Kategorie-Archiv: AK-Intern

Öffentliche Veranstaltungen im Rahmen des AKS Bundestreffens

Im Rahmen des Bundestreffens der Arbeitskreise kritische Sozialer Arbeit finden zwei öffentliche Veranstaltungen statt.

Flyer (pdf) mit dem Programmablauf aks-bundestreffen-endversion

Freitag 11.11.2016 im Haus Gorod. Beginn 18 Uhr
Vortrag und Diskussion:
Prof. Nivedita Prasad (Alice Salomon Hochschule Berlin, Leiterin des Studiengangs Soziale Arbeit als Menschenrechtsprofession)
„Soziale Arbeit mit Geflüchteten – Professionelle Standards und sozialpolitische Basis“

Die Soziale Arbeit sieht sich aufgefordert, rechtliche Festlegungen, auf deren Grundlage Menschen das Recht auf Aufnahme, Schutz und Unterstützung verwehrt wird, kritisch zu
hinterfragen. Das gilt gleichermaßen für die generelle Schlechterstellung wie für aktuell stattfindende Entrechtungen, vernachlässigende Unterstützung sowie für aufenthaltsbeendende
Maßnahmen (sog. freiwillige Ausreisen und Abschiebungen). Soziale Arbeit muss sich angesichts der strukturellen Rahmenbedingungen positionieren und sich u.a. der Erwartung verweigern, an der Durchsetzung aufenthaltsbeendender Maßnahmen mitzuwirken.
Veranstaltungsort: Haus Gorod. Hansastraße 181, 81373 München (U-Bahnhaltestelle Harras). Der Einlass ist wg Platzkapazitäten beschränkt.

Samstag 12.11.2016 im DGB Haus München. Beginn 20 Uhr
Vortrag und Diskussion:
Prof. Stephan Lessenich (LMU München, Institut für Soziologie)
„Das Ende der Behaglichkeit? Soziale Arbeit im Zeichen der
Aktivgesellschaft“

„Aktivierung“ lautet hierzulande seit mindestens einem Jahrzehnt die
Leitidee politischer Intervention in gesellschaftliche Verhältnisse: Auf
dass es keine soziale Passivität mehr gebe. Vom „Fördern und Fordern“ der eigentätigen Herstellung von Beschäftigungsfähigkeit und der privaten Alters- und Gesundheitsvorsorge bis zum alltäglichen Hohelied auf individuelle „Eigenverantwortung“ und bürgerschaftliches „Engagement“ reichen die politischen Anrufungen des Aktivsubjekts: Was zählt, ist die individuelle Bewegung zum Wohl der persönlichen Entwicklung und des gesellschaftlichen Fortschritts. Stillstand ist Rückschritt, Passivität der Tod – Aktivität hingegen das Leben, Bewegung das Zeichen der Zeit. Wir leben in einer Gesellschaft der permanenten, verallgemeinerten gesellschaftlichen Mobilmachung.

Vor diesem Hintergrund müssen die jüngeren politischen Debatten um Migration und Flucht, um die Aufnahme und Integration von Geflüchteten verwundern. Eigentlich ist der „Flüchtling“ der soziale Prototyp des Aktivsubjekts, das Mensch gewordene Paradebeispiel des „unternehmerischen Selbst“. Dinge angehen, auf die Zukunft setzen, kein Risiko scheuen: Wer würde diese Charaktereigenschaften und Verhaltensorientierungen überzeugender verkörpern und eindrucksvoller
repräsentieren als der Flüchtende, die Geflüchtete? Gleichwohl hat man entsprechende Lobeshymnen auf den zeittypischen „Fremden“ – als Vorbild für Eigenverantwortung und Selbststeuerung, als Held des Alltags in der Aktivgesellschaft, als unternehmerisches Selbst par excellence – einstweilen noch nicht gehört. Ganz im Gegenteil: In der Regel gilt er uns vielmehr als Belastung und Bedrohung, ja geradezu als Heimsuchung.

