Kategorie-Archiv: Theorie kritischer Sozialer Arbeit

AKS Bundestreffen – Save the date

balken
AKS Bundestreffen

München 11.11.2016-13.11.2016

„Solidarität statt Ausgrenzung – Ansätze kritischer Sozialer Arbeit“

Rechte Bewegungen erstarken. Rassistische Positionen werden salonfähig.
Sozialarbeiter*innen können im Flüchtlingskontext fast nur noch „Krisenmanagement“ leisten: Unter den bestehenden Rahmenbedingungen (Asylpaket 1&2) ist die Handlungsfähigkeit für Professionelle und Betroffene strukturell bedingt nur noch beschränkt gegeben.
Gleichzeitig rücken andere übergeordnete Themen wie z.B. Arbeitslosigkeit und die Verteilungsfrage aus dem Blick- und Diskussionsfeld. Ökonomische Dimensionen sozialer Problemlagen werden auch innerhalb unserer Profession spätestens in der Praxis fast völlig ausgeblendet. Von prekären Arbeitsbedingungen sind wir als Sozialarbeiter*innen oft auch selbst betroffen.
Für eine kritische Soziale Arbeit stellt sich – weiterhin – die Frage, wie und mit welcher Haltung wir in der Praxis arbeiten wollen, welche Ziele wir vertreten und wie wir uns politisch einmischen können.
Wir wollen auch diskutieren, wie wir uns im Alltag organisieren können, um gesund und solidarisch in der Praxis bestehen zu können.

Viele dieser Fragen werden schon lange in den einzelnen Arbeitskreisen kritischer Sozialer Arbeit debattiert.
Wir laden zum Bundestreffen alle AKS-Gruppen sowie alle Interessierten zu einem gemeinsamen Austausch ein.

Making the difference!

Liebe Mitstreiterinnen und Mitstreiter,

Wie vereinbart findet das diesjährige Bundestreffen der Arbeitskreise kritischer Sozialer Arbeit in München statt.
Wir freuen uns über Voranmeldungen an kritischesozialearbeit@gmx.de. Dies erleichtert uns eine gute Planung!

Zum Ablauf:

Die Tagung beginnt am Freitagnachmittag, den 11.11.2016, und dauert bis Sonntag den 13.11.2016 13 Uhr.
Neben der Möglichkeit eines allgemeinen Austauschs, wird es eine ganze Reihe von Workshops geben.
So ihr als Einzelperson oder Gruppe einen Workshop gestalten wollt, gebt uns bitte möglichst bald Bescheid.
Unsererseits planen wir folgende Themen aufzugreifen (Auswahl): kirchliche Arbeitgeber/ Esoterik und Soziale Arbeit/ Krise, Krieg, Prekariat und unsere Rolle als Sozialarbeiter*in/ Umgang mit Rassismus/Klassismus etc. im Kollegenkreis/Arbeitsbelastung ASD/ Totale Institutionen und Soziale Arbeit (mit einem Aktivisten & selbst betroffenen „Regensburger Domspatz“)/Ombudsstellen in der Jugendhilfe etc.

Wir empfehlen für München grundsätzlich eine frühzeitige Hotelreservierung!
Zudem werden wir eine kleine „Schlafplatzbörse“ organisieren.

Für die Teilnahme an der Tagung werden wir vermutlich um einen geringen Unkostenbeitrag (unter 25€) bitten.

Wir freuen uns auf Euch. Mit solidarischen Grüßen,

AKS München

http://www.aks-http://www.aks-muenchen.de/wp-content/uploads/AKS-Bundestreffen-Save-the-date-11.11.2016-bis-13.11.2016.pdf.de/wp-content/uploads/AKS-Bundestreffen-Save-the-date-11.11.2016-bis-13.11.2016.pdf

AKS – Bundestreffen in München – Save the date

balken
Das Bundestreffen der Arbeitskreise kritischer Sozialer Arbeit findet in München vom 11.11.2016 bis 13.11.2016 statt.
Wo? Hochschule München für angewandte Sozialwissenschaften, Am Stadtpark 20, 81243 München

Im März werden wir aller Vorausicht nach ein Fachgespräch zum Thema „Fachfremde in der Sozialen Arbeit“ realisieren.
Anfang April ist eine Exkursion nach Bristol angedacht. Hier werden wir Einrichtungen besuchen, sowie die Jahrestagung vom Social Work Action Network mit dem Titel: „Radical social work in the 21st century: Developing new strategies and building coalitions of resistance“.

