Studie zum „Dritten Weg“ – Diakonie

Pressemitteilung der Hans Böckler Stiftung mit den zentralen Ergebnissen:

http://www.boeckler.de/14_40601.htm

„Leiharbeit und Ausgliederung in diakonischen Sozialunternehmen:
Der „Dritte Weg“ zwischen normativem Anspruch und sozialwirtschaftlicher Realität
Heinz-Jürgen Dahme Gertrud Kühnlein Anna Stefaniak Norbert Wohlfahrt“
„Auf einen Blick…
Zentrales Ergebnis der Studie ist die Erkenntnis, dass Ausgründungen in der Diakonie flächendeckend und in den vielfältigsten Formen betrieben wird.
Die Ausgründungspraxis dient der Flexibilisierung der Arbeitsbedingungen und der Senkung von Arbeitskosten.
Die Zuordnung ausgegründeter Betriebe zum Diakonischen Werk ist unklar und uneinheitlich.
Die Nutzung von Leiharbeit in diakonischen Einrichtungen ist übliche Praxis. Einige diakonische Sozialunternehmen unterhalten eigene Leiharbeitsunter-nehmen. Anders als Ausgliederungen ist „ersetzende“ Leiharbeit aber kein flächendeckendes Phänomen. Zudem hat ihre Bedeutung abgenommen.
Hervorzuheben sind weitere vom Dritten Weg abweichende Formen der Ar-beitsgestaltung: die Nutzung von einseitig durch den Arbeitgeber festgelegte Arbeitsbedingungen bei einigen Fachverbänden, Einzelarbeitsverträge als In-strument unternehmerischer Lohnkostensenkung und die unterschiedlichen landeskirchlichen Arbeitsvertragsrichtlinien, die je nach Satzung auch in ande-ren landeskirchlichen Diakonien genutzt werden können.
Normatives Postulat und Empirie des Dritten Wegs weichen strukturell vonein-ander ab.“

vgl. Gesamtbericht:
http://www.boeckler.de/pdf/pm_fof_2012_07_11.pdf

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