Der Flüchtling und die Geflüchtete stehen für die Signatur unserer Zeit:
für Mobilität und den Zwang zur Bewegung, für das Ende der Behaglichkeit und den Sprung ins kalte Wasser, für die Nötigung zur Risikobereitschaft und die Möglichkeit des – im Zweifel existenziellen – Scheiterns.

Veranstaltungsort: DGB Haus, Schwanthalerstraße 64, 80336  München
(U-Bahnhaltestelle Hauptbahnhof)

Zudem besteht die Möglichkeit der Teilanahme an folgenden Workshops, ohne für die ganze Tagung angemeldet zu sein:

aks-workshop-asd-rsd-bsa

sowie:
Kirchliches Arbeitsrecht in der Kritik: Weg mit dem diskriminierenden Arbeitsrecht bei den Kirchen und ihren Wohlfahrtsverbänden!
workshop-kirchen-aks-bundestreffen

AKS Bundestreffen – Save the date

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AKS Bundestreffen

München 11.11.2016-13.11.2016

„Solidarität statt Ausgrenzung – Ansätze kritischer Sozialer Arbeit“

Rechte Bewegungen erstarken. Rassistische Positionen werden salonfähig.
Sozialarbeiter*innen können im Flüchtlingskontext fast nur noch „Krisenmanagement“ leisten: Unter den bestehenden Rahmenbedingungen (Asylpaket 1&2) ist die Handlungsfähigkeit für Professionelle und Betroffene strukturell bedingt nur noch beschränkt gegeben.
Gleichzeitig rücken andere übergeordnete Themen wie z.B. Arbeitslosigkeit und die Verteilungsfrage aus dem Blick- und Diskussionsfeld. Ökonomische Dimensionen sozialer Problemlagen werden auch innerhalb unserer Profession spätestens in der Praxis fast völlig ausgeblendet. Von prekären Arbeitsbedingungen sind wir als Sozialarbeiter*innen oft auch selbst betroffen.
Für eine kritische Soziale Arbeit stellt sich – weiterhin – die Frage, wie und mit welcher Haltung wir in der Praxis arbeiten wollen, welche Ziele wir vertreten und wie wir uns politisch einmischen können.
Wir wollen auch diskutieren, wie wir uns im Alltag organisieren können, um gesund und solidarisch in der Praxis bestehen zu können.

Viele dieser Fragen werden schon lange in den einzelnen Arbeitskreisen kritischer Sozialer Arbeit debattiert.
Wir laden zum Bundestreffen alle AKS-Gruppen sowie alle Interessierten zu einem gemeinsamen Austausch ein.

Making the difference!

Liebe Mitstreiterinnen und Mitstreiter,

Wie vereinbart findet das diesjährige Bundestreffen der Arbeitskreise kritischer Sozialer Arbeit in München statt.
Wir freuen uns über Voranmeldungen an kritischesozialearbeit@gmx.de. Dies erleichtert uns eine gute Planung!

Zum Ablauf:

Die Tagung beginnt am Freitagnachmittag, den 11.11.2016, und dauert bis Sonntag den 13.11.2016 13 Uhr.
Neben der Möglichkeit eines allgemeinen Austauschs, wird es eine ganze Reihe von Workshops geben.
So ihr als Einzelperson oder Gruppe einen Workshop gestalten wollt, gebt uns bitte möglichst bald Bescheid.
Unsererseits planen wir folgende Themen aufzugreifen (Auswahl): kirchliche Arbeitgeber/ Esoterik und Soziale Arbeit/ Krise, Krieg, Prekariat und unsere Rolle als Sozialarbeiter*in/ Umgang mit Rassismus/Klassismus etc. im Kollegenkreis/Arbeitsbelastung ASD/ Totale Institutionen und Soziale Arbeit (mit einem Aktivisten & selbst betroffenen „Regensburger Domspatz“)/Ombudsstellen in der Jugendhilfe etc.