Veranstaltung geschlossene Unterbringung

Spannende Diskussionen mit „Zeitzeugen“ Prof. Manfred Kappeler zum Thema geschlossene Unterbringung am 28.10. im DGB Haus. Das Publikum war gemischt: Sowohl Studierende, Fachkräfte von freien und kommunalen Trägern, als auch Betroffene, Wissenschaftler_innen und Vertreter_innen der Politik (dieses Mal nur die Linke) haben teilgenommen. Ein Bericht wird demnächst eingestellt. Danke an an alle Helfer_innen und an die GEW Stadtverband München ohne die, die Veranstaltung nicht hätte stattfinden können!

AKS Veranstaltung mit Manfred Kappeler am 28.10.2014

Einladungsflyer zum Download als pdf: aks 28 10 2014 geschlossene Unterbringung Flyer

Am 28.10.2014 lädt der AKS-München gemeinsam mit der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft zu einer Vortrags- und Diskussionsveranstaltung mit Prof. Manfred Kappeler ein.

Die Veranstaltung beginnt um 18.30 Uhr im DGB Haus in der Schwanthalerstr..

Prof. Kappeler ist in der Heimkampagne der 60er und 70er Jahren aktiv gewesen und auch in der Gegenwart ein wichtiger Akteur im Rahmen der Aufarbeitung des Unrechts gegenüber der Heimkinder. Seit seiner Pensionierung  2005 unterstützt er die Initiative der ehemaligen Heimkinder. In diesem Rahmen hat er auch als Experte an Veranstaltungen des Bayerischen Landtags teilgenommen.

Thema ist die „Geschlossene Unterbringung“ in der Kinder-Jugendhilfe.

Wir freuen uns auf eine spannende Veranstaltung!
Prof. Kappeler wirft in seinem Vortrag den Blick auf die Situation der Kinder und Jugendlichen während der geschlossenen Unterbringung (GU). Was hat sich in den letzten 40 Jahren seit der sog. Heimkampagne geändert? Ist die geschlossene Unterbringung von Kindern und Jugendlichen nun professioneller, gar aus Sicht der betroffenen Kinder und Jugendlichen akzeptierter, weil „humaner“? Oder ist die GU als Verletzung der Menschenwürde und der Menschenrechte von Kindern und Jugendlichen, aber auch wegen ihrer negativen Rückwirkungen auf die ganze Kinder- und Jugendhilfe abzulehnen?
Der Arbeitskreis kritische Soziale Arbeit will, aufgrund der aktuellen Entwicklung bzgl. steigender Fallzahlen, zu diesem Thema eine kritische Debatte führen. Auch im Vorfeld wurde intern kontrovers diskutiert, ob eine Unterbringung im geschlossenen Rahmen strikt abzulehnen ist oder als „letzte Möglichkeit der Jugendhilfe“ verstanden werden kann, die jedoch im Einzelfall laufend im Sinne des jungen Menschen reflektiert und hinterfragt werden muss.
Was kann man aus der Vergangenheit lernen, wenn man sagt die GU ist ein zu vermeidendes aber letztlich legitimes, weil notwendiges Mittel?
Was kann man aus der Vergangenheit lernen, wenn man die historische, radikale Kritik an der GU auf heute überträgt wo die geschlossene Unterbringung wieder zu nimmt?
Was hat sich verändert? Was muss sich verändern?

Moderation: Arbeitskreis kritische Soziale Arbeit(AKS), München

Dienstag, 28. Oktober 2014 18.30 Uhr
DGB Haus, Schwanthalerstraße 64

 

Dokumente zur wirkungsorientierten Steuerung

AKS-Veranstaltungsbericht zur wirkungsorientierten Steuerung 12 2013 AKS Bericht WSE Veranstaltung Oktober 2013

Positionspapier vom AKS München zur Wirkungsorientierten Steuerung Position des AKS zu WSE

Ab S.18 findet sich ein Artikel der GEW zu unserer Veranstaltung zur wirkungsorientierten Steuerung die mit über 250 BesucherInnen sehr gut besucht war: http://www.gew-bayern.de/fileadmin/uploads/DDS-hefte/DDS13_11/DDS_11-2013.pdf (Novemberausgabe der Mitgliederzeitschrift der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft)

