Archiv der Kategorie: Kürzungen

3 Jahre sind nicht genug!

Migrationsberatung bedarfsgerecht gestalten und nicht nach Schema F

Wir erleben täglich, wie Menschenrechte, soziale Gerechtigkeit und gesellschaftliche Teilhabe für Migrant*innen eingeschränkt werden. Als Fachkräfte in der Migrationsarbeit sehen wir uns zunehmend gezwungen, Menschen lediglich weiterzuverweisen, statt ihnen die notwendige Unterstützung zu bieten. Grund dafür sind staatliche Förderrichtlinien, die Beratung auf 3–5 Jahre begrenzen – ein strukturelles Hindernis, das den Kern sozialer Arbeit untergräbt.

Die zeitliche Begrenzung von Beratung ist nichts anderes als eine politische Barriere gegen Teilhabe. Sie trifft die Schwächsten am härtesten. Sie verhindert nachhaltige Integration. Sie widerspricht dem Gleichheitsprinzip und dem Anspruch einer demokratischen, sozialen Gesellschaft, und nicht zuletzt führt sie zu einem Stellenabbau in der Sozialen Arbeit durch die Hintertür. Denn dadurch sinken zwar nicht die Bedarfe, aber die Beratungszahlen.

Sozialarbeit ist keine Verweisstelle. Unser Auftrag ist es, soziale Gerechtigkeit zu fördern, Menschenrechte zu schützen, Vielfalt zu achten und Ausgrenzung entgegenzuwirken. Menschenrechte, Demokratie und Sozialstaatlichkeit sind unteilbar – sie gelten für alle.

Wir rufen alle dazu auf, gemeinsam Haltung zu zeigen und unsere Stimme zu erheben.

Unsere Forderungen:

Migrationsberatung für alle – unabhängig von Status und Aufenthaltsdauer

Die zeitliche Begrenzung der Beratung ist strukturell diskriminierend, widerspricht dem Grundgesetz und verhindert nachhaltige Teilhabe. Besonders vulnerable Gruppen werden dadurch allein gelassen und verlieren den Zugang zu ihren Rechten.

Fachliche Freiheit statt politischer Vorgaben

Thematische Verbote und Einschränkungen der Beratungstätigkeit behindern professionelle Sozialarbeit. Beratung muss sich an den Bedarfen der Menschen orientieren – nicht an politischen Interessen.

Reform der Förderrichtlinien im Sinne einer menschenrechtsorientierten, gerechten und professionellen Migrationsarbeit

22. April – offenes Treffen zu den Kürzungen im sozialen Bereich

Liebe Kolleg*innen,
beim letzten Treffen haben wir konkret nächste Schritte überlegt und mit der Planung weitergemacht:
Wir wollen vor allem mit unseren Kolleg*innen in unseren Betrieben über das Kürzungsthema ins Gespräch kommen.
Dafür werden wir in zwei Arbeitsgruppen weiterarbeitet an:
– Infokampagne und Öffentlichkeitsarbeit
– Aktivierung und Umfrage mit Kolleg