Wir empfehlen für München grundsätzlich eine frühzeitige Hotelreservierung!
Zudem werden wir eine kleine „Schlafplatzbörse“ organisieren.

Für die Teilnahme an der Tagung werden wir vermutlich um einen geringen Unkostenbeitrag (unter 25€) bitten.

Wir freuen uns auf Euch. Mit solidarischen Grüßen,

AKS München

http://www.aks-http://www.aks-muenchen.de/wp-content/uploads/AKS-Bundestreffen-Save-the-date-11.11.2016-bis-13.11.2016.pdf.de/wp-content/uploads/AKS-Bundestreffen-Save-the-date-11.11.2016-bis-13.11.2016.pdf

AKS- Termine

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– An diesen Donnerstag (25.02.) trifft sich um 19Uhr bei Taki ( Sankt Paulstr. 3, nähe HBF/DGB Haus) die Arbeitsgruppe „Berufsfremde“ zur Vorbereitung der nicht-öffentlichen Veranstaltung am 15.03.
– am 06.03. (Sonntag!) trifft sich die Arbeitsgruppe „Bundestreffen AKS“ ab 13 Uhr (!) bis zum frühen Abend – Ort auf Anfrage. Hier bereiten wir unser Bundestreffen im November weiter vor.
– am 15.03. (Dienstag) findet unser nicht-öffentliches Fachgespräch „Berufsfremde“ mit der Sozialreferentin, ArbeiternehmervertreterInnen und Geschäftsführern statt.
– am 17.03. findet ab 19 Uhr das nächste reguläre AKS-Treffen statt (Ort: „bei Taki“ Sankt Paulstr. 3, nähe HBF/DGB Haus)

AKS – Bundestreffen in München – Save the date

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Das Bundestreffen der Arbeitskreise kritischer Sozialer Arbeit findet in München vom 11.11.2016 bis 13.11.2016 statt.
Wo? Hochschule München für angewandte Sozialwissenschaften, Am Stadtpark 20, 81243 München

Im März werden wir aller Vorausicht nach ein Fachgespräch zum Thema „Fachfremde in der Sozialen Arbeit“ realisieren.
Anfang April ist eine Exkursion nach Bristol angedacht. Hier werden wir Einrichtungen besuchen, sowie die Jahrestagung vom Social Work Action Network mit dem Titel: „Radical social work in the 21st century: Developing new strategies and building coalitions of resistance“.

AKS-Neuigkeiten

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Das nächste offene Treffen des AKS finden am Donnerstag, den 12.11.2015, ab 19 Uhr statt (Ort:“bei Taki“ Sankt Paulstr. 3, nähe HBF/DGB Haus).
Aktuell beschäftigen wir uns u.a. mit dem Thema „Fachfremde“ in der Sozialen Arbeit und verfassen diesbezüglich einen offenen Brief/Fragekatalog an die freien Träger und die Stadt München.
Beim AKS- Bundestreffen in Bochum wurde letztes Wochenende beschlossen, dass München der nächste Tagungsort sein wird. Somit sind wir im November 2016 Gastgeber vom dreitägigen Bundestreffen der AKS-Regionalgruppen und beginnen bereits jetzt mit den ersten Planungen.
Mehr Informationen – insbesondere zu lokalen Entwicklungen – wie üblich auf Facebook: https://www.facebook.com/pages/AKS-M%C3%BCnchen/759447974127591

Externe Hinweise:
– Berufspolitischer Fachtag an der KSFH am 25.11.2015: http://www.ksfh.de/files/Soziale%20Arbeit%20M%C3%BCnchen/Fachtag.pdf

Diverses

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Nachtrag: Nächste Treffen am 20.08. und 17.09.