Vortragsmanuskript von Prof. Polutta bezüglich unserer Veranstaltung am 8.10.
http://www.aks-muenchen.de/wp-content/uploads/Polutta-WSE-Muenchen-Manuskript_10_2013.pdf

Handreichung der Stadt München zu WSE
http://www.aks-muenchen.de/wp-content/uploads/Handreichung-zur-Wirkungsorientierten-Steuerung-Stadt-München.pdf

Offener Brief vom AKS 05 2013
http://www.aks-muenchen.de/wp-content/uploads/Offener_Brief_WSE-04-2013.pdf

Veranstaltungsflyer
http://www.aks-muenchen.de/wp-content/uploads/Flyer-WSE-Veranstaltung-8.10..pdf

Artikel zu WSE von P. Heinze
http://www.aks-muenchen.de/wp-content/uploads/WSE-Digitalisierung-SozArbeit.pdf

Zwischenbericht WSE für den Münchner Stadtrat (allerdings von 2011)
EXTERN zum freien Download: http://www.ris-muenchen.de/RII2/RII/DOK/SITZUNGSVORLAGE/2336745.pdf

Nachtrag:
Bericht zur AKS Veranstaltung zu WSE ab S.18 http://www.gew-bayern.de/fileadmin/uploads/DDS-hefte/DDS13_11/DDS_11-2013.pdf

Empfohlene Texte:
Albus, Stefanie/Micheel/Heinz-Günter/Polutta, Andreas (2011): Der Wirkungsdiskurs in der Sozialen Arbeit und seine Implikationen für die empirische Sozialforschung. Ein Forschungsessay. In: Oelerich, Gertrud/Otto, Hans-Uwe (Hg.): Empirische Forschung und Soziale Arbeit. Ein Studienbuch. Wiesbaden: VS-Verlag
Ziegler, Holger (2013): Wirkungsforschung-über Allianzen von Evaluation und Managerialismus und die Möglichkeit erklärender Kritik. In Schimpf, Elke; Stehr, Johannes (Hrsg.): Kritisches Forschen in der Sozialen Arbeit. Wiesbaden: VS-Verlag.
Maria Kurz-Adam Die Sorge um das Subjekt – Anmerkungen zur aktuellen Steuerungsdebatte in der Kinder und Jugendhilfe zum freien Download, EXTERN: http://www.verlag-neue-praxis.de/wp-content/uploads/2011/12/np6-11-kurz-adam.pdf
Otto, H.-U., Polutta, A., & Ziegler, H. 2010. “Zum Diskurs um evidenzbasierte Soziale Arbeit”, in: H.-U. Otto, A. Polutta, & H. Ziegler (Eds), What Works – Welches Wissen braucht die Soziale Arbeit?.Opladen: Budrich, 7–25.
Albus, S., & Ziegler, H. 2013. “Wirkungsforschung”, in: G. Gunther (Ed), Adressaten, Nutzer, Agency. Akteursbezogene Forschungsperspektiven in der Sozialen Arbeit.Wiesbaden: Springer Verlag, 163–180.

 


Wie wirkt wirkungsorientierte Steuerung?

Themenabend Wirkungsorientierte Steuerung


Der Flyer zur Veranstaltung zum Download als pdf:

Flyer WSE Veranstaltung 8.10.

 

Vortrag von
– Prof. Dr. Andreas Polutta (Duale Hochschule Baden-Württemberg
Villingen-Schwenningen).
Podiumsdiskussion mit
– Brigitte Meier – Sozialreferentin der Landeshauptstadt München;
– Dr. Maria Kurz-Adam – Jugendamtsleiterin Landeshauptstadt München
(angefragt);
– VertreterInnen der Sozialarbeitsbasis von freien und öffentlichen
Trägern.
Moderation
– Prof. Dr. Juliane Sagebiel (Hochschule für angewandte Wissenschaften
München,
Fakultät für angewandte Sozialwissenschaften).

Dienstag, 8.10.2013 um 18 Uhr
DGB Haus, Grosser Saal,
Schwanthalerstr. 64, 80336 München

Die Veranstaltung wird unterstützt durch ver.di München – Fachbereich 3
(Gesundheit
und Soziales) und Fachbereich 7 (Gemeinden) sowie GEW München.

Kartographische Darstellung von kritischen Initiativen

Zum Download zwei kartographische Darstellungen kritischer Initiativen der Sozialen Arbeit im deutschsprachigen Raum mit freundlicher Genehmigung der Autoren.

