2.
Das „Schwarzbuch Soziale Arbeit“ erscheint dieser Tage in einer 2. und überarbeiteten Auflage. Die Autorin Prof. Mechthild Seithe ist eine der Hauptorganisatorinnen der Tagung kritischer Sozialer Arbeit „Aufstehen. Widersprechen. Einmischen.“ im Juli 2011 in Berlin gewesen. Bereits die erste Auflage kann als ein Standartwerk zur aktuellen Lage der Sozialen Arbeit gesehen werden (inkl. Arbeitsbedingungen Sozialer Arbeit). Eine Rezension der ersten Ausgabe findet sich z.B. hier http://www.socialnet.de/rezensionen/9482.php
Die nächsten offenen Treffen des AKS finden im Eine Welt Haus statt (Schwanthaler 80, Restaurant/Cafe). Jeweils donnerstags ab 19 Uhr am:
15.12.2011
19.01.2012
23.02.2012
Kurzbericht:
Hauptthema ist am 10.11. u.a. das Thema Wohnungslosigkeit (Unterkunftsanlagen, Pensionen, bürokratische Verfahrenswege, Umstrukturierungsplanungen der Stadt München) gewesen. Es wurden intensiv Fragen diskutiert und formuliert, die mit Kooperationspartnern zeitnah an das Wohnungsamt geschickt werden.
Besonders gefreut haben wir und über den regen Zulauf interessierter Personen.
Für das nächste Thema wurde das – bereits mehrfach verschobene Thema – Recht auf Hilfe festgelegt. Es sei darauf hingewiesen, dass es aktuell eine Initiative gibt die versucht den Rechtsanspruch auf Jugendhilfe abzuschaffen! vgl. z.B. http://sozialearbeit.einmischen.info/__oneclick_uploads/2011/10/munder-bessere_kinder-und_jugendhilfe-14-09-111-1.pdf Sollten sich die Planungen präzisieren ist Widerstand gefragt – möglicherweise würden wir uns im Rahmen vom AKS mit dem Thema intensiver beschäftigen.
Bremer Bündnis Soziale Arbeit
Das Bremer Bündnis Soziale Arbeit veranstaltet am 03.11. einen Fachtag zum Thema „Bewegen – Vernetzen – Aufmischen: Zu den (Arbeits-)Bedingungen der Sozialen Arbeit“. U.a. sind Mechthild Seithe (Autorin des „Schwarzbuch Soziale Arbeit“), Wilfried Nodes (DBSH, Forum Sozial) und Frank Bettinger (Arbeitskreis Kritische Soziale Arbeit) dabei. Nähere Informationen gibt es unter
http://www.bremerbuendnissozialearbeit.jimdo.com/
Der DBSH (Deutsche Berufsverband für Soziale Arbeit) läd zu einem Fachtag ein:
„Benachteiligungen für Kinder und Jugendliche in unserer Gesellschaft zeigen sich auf zwei
Ebenen: Armut und unzureichende Bildung grenzen aus.
Armut verhindert gesellschaftliche Teilhabe. Bei Kindern und Jugendlichen zeigen sich
bestimmte „Armutstypen“ im Umgang mit Armut. Vor allem die fehlende Teilhabe an
gesellschaftlich üblichen Aktivitäten ist für die meisten ein Problem. Sie äußert sich u.a. auch
im schulischen Bereich, wenn kein Geld für Lehr- und Lernmittel oder für Schulfahrten
vorhanden ist.
Alle bisherigen PISA-Studien zeigen, dass vor allem Kinder mit Migrationshintergrund im
Bildungssystem strukturell benachteiligt werden bzw. sind. Eine realistische Chance, einen
der eigenen Fähigkeit angemessenen Bildungsabschluss zu erhalten, fehlt nicht nur bei
Migrantenkindern. Auch deutsche Kinder aus armen Familien sind davon betroffen.
Auf dem Fachtag stehen daher folgende Fragen im Mittelpunkt:
· Wie lässt sich die Situation armer Kinder und Jugendlicher beschrieben?
· Welche Auswirkungen hat Armut auf die Bildungschancen von Kindern und Jugendlichen? · Wie lassen sich strukturelle Benachteiligungen von armen Kindern und Jugendlichen
sinnvoll bearbeiten und welche Rolle kann dabei die Soziale Arbeit spielen?
Referent: Prof. Dr. Werner Wüstendörfer
Fakultät für Sozialwissenschaften Georg-Simon-Ohm-Hochschule Nürnberg
Samstag, 15.10.2011 von 10 – 12.15 Uhr
Korbinianshaus, Preysingstr. 83, Katholische Stiftungsfachhochschule 81667 München“
Die Teilnahme ist kostenlos.
870 Tafeln versorgen in Deutschland über eine Millionen Personen (Quelle: http://www.tafel.de/die-tafeln.html aufgerufen am 18.09.2011).
Zum Thema publizierte Prof. Peter Grottian einen Artikel zur Diskussion:
„Die Arbeitslosigkeit und die Tafeln gleichzeitig abschaffen! – eine realistisch-unrealistische Utopie
Fast 900 Tafeln versorgen vor allem in den Städten die Armen Bürgerinnen und Bürger mit notwendigen Lebensmitteln. Die Tafelbewegung gehört zu den erstaunlichsten Sozialen Bewegungen der Republik. Das Lob für die Tafeln ist politikübergreifend überschwänglich, menschenwürdige Versorgung und bürgerschaftliches Engagement haben eine scheinbar gute Verbindung gefunden. Aber in Wahrheit ist der Erfolg ambivalent: Die Blüte der Tafeln ist gleichzeitig der Niedergang des bröckelnden Sozialstaats. Von Peter Grottian… “
Der kurze Artikel ist komplett zu lesen unter: http://www.gew-bayern.de/fileadmin/uploads/DDS-hefte/DDS10_09/Seite_20-21.pdf
Arbeitskreis Kritische Soziale Arbeit – München
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