Einige Neuigkeiten und Links zu aktuellen Entwicklungen in München
– Das nächste offenen Treffen vom AKS findet am 16.07.2015 ab 19 Uhr statt (Ort: „bei Taki“ Sankt Paulstr. 3, nähe HBF/DGB Haus). Thema werden u.a. die aktuellen Tarifauseinandersetzungen sein (und alle Themen die sonst noch eingebracht werden). Zu den Tarifverhandlungen wollen wir uns positionieren: Ein Flyer mit dem AKS-Aufruf das Schlichtungsergebnis abzulehnen ist in Arbeit.
Münchner Wirtschaftskrimi beim kirchennahen Münchner Sozialkonzern Augustinum?
http://www.sueddeutsche.de/muenchen/senioren-stift-wirtschaftskrimi-um-das-augustinum-1.2541971
http://www.sueddeutsche.de/muenchen/der-fall-augustinum-schwer-verdaulich-1.2541645?reduced=true
http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/augustinum-pfingst-botschaft-1.2492816
Handreichung „zur Gesundheitsversorgung von Flüchtlingen in München“
http://www.regsam.net/newsletter-data/KW26/Info3.pdf
Zum Stand der Tarifverhandlungen:
http://www.sueddeutsche.de/muenchen/nach-dem-kita-streik-das-soll-alles-umsonst-gewesen-sein-1.2538170
Stadtratsantrag von Hut/FDP: Diskriminierung von jeglicher sexueller Orientierung unterbinden http://www.ris-muenchen.de/RII/RII/DOK/ANTRAG/3651155.pdf

– Mehr Informationen wie üblich auf Facebook: https://www.facebook.com/pages/AKS-M%C3%BCnchen/759447974127591

Nächstes monatliches AKS-Treffen & aktuelle Links

Das nächste offene Treffen vom AKS findet statt am Donnerstag 21.05.2015 ab 19 Uhr (Ort: „bei Taki“ Sankt Paulstr. 3, nähe HBF/DGB Haus, U-bAhn Therwsienwiese).
Unser Filmabend letze Woche war gut besucht.
AKS bei Facebook: https://www.facebook.com/pages/AKS-M%C3%BCnchen/759447974127591?ref=bookmarks

Ein paar aktuelle Links (mehr bei Facebook):
Gefällt uns gar nicht: Caritas Holzkirchen:
Lesbische Hortleiterin der Caritas muss gehen
http://www.queer.de/detail.php?article_id=23619

Gefällt uns: „Diskriminierung sexueller Orientierung unterbinden“ – Presseservice der Fraktion für Freiheitsrechte, Transparenz und Bürgerbeteiligung (FDP – HUT – Piraten) im Münchner Stadtrat
http://www.freiheitsrechte-transparenz-buergerbeteiligung.de/nW7484/Diskriminierung+sexueller+Orientierung+unterbinden

Gefällt uns: Info zur Aktionsgruppe Sozialdienst München im Kontext des anstehenden Erzwingungsstreiks:
http://muenchen.verdi.de/themen/sue/sd

Gefällt uns gar nicht: Pressemitteilung der Initiative Zivilcourage, 26.4.2015
Kuhhandel im Stadtrat: Öffentliche Mittel für Privatsherriff am Tagelöhnermarkt genehmigt
http://inizivi.antira.info/

Der AKS bei Facebook


https://www.facebook.com/pages/AKS-M%C3%BCnchen/759447974127591?ref=bookmarks

Und ein Kommentar von 1927:
„Gefährlicher noch als die sozusagen polizeilich militärische Form des Autoritätsdünkels ist die schulmeisterlich-gönnerische, ist die Haltung, durch die der Wohlfahrtspfleger sich über seine bedürftigen Klassengenossen erhebt. Der sozialistische Wohlfahrtspfleger sollte daher stets mit voller Deutlichkeit zum Ausdruck bringen, daß er nur öffentliche Gelder vermittelt und daß auch seine persönliche Arbeit keine dem Einzelnen geleistete Wohltat ist, sondern pflichtgemässiger Dienst an der Gemeinschaft und ebenso wenig Anspruch auf Dank als auf Bevormundung des Unterstützungsbedürftigen verleiht,
Henrique, Clara (1927): Psychologische Schwierigkeiten und Möglichkeiten sozialistischer Wohlfahrtspflege