Die Ersteller_innen – Studierende der Sozialen Arbeit – betonen, „dass es sich hierbei um eine Momentaufnahme eines Zeitpunkts im Jahr 2012-2013 handelt ohne Anspruch auf Vollständigkeit: Karten sind nie fertig….“
MASA HS LU – jk-mw Karte 1
MASA HS LU – jk-mw Karte 2

Nicht ducken – mucken!

Ein Artikel zur AKS-Veranstaltung am 03.04.2013 mit Prof. Frank Bettinger, erschienen in der DDS, findet sich zum Download (PDF) hier: Nicht ducken – mucken!

Anfang April fanden sich etwa 50 Studierende, Lehrende und Praktiker*innen Sozialer Arbeit im Münchner DGB-Haus zu einer gemeinsamen Veranstaltung des »Arbeitskreis Kritische Sozialarbeit München« und der Gewerkschaft Er ziehung und Wissenschaft mit Prof. Dr. Frank Bettinger ein. Titel der Veranstaltung war »Politik, Politisierung und Soziale Arbeit«. (…)
Nicht ducken – mucken!

AKS-Veranstaltung: Politik, Politisierung und Soziale Arbeit 03.04.2013 Vortrag und Diskussion mit Prof. Frank Bettinger (Bremen)

Nachtrag 04.04.: Knapp 50 Personen waren anwesend. Artikel zur Veranstaltung demnächst auf der Homepage.

Nähe Hauptbahnhof/U-Bahn Theresienwiese

PDF zum Download: http://www.aks-muenchen.de/wp-content/uploads/AKS-GEW-Veranstaltung-03.04.-Prof-Bettinger-Politik-Politisierung-und-Soziale-Arbeit-Plakat.pdf

http://www.facebook.com/events/574036922625191/

 

Vorankündigung: „Politik, Politisierung und Soziale Arbeit“ Vortrag und Diskussion mit Prof. Frank Bettinger

„Politik, Politisierung und Soziale Arbeit“
Vortrag und Diskussion mit Prof. Frank Bettinger

Mittwoch 3. April 2013, 19 Uhr
Ort: DGB Haus, Schwanthalerstraße 64
Veranstalter: AKS – Arbeitskreis kritische Soziale Arbeit München, GEW Stadtverband München, DGB Bildungswerk Bayern Region München

http://www.facebook.com/events/574036922625191/?fref=ts

Aus dem Ankündigungstext:
Die aktuellen gesellschaftlichen und sozialstaatlichen Transformationsprozesse stellen die Soziale Arbeit vor neue Herausforderungen. Die wachsenden sozialen Ungleichheiten, die sich in Arbeitslosigkeit und Armut manifestieren, sowie eine Prekarisierung der Beschäftigungsverhältnisse in der Sozialen Arbeit selbst, werden in Praxis und Wissenschaft mit Sorge beobachtet.
In den letzten Jahren sind bundesweit Arbeitskreise kritischer Sozialer Arbeit entstanden. Diese haben als gemeinsames Ziel die Weiterentwicklung einer kritischen Theorie und Praxis, die sich vom „Mainstream“ der aktuellen Sozialen Arbeit distanziert. Die Mitglieder des AKS eint weder „die eine Weltanschauung“ noch ein einheitliches Theorieverständnis. Es geht vielmehr um die Formulierung und Realisierung von neuen Perspektiven einer kritischen Sozialen Arbeit in der auch die gewerkschaftliche Einbindung eine Rolle spielen.
Frank Bettinger wird von sozialarbeitstheoretischen Überlegungen ausgehend Anregungen für eine kritische Praxis geben.
Gemeinsam wollen wir seine Thesen debattieren.

Kontakt: kritischesozialearbeit@gmx.de

Literaturliste zu Sanktionen & Arbeitslosengeld II

Relevante Literatur und Forschungsergebnisse zu Auswirkungen von Sanktionen:

