Tätigen, Studierenden und Lehrenden im Großraum München. Der AKS München gründete sich im März 2011 in der Denktradition der Kritischen Sozialen Arbeit, deren Wurzeln bis in die
späten 1960er-Jahre zurückreichen. Der AKS München arbeitet unabhängig, steht jedoch in Verbindung mit emanzipatorischen Bewegungen, den Arbeitskreisen Kritischer Sozialer Arbeit im In- und Ausland und Gewerkschaften. Die regulären monatlichen Treffen stehen allen Interessierten offen.

Was wir unter Kritischer Sozialer Arbeit verstehen

Als Sozialarbeiter*innen arbeiten wir häufig mit Menschen in schwierigen Lebenssituationen. Als kritische Sozialarbeiter*innen begreifen wir „Soziale Probleme“ nicht über individuelle Zuschreibungen, sondern verweisen auf konkrete gesellschaftliche Bedingungen als Ursache für deren Entstehung: die zunehmende Neoliberalisierung von Politik und Gesellschaft, die Privatisierung von öffentlichen Räumen und Angeboten, wirtschaftliche Krisen, prekäre Arbeitsbedingungen, Umweltzerstörung, Krieg und Flucht. Hieraus ergeben sich Ausgrenzungs- und Ausschlussprozesse, gesellschaftliche Entsolidarisierung, wachsende Ungleichheit und prekäre Lebensbedingungen; die sozialen Sicherungssysteme werden – politisch gewollt – ausgehöhlt. Parallel dazu erleben wir eine zunehmende Überwachung und den Ausbau repressiver ordnungspolitischer Maßnahmen.
Zu unserem Verständnis von Kritischer Sozialer Arbeit gehört die Problematisierung von Machtstrukturen, die diesen Prozessen zugrunde liegen; wir fragen auch, inwieweit wir als Sozialarbeiter*innen diese reproduzieren. Soziale Arbeit als Profession bewegt sich in einem etablierten System aus staatlichen Rahmenbedingungen, ideologischen Vorgaben von Trägern und Kirchen, Gesetzen und Marktmechanismen; innerhalb dieses Systems etabliert Soziale Arbeit immer wieder
erfolgreich progressive und emanzipatorische Arbeitsansätze und Methoden wie die Gemeinwesenarbeit, parteiische Frauen- und Mädchenarbeit und akzeptierende Suchthilfe. Sozialarbeiter*innen sehen sich zunehmend mit Wirtschaftlichkeits- und Effizienzansprüchen konfrontiert und weiterhin teilweise
prekären Beschäftigungsverhältnissen und Arbeitsbedingungen ausgesetzt. Als kritische Sozialarbeiter*innen analysieren und hinterfragen wir die gängige professionelle Praxis unter diesen Aspekten.

Wofür wir uns einsetzen
Wir setzen uns dafür ein, strukturelle Ungleichbehandlung, Ausschluss- und Diskriminierungsprozesse sichtbar zu machen und ihnen entgegenzuwirken. Unsere Arbeit will informieren, provozieren und Befreiungshandeln anstoßen; gemeinsam setzen wir uns aktiv und widerständig für benachteiligte Menschen ein. Indem wir Zusammenhänge benennen, Bildungsprozesse anstoßen und Öffentlichkeit generieren, erzeugen wir ein kritisches Bewusstsein bei den Adressat*innen Sozialer Arbeit und im Bereich der Sozialen Arbeit tätigen, lehrenden und studierenden Personen, Politiker*innen und den Mitgliedern unserer Stadtgesellschaft; wir erarbeiten Handlungsalternativen, entwickeln Perspektiven und stoßen widerständiges Handeln und Veränderungsprozesse an.

Konkrete Aktivitäten:
• Kritische Reflexion (Themenabende, Fachtage, Publikationen, Recherche, Unterstützung
kritischer Forschung)
• Positionierung zu (sozial-)politischen Entwicklungen, Entscheidungen und Ereignissen innerhalb
der Sozialen Arbeit und der Politik des Sozialen (Kampagnen, Öffentlichkeitsarbeit,
Aufklärungsarbeit)
• Aufbau von Gegenmacht durch Vernetzung und Bündnisarbeit unter anderem mit
Betroffenengruppen, Gewerkschaften, Verbänden, Wissenschaft und Hochschule,
Ansprechpartner*innen in Medien, Parlamenten und Parteien, thematischen Bündnissen oder
Initiativen
• Solidarität bekunden mit Menschen in sozialen Schwierigkeiten
Themenbereiche unserer Arbeit aus den letzten Jahren:
• Staatliche Eingriffe in die Asylsozialberatung in Bayern
• Diskriminierung im kirchlichen Arbeitsrecht
• Dienstherreneigene Studiengänge Sozialer Arbeit
• Fachliche Beratung zum Rechtsdienstleistungsgesetz
• Kritische Begleitung der Einführung „Wirkungsorientierter Steuerung“ in der Kinder- und
Jugendhilfe in München
• Kritische Auseinandersetzung mit dem Ausbau der geschlossenen Unterbringung durch die
Jugendhilfe
• SGBVIII-Reform
• u. v. m.