AKS -Diverses

– Die nächsten offenen Treffen des AKS finden statt: Am 4.12., 22.01.2015 und 19.02.2015 ab 19 Uhr (Ort: jeweils „bei Taki“ Sankt Paulstr. 3, nähe HBF/DGB Haus)
– Zum Jahresabschluss treffen wir uns am 18.12. wieder beim Pink Christmas am Stephansplatz im Glockenbachviertel zum gemütlichen Glühweintrinken etc.. Treffpunkt ist um 19 Uhr vor der Kneipe Aksnibug (Thalkirchner Straße 16), Nachkommende finden uns sicher auch so.
– Presse zur geschlossenen Unterbringung in der Scapinellistraße: http://www.hallo-muenchen.de/muenchen/m-west/aubing-pasing/heim-gewaltbereite-jugendliche-4420359.html, nicht wirklich mit neuen Infos.

Der aks feiert! 4.07.2014

Was?

Drei Jahre Arbeitskreis kritische Sozialarbeit:

Drei Jahre kritischer und fachlicher Austausch
Drei Jahre Kampf gegen Einsparmaßnahmen, Ausgrenzung, Individualisierung und andere Zumutungen
Drei Jahre öffentliche Veranstaltungen und Diskussionen zu Brennpunktthemen
Drei Jahre voller Aktivität, Engagement und ungefragter Einmischung


Mit wem?

Freundinnen und Freunde
Mitstreiter*nnen
Sympathisant*nnen
Kooperationspartner*nnen

Womit?

Mit Essen und Trinken
Mit Musik und Tanz
Mit einem Liveauftritt von Sqeezebox (Klezmer)
Mit Begeisterung

Wann und wo?

04.07.2014
ab 19 Uhr
„Bei Taki“
St.Paul-Str. 3
80336 München

Unkostenbeitrag
Buffet 5 €
Getränke 2 €

Nur wegen der Planung: Sagt uns wenn möglich doch einfach zu (und ob ihr Essen wollt)! kritischesozialearbeit@gmx.de

Flyer: http://www.aks-muenchen.de/wp-content/uploads/AKS-Einladung-1.jpg

In Planung

u.a. zwei Fachveranstaltungen im Sommer/Herbst (übergeordnete Themen „Jugendhilfe“ und „Armut/SGBII“, werden noch präzisiert), ein Austausch zur wirkungsorientierten Steuerung mit der Stadt München, sowie eine Feier zum dreijährigen Bestehen vom AKS am 04.07.2014.

Die nächsten offenen Termine zu denen alle interessierten Personen herzlich eingeladen sind:  10.04.14,  08.05.14, 26.06.2014 je ab 19 Uhr bei Taki Sankt Paulstr. 3.

Sommer, Sonne – AKS

Am 28. Juli lädt der AKS zu einem sommerlichen Grillen ein.
Treffpunkt ist ab 14 Uhr in der Grillzone vom Hirschgarten. Die Grillzone ist nicht klein, wir werden uns aber schon finden. Sollte das Wetter schlecht werden, wird über die Homepage und Mailingliste über den Ausfall informiert werden.

Nicht ducken – mucken!

Ein Artikel zur AKS-Veranstaltung am 03.04.2013 mit Prof. Frank Bettinger, erschienen in der DDS, findet sich zum Download (PDF) hier: Nicht ducken – mucken!