 Ames, Anne: Ursachen und Auswirkungen von Sanktionen nach § 31 SGB II, Düsseldorf 2009.
 Daseking, Claudia et al.: Wer nicht spurt, kriegt kein Geld: Sanktionen gegen Hartz-IV-Beziehende. Erfahrungen, Analysen, Schlussfolgerungen. AG Sanktionen der Berliner Kampagne gegen Hartz IV, Berlin, November 2008.
 Götz Susanne; Ludwig-Mayerhofer, Wolfgang; Schreyer, Franziska: Sanktionen im SGB II. Unter dem Existenzminimum, Stand 30.08.2010, . (MitarbeiterInnen des IAB)
 Grießmeier, Nicolas: Der disziplinierende Staat. Eine kritische Auseinandersetzung mit Sanktionen bei Arbeitslosengeld 2 –Empfängern aus der Sicht der Sozialen Arbeit und der Menschenrechte. Grünwald bei München 2012.
 Grießmeier, Nicolas: Explorationsstudie zu Auswirkungen von Totalsanktionen bei Arbeitslosengeld II-Empfängern. Veröffentlicht am 28.06.2011 in socialnet Materialien unter http://www.socialnet.de/materialien/123.php, Datum des Zugriffs 07.01.2013.
 Schreyer, Franziska; Götz, Susanne: Sanktionen bei jungen Arbeitslosen im SGB II. Wer nicht hören will muss fühlen?, in: IAB-Forum Magazin des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung 1/2010, S.80-85. (Auftraggeber IAB)
 Schreyer, Franziska, Zahradnik, Franz; Götz, Susanne: Lebensbedingungen und Teilhabe von jungen sanktionierten Arbeitslosen im SGB II, in: Sozialer Fortschritt 9/2012, S.213-220. (MitarbeiterInnen des IAB)
 Tillmann, Franz; Gehne, Carsten: Situation ausgegrenzter Jugendlicher. Expertise unter Einbezug der Perspektive der Praxis, Ratingen 2012.
 Wagner, Thomas: Wer nicht hören will muss fühlen!, Stand 25.11.2010, .
 Zahradnik, Franz; Franziska Schreyer, Götz Susanne: Und dann haben Sie mir alles gesperrt. Sanktionierender Wohlfahrtsstaat und Lebensläufe junger Arbeitsloser, in: Mansel, Jürgen; Speck, Karsten (Hrsg.): Jugend und Arbeit. Eine Bestandsaufnahme und Analysen, Weinheim 2012. (MitarbeiterInnen des IAB)

Rechtskommentare:

• Berlit, Uwe: Diskriminierung von Jugendlichen bei Hartz-4-Sanktionen beseitigen, in: Soziale Sicherheit 4/2010, S.124.
• Davilla, Sofia: Die schärferen Sanktionen im SGB II für Hilfebedürftige unter 25 Jahren – ein Plädoyer für ihre Abschaffung, in: Die Sozialgerichtsbarkeit 10/10, S.557-564.
• Geiger, Udo: Wie sind personenübergreifende Sanktionsfolgen auf der Grundlage der geltenden Fassung von § 31 SGB II zu verhindern?, in: info also – Informationen zum Arbeitslosenrecht und Sozialhilferecht, 01/2010, S.3-7.
• Grießmeier, Nicolas: Der disziplinierende Staat. Eine kritische Auseinandersetzung mit Sanktionen bei Arbeitslosengeld II-Beziehern aus der Sicht der Sozialen Arbeit und der Menschenrechte, Grünwald 2012.
• Lauterbach, Klaus: Das Sanktionssystem im SGB II, in: Neue Justiz, Nr. 26 6/2008, S. 241–248.
• Münder, Johannes (Hrsg.): Sozialgesetzbuch II. Grundsicherung für Arbeitssuchende. Lehr- und Praxiskommentar, Baden-Baden 2007.
• Neskovic, Wolfgang; Erdem, Isabel: Zur Verfassungswidrigkeit von Sanktionen bei Hartz IV, in: Die Sozialgerichtsbarkeit 03/12, S.134-140
• Strömer, Jens: Der Krankenversicherungsschutz von Hilfebedürftigen, in: Die Sozialgerichtsbarkeit 02/2010, S.64-67.
• Thomé, Harald; Jäger, Harald: Leitfaden für Alg II/Sozialhilfe von A-Z., Frankfurt 25 2008.