Anfang April fanden sich etwa 50 Studierende, Lehrende und Praktiker*innen Sozialer Arbeit im Münchner DGB-Haus zu einer gemeinsamen Veranstaltung des »Arbeitskreis Kritische Sozialarbeit München« und der Gewerkschaft Er ziehung und Wissenschaft mit Prof. Dr. Frank Bettinger ein. Titel der Veranstaltung war »Politik, Politisierung und Soziale Arbeit«. (…)
Nicht ducken – mucken!

Leserbrief an den AKS München

Caritas und Diakonie beschränken Berufsausübung für Suchttherapeuten

Die kirchlichen Träger betreiben im Suchtbereich 70-80% aller Beratungsstellen,Kliniken, Nachsorgeeinrichtungen u.s.w. Sie stellen Fachkräfte, wie Sozialarbeiter, Ärzte, Psychologen nur ein, wenn diese Kirchenmitglieder sind und eine religiöse Form der Lebenspartnerschaft nachweisen. Die religionsfreien Träger wie AWO, Rotes Kreuz, DPWV und öffentliche Hand besetzen in ihren Einrichtungen die Arbeitsplätze ausschließlich nach Qualifikation. Über die Hälfte der dort arbeitenden Fachkräfte könnte auch in einer kirchlichen Einrichtung angestellt werden. Mit denjenigen Fachkräften jedoch, die zwar Qualifikation, aber keine kirchliche Zugehörigkeit oder Lebenspartnerschaft vorweisen, können daher in Deutschland nur 10 – 15% der Stellen in Suchteinrichtungen besetzt werden. Gleichwohl werden diese Arbeitsplätze zu 100% von den Krankenkassen, Rentenversicherungen oder mit Steuergeld bezahlt. Ich habe als Leiter einer Suchtklinik oft erlebt, dass Suchttherapeuten auf Stellensuche in eine Kirche eintraten oder wiedereintraten oder ihren Kirchenaustritt dem Finanzamt gegenüber nicht geltend machten, damit er dem Arbeitgeber verborgen blieb. Manchmal haben Mitarbeiter kirchlicher Einrichtungen für qualifizierte Stellenbewerber einen schnellen Alibi-Kircheneintritt organisiert. Nicht alle Suchttherapeuten haben diese Heuchelei über sich gebracht, was für ihre Qualifikation spricht, weil Suchtarbeit der Glaubwürdigkeit bedarf, um wirksam zu sein.
(Autor ist bekannt)

Nächstes AKS-Treffen


Das nächste offene Treffen vom AKS findet statt am: Do 18.04.2013 ab 19 Uhr, Ort: „bei Taki“ Sankt Paulstr. 3, Nähe HBF/DGB Haus
1. Rückblick AKS/GEW-Veranstaltung: „Politik, Politisierung und Soziale Arbeit“ mit Frank Bettinger am 3.4. mit knapp 50 Teilnehmer_innen: Was war gut? Was können wir das nächste Mal besser machen?
2. Wirkungsorientierte Steuerung: Wie geht es weiter, was gibt es für Neuigkeiten, Stand der Dinge Fragenkatalog, DGSA
3. Vorbereitung der Veranstaltung: „Loyal dienen. Diskriminierung im kirchlichen Arbeitsrecht“ am 10.06.:
Neue Fachartikel zum Thema kirchl. Arbeitgeber finden sich nun auch hier http://www.aks-muenchen.de/wp-content/uploads/DDS_04-2013.pdf
4. Sonstige Themen

Vorankündigung: „Politik, Politisierung und Soziale Arbeit“ Vortrag und Diskussion mit Prof. Frank Bettinger

„Politik, Politisierung und Soziale Arbeit“
Vortrag und Diskussion mit Prof. Frank Bettinger

Mittwoch 3. April 2013, 19 Uhr
Ort: DGB Haus, Schwanthalerstraße 64
Veranstalter: AKS – Arbeitskreis kritische Soziale Arbeit München, GEW Stadtverband München, DGB Bildungswerk Bayern Region München

http://www.facebook.com/events/574036922625191/?fref=ts

Aus dem Ankündigungstext:
Die aktuellen gesellschaftlichen und sozialstaatlichen Transformationsprozesse stellen die Soziale Arbeit vor neue Herausforderungen. Die wachsenden sozialen Ungleichheiten, die sich in Arbeitslosigkeit und Armut manifestieren, sowie eine Prekarisierung der Beschäftigungsverhältnisse in der Sozialen Arbeit selbst, werden in Praxis und Wissenschaft mit Sorge beobachtet.
In den letzten Jahren sind bundesweit Arbeitskreise kritischer Sozialer Arbeit entstanden. Diese haben als gemeinsames Ziel die Weiterentwicklung einer kritischen Theorie und Praxis, die sich vom „Mainstream“ der aktuellen Sozialen Arbeit distanziert. Die Mitglieder des AKS eint weder „die eine Weltanschauung“ noch ein einheitliches Theorieverständnis. Es geht vielmehr um die Formulierung und Realisierung von neuen Perspektiven einer kritischen Sozialen Arbeit in der auch die gewerkschaftliche Einbindung eine Rolle spielen.
Frank Bettinger wird von sozialarbeitstheoretischen Überlegungen ausgehend Anregungen für eine kritische Praxis geben.
Gemeinsam wollen wir seine Thesen debattieren.

Kontakt: kritischesozialearbeit@gmx.de

Zwischenstandsbericht

Weiterhin arbeiten wir am Thema „wirkungsorientierte Steuerung“. Wer sich beteiligen möchte ist willkommen. Parallel beschäftigen wir uns noch mit dem Thema „kirchliche Arbeitgeber“. Wir planen eine Veranstaltung hierzu in Kooperation mit DBSH und GEW im Frühsommer. Darüber hinaus ist das in Auftrag gegebene Rechtsgutachten zu Antidiskriminierungsrichtlinien im Vergaberecht bald fertig. Wir gehen damit in eine zweite „Lobbying“-Runde auf kommunaler und Landesebene. Weiterhin sind wir bezüglich kirchlicher Arbeitgeber mit mehreren Parteien im Kontakt.

Artikel zu kirchliche Arbeitgeber & Zusammenfassung des letzten Treffens

Nachtrag 30.12.2012: Artikel welcher in Kooperation mit dem AKS entstanden ist (leider aber nicht erwähnt wird):

http://www.faz.net/aktuell/beruf-chance/kirche-als-arbeitgeber-hauptsache-christ-12000574.html

Kurzzusammenfassung des letzten AK- Treffens: Schwerpunkt war eine erste Einschätzung und Analyse zum Thema „wirkungsorientierte Steuerung“. Dieses Thema wird uns in den nächsten Monaten begleiten. Zudem wird beim Januar-Treffen eine Veranstaltung zum Thema kirchliche Arbeitgeber konkretisiert. Zum Thema „Wohnen“ sei unsere Anfrage an das Wohnungsamt in Arbeit und würde „zeitnah“ beantwortet werden.

http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/wohlfahrtsverbaende-das-kartell-der-gutmenschen-/7448538.html

Neue Termine – NEUER ORT

Unsere nächsten AKS Treffen

NEUER ORT!
Do 22.11.2012 um 19 Uhr („Bei Taki“ Sankt Paulstr. 3 – nähe Hauptbahnhof, bzw. an der U-Bahn Haltestelle Theresienwiese)
Themen:
1. Kampagne „Kirchliche Arbeitgeber
2. „Wohnen“ (u.a. Bericht von einer Veranstaltung)