Zur Verteilung von Sanktionen sowie zur Wirksamkeit von Sanktionen im Sinne einer Arbeitsmarktintegration:

• Boockmann, Bernhard; Thomsen, Stephan L.; Walter, Thomas: Intensifying the Use of Benefit Sanctions – An Effective Tool to Shorten Welfare Receipt and Speed up Transitions to Employment? ZEW Discussion Paper 09-072, 2009.
• Grießmeier, Nicolas: Der disziplinierende Staat. Eine kritische Auseinandersetzung mit Sanktionen bei Arbeitslosengeld II-Beziehern aus der Sicht der Sozialen Arbeit und der Menschenrechte, Grünwald 2012.
• Hillmann, Katja; Hohenleitner, Ingrid: Impact of Benefit Sanctions on Unemployment Outflow – Evidence from German Survey Data, 2012 HWWI Research Paper 129.
• Kumpmann, Ingmar: Im Fokus: Sanktionen gegen Hartz-IV-Empfänger: Zielgenaue Disziplinierung oder allgemeine Drohkulisse?, in: Wirtschaft im Wandel 6/2009, S. 236-239.
• Oschmiansky, Frank; Müller, Kai-Uwe: Regional uneinheitlich: Wie die Sanktionspolitik der Bundesagentur für Arbeit umgesetzt wird, in: WZB-Mitteilungen, Heft 114, Dezember 2006, S.25 – 28.
• Schneider, Julia: Activation of welfare recipients: Impacts of selected policies on reservation wages, search effort, re-employment and health, Onlinedissertation 2009, aufgerufen am 28.08.2012, http://www.diss.fu-berlin.de/diss/servlets/MCRFileNodeServlet/FUDISS_derivate_000000008136/DissertationJuliaSchneider2010_fin.pdf;jsessionid=6477F5127B6C81DDE1F33E0E894E9232?hosts=
• Wolff, Joachim; Moczall, Andreas: Übergänge von ALG-II-Beziehern in die erste Sanktion. Frauen werden nur selten sanktioniert, in: IAB-Forschungsbericht 11/2012.

Stand 01/2013

Ethnologie und Soziale Arbeit – „Über Kartographie, Freiraum und das Unmittelbare in Stadt und Welt“

Ein sehr interessanter Artikel von Magnus Treiber: Ethnologie als Bezugswissenschaft der Sozialen Arbeit.
Über Kartographie, Freiraum und das Unmittelbare in Stadt und Welt
http://www.socialnet.de/materialien/140.php

Zusammenfassung: „Ethnologie und Soziale Arbeit sind fachhistorisch verschiedene Wege gegangen, finden jedoch nicht nur gemeinsame Ursprünge in der Stadtforschung und geteilte Arbeits- und Themenfelder in einer zusammengerückten Welt. In ihrem Selbstverständnis müssen sie sich auch gleichermaßen mit grundsätzlicher Ethik und dem Problem des Handelns auseinandersetzen.“ (Magnus Treiber: Ethnologie als Bezugswissenschaft der Sozialen Arbeit. Über Kartographie, Freiraum und das Unmittelbare in Stadt und Welt. Veröffentlicht am 09.06.2012 in socialnet Materialien unter http://www.socialnet.de/materialien/140.php, Datum des Zugriffs 18.06.2012. )

Neuerscheinung „Zukunftswerkstatt Soziale Arbeit“

Beschreibung entnommen von www.einmischen.com:
„Der Band enthält die wichtigsten Eindrücke, Vorträge und Ergebnisse der Tagung im Juni 2011 (aufstehen, widersprechen, einmischen) und darüber hinaus noch weitere Beiträge und Informationen, die in die Zukunft weisen:
Was wird und was soll aus der Sozialen Arbeit werden? Kerntext ist ein virtuelles Gespräch zu diesen Fragen (Cyber-Café) zwischen den WorkshopleiterInnen und den VeranstalterInnen der Tagung im Juni 2011.
Das Buch ist als eine Art „Mutmacher-Handbuch“ gemeint für alle kritischen SozialarbeiterInnen, die nicht mehr schweigen und dulden wollen. Es gibt dort Denkanstöße, viele Ideen für Aktionen und Projekte aber auch Analysen und Erklärungen. Es enthält außerdem eine DVD mit den Filmen, die im Kontakt der Tagung entstanden sind.“
z.B. bestellbar hier (12€)
http://www.amazon.de/Zukunftswerkstatt-Soziale-Arbeit-Beate-K%C3%B6hn/dp/3935607512

Text zu Theorie kritischer Sozialer Arbeit: „Beginning at the Beginning: An Exploration of Critical Social Work“

Ein Text zum freien Download (auf Englisch), beschreibt kurz und knapp die theoretische Basis „Kritischer Sozialer Arbeit“ und eignet sich als Einführung. Natürlich handelt es sich um eine Perspektive auf kritische Soziale Arbeit – die kritische Soziale Arbeit gibt es nicht.
Er findet sich hier: http://www.uwindsor.ca/criticalsocialwork/beginning-at-the-beginning-an-exploration-of-critical-social-work#top

Auszüge:
„Critical social workers are therefore committed to understanding, critiquing and transforming the profession of social work and the unjust nature of society.“
„As you work with the complexities of critical social work practice remember that it is not an ‘either/ or’ situation: a practitioner is not a ‘mainstream social worker’ or ‘a critical social worker’. We can work in ‘mainstream’ contexts with a critical social work perspective. There are multiple possibilities for promoting social justice, exploiting critical possibilities, and politicizing practice in every work context.
As you study critical social work you may find that your own perspective on life and practice differs from the critical perspective we have explored here. If this is the case, remember that engaging in processes of deconstructing and reconstructing one’s own perspective, whatever that may be, is part of being an effective social work practitioner.“

Rassismuskritische Bildungs- und Soziale Arbeit – Fachtag München 23.03.2012

Rassismuskritische
Bildungs- und
Soziale Arbeit
Fachtag am
23. März 2012

Rassismuskritische Bildungs- und Soziale Arbeit
Auf dieser Fachtagung wollen wir Rassismus nicht vorrangig als individuelles Phänomen untersuchen, sondern als Strukturprinzip gesellschaftlicher Wirklichkeit. Es soll thematisiert werden, wie rassistische Strukturen und Prozesse auf generelle Muster der Unterscheidung von Menschen verweisen, die in verschiedenen Ebenen gesellschaftlicher Wirklichkeit – etwa Gesetzen, Institutionen, alltagsweltlichen Vorstellungen und Interaktionen – angelegt sind und alle Beteiligten in unterschiedlicher Weise beeinflussen. Dabei werden Sozial- und erziehungswissenschaftliche Debatten zum Thema Ungleichheit und migrationsgesellschaftliche Differenz durch eine rassismuskritische Perspektive ergänzt und zum Teil kritisch hinterfragt.
Die Vorträge von Prof. Dr. Maisha Eggers und Prof. Dr. Claus Melter widmen sich dabei vor allem der Frage, welchen Beitrag eine diskriminierungs- und rassismuskritische Sozial- und Bildungsarbeit zu mehr sozialer Gerechtigkeit im Sinne von Chancengerechtigkeit, Partizipation, gerechterem Zugang zu Ressourcen und sozialer Anerkennung leisten kann. Farah Melter ergänzt das Programm mit Lesungen von Episoden aus dem Alltag.
Programm
9.00 – 9.30 Uhr Begrüßung und Moderation
Sarah Bergh
9.30 – 10.40 Uhr
Prof. Dr. Maureen Maisha Eggers,
„Diversität als neues Möglichkeitsfeld für die
Thematisierung von Gleichheit und Differenz in der
pädagogischen Arbeit”
Diskussion
11.10 – 12.15 Uhr
Prof. Dr. Claus Melter
„Barriere- und Diskriminierungskritische Soziale Arbeit und Bildung.
Handlungsansätze im nationalisierenden, ethnisierenden und rassialisierenden Kapitalismus”
Diskussion
12.30 – 13.30 Uhr Mittagspause

In den beiden Workshops am Nachmittag besteht die Möglichkeit, sich an Hand von Beispielen aus Schulbüchern und Fallbeispielen aus dem Alltag mit den Auswirkungen rassistischer Diskriminierung näher zu beschäftigen