3. Sonstiges

Do 13. Dezember (Ort noch unklar)
Themen:
1. Kampagne „Kirchliche Arbeitgeber
2. „Wirkungsorientierte Steuerung“ – Input durch Referenten, Analyse und Überlegungen, ob wir hierzu etwas realisieren wollen.
Unter dem Begriff wirkungsorientiere Steuerung wird aktuell das Jugendhilfesystem umorganisiert.
Es stellen sich uns hierbei viele Fragen. u.a. bezüglich der „Wirkungsmessung“ (Erfolgsgrad der Erreichung der Hilfeziele) bzw. der Art und Weise wir dies gemessen wird. Auch stellt sich die Frage, mit Worten von Mechthild Seithe (Schwarzbuch Soziale Arbeit), was mit „ineffizienten Klienten“ passieren wird. Welcher Träger möchte dann noch Klienten in besonders schwierigen Lebenslagen betreuen, bei denen zu messende „Erfolge“ eher mäßig sind? Was bedeutet dies für die MitarbeiterInnen an der Basis. Diese und andere Fragen möchten wir uns stellen.
In einem größeren Kontext gestellt, könnte vermutet werden, dass dies eine weitere Dimension von Ausgrenzung darstellen könnte. Wie zuletzt wieder festgestellt wurde (und wie im AKS bereits vor einenthalb Jahren diskutiert wurde!) entsteht eine neue Bevölkerungsgruppe ohne jeglichen Anschluss an Bildungsinstiutionenen, OHNE Zugriff auf Sozialleistungen etc..
Als Ursache hierfür werden u.a. die Hartz-Gesetze bzw. besonders die Sanktionen im SGB II gesehen: vgl. Bundesarbeitsgemeinschaft Katholische Jugendsozialarbeit (BAG KJS) e.V.: Frank Tillmann/Carsten Gehne
Situation ausgegrenzter Jugendlicher Expertise unter Einbeziehung der Perspektive der Praxis downloadbar hier: http://www.google.de/url?sa=t&rct=j&q=ausgegrenzte%20jgendliche&source=web&cd=1&cad=rja&ved=0CCgQFjAA&url=http%3A%2F%2Fwww.bagkjs.de%2Fmedia%2Fraw%2FDJI_Expertise___Situation_ausgegrenzter_Jugendlicher__Tillmann_Gehne_.pdf&ei=1waUUN2NIM_BswaXnIGQCw&usg=AFQjCNEPGy4N0fPP-ACTZmEnrxZwLJyWDg
3. Sonstiges

„AKS-Sommerfest“ 23.08.2012

Liebe Kolleginnen und Kollegen

Das nächste Treffen findet statt
am 23.08. ab 19 Uhr
im Cafe Mariandl / Goethestraße 51.

Dieses Treffen ist als kleines „Sommerfest“ gedacht.
Es wird lediglich ein kurzes Infoupdate zu den neuesten Entwicklungen bezüglich unserer Planungen geben.

Sicher eine gute Gelegenheit um uns und den AKS kennenzulernen, Ideen zu entwickeln und sich einfach in gemütlicher Atmosphäre auszutauschen.

Wir freuen uns über Euer Kommen!

Neuigkeiten aus dem AK – ein Bündnis wächst

Themen der letzten Treffen waren  „wirkungsorientierte Steuerung“, „Wohnen“ , Tagungsberichte sowie hauptsächlich die „kirchlichen Arbeitgeber„. Hierzu mehr:

Nach einer kurzen Phase der Recherche und Diskussion haben wir uns positioniert (siehe Positionspapier unter „Dokumente“).

Zugleich haben wir an dem Aufbau eines temporären „Bündnisses“ gearbeitet. Hierfür fanden mit unterschiedlichen Organisationen Klärungsgespräche statt. Im Allgemeinen gab es viel positiven Zuspruch. Das Bündnis wächst, aktuell warten wir auf die letzten definitiven Zusagen.

Nun sind wir  in der politischen Aktionsplanung – aus strategischen Gründen wollen wir im Moment dazu jedoch nicht zu viel verraten.

Darüber hinaus ist für Winter eine Veranstaltung zu den kirchlichen Arbeitgebern angedacht, sowie an eine Veranstaltung zu Theorie „kritischer Sozialer Arbeit“.