13.30 – 15.30 Uhr Workshop I:
„Rassistische Diskriminierung: Auswirkungen dieser Erfahrungen und Implikationen für die Pädagogische Praxis”
Dipl. Psychologin Astride Velho
Rassistische Diskriminierung tritt in der Bundesrepublik in seiner Alltäglichkeit in vielfältigen, nicht immer leicht zu erkennenden, Formen auf. Anhand von filmischen Beispielen und einer Fallarbeit aus der beruflichen Praxis werden wir uns in diesem Workshop mit den sozialen Verwundbarkeiten (Vulnerabilitäten) von Kindern und Eltern im Kontext von Rassismuserfahrungen beschäftigen, wie auch mit Schutzfaktoren, Widerstandspotentialen und Bewältigungsmöglichkeiten. Ein besonderes Augenmerk richten wir dabei auf Ressourcen, die von den Sozialberufen gefördert und zugänglich gemacht bzw. verweigert werden können.
13.30 – 15.30 Uhr Workshop II:
„Afrika ist kein Dorf: Kolonialrevisionistische Perspektiven in der Darstellung von Afrika und Schwarzen Menschen in bayerischen Schulbüchern“
Dipl. Angl. Modupe Laja und Jamie Schearer, M.A.
Welches Afrikabild lehrt die Schule? Unsere Wahrnehmung und unsere Bilder über Afrika sind weitgehend medial geprägt. Das Wissen über Afrika wird oft sehr einseitig bzw. unreflektiert vermittelt, Kategorisierungen als „normal“ und „konventionell“ dargestellt. Im Workshop werden wir anhand von Beispielen prüfen, welche Kontinuitäten kolonialrassistischer Sichtweisen in bayrischen Schulbüchern vorzufinden sind. Dabei werden wir der Frage nachgehen, inwieweit Vorurteile und ein negativ geprägtes Menschenbild in der Ordnung zwischenmenschlicher Beziehungen eine relevante Rolle spielen, und welche Auswirkungen dies im schulischen Kontext speziell für Schülerinnen und Schüler aus der Schwarzen Diaspora hat.

Über uns – Selbstverständnis (vorläufige Entwurfsfassung)


Arbeitskreis kritische Soziale Arbeit – München

 

Wer wir sind

Der Arbeitskreis „Kritische Soziale Arbeit“ (Ak KriSo) ist ein Zusammenschluss von in der Sozialen Arbeit tätigen Einzelpersonen im Großraum München.

Jede Person die Interesse hat kann sich gerne an einzelnen Veranstaltungen, temporär und natürlich auch langfristig am AK beteiligen.

Auch uns „eint weder Ideologie noch ein Konsens in Theorie, sondern das Bemühen um Formulierung und Realisierung von Perspektiven kritischer Sozialer Arbeit.“[1]

 

Ausgangslage

Wir stellen fest:

  • Soziale Probleme und Ihre – oft auch gesellschaftlichen – Ursachen, die Praxis Sozialer Arbeit (inkl. der Methoden), die „Aufträge“ an die Soziale Arbeit (Stichwort: „Monomandat von oben“ vs. „doppeltes Mandat“ vs. “Tripelmandat“) und die Ziele Sozialer Arbeit mit den davon verbundenen Werten  werden nicht ausreichend kritisch reflektiert.
  • Soziale Probleme werden mit der Durchsetzung neoliberaler Ideen zunehmend individualisiert[2]“.
  • Bestimmte Bevölkerungsgruppen werden ausgegrenzt und stigmatisiert – mitunter auch von Seiten der Sozialen Arbeit.

 

In Anbetracht dessen hat sich im März 2011 der „AK KriSo – München“ gegründet.

 

Unsere Ziele

  • Eine kritische Auseinandersetzung mit der bestehenden (Sozialarbeits-)Praxis sowie den gesellschaftlichen Rahmenbedingungen der Sozialen Arbeit. Dies beinhaltet u.a. Diskussionen zu Macht(strukturen), zu Ausgrenzung & Diskriminierung[3], zu (strukturellen) Ungerechtigkeiten und zur Legitimität bestimmter Praxen – sowohl im Allgemeinen wie auch am konkreten Einzelfall.
  • Bewusstseinsbildung bei in der Sozialen Arbeit tätigen Personen, PolitikerInnen und der MitgliederInnen unserer Stadtgesellschaft
  • Veränderungsprozesse initiieren/Perspektiven entwickeln/Alternativen aufzeigen/

 

 

Unsere Umsetzungsstrategien (Auswahl)

Kritische Reflexion (Themenabende/ggfls. Fachtage/ggfls. Publikationen)

Positionierung zu (sozial-)politischen Entwicklungen, Entscheidungen und Ereignissen innerhalb der Sozialen Arbeit und der Politik des Sozialen

Kampagnen (z.B. Lobbying/Öffentlichkeitsarbeit)

Ggfls. Recherche

Ggfls. Forschung

Ggfls. Vernetzung (z.B. Bündnis „München Sozial“, AKS-DT)



[1] Übernommen von http://www.kritischesozialearbeit.de/

[2] vgl. z.B. Mäder 2006, S.207.

[3] Unter Berücksichtigung unterschiedlicher Diskriminierungsformen wie z.B. ageism, sexism, racism, antiziganism, ableism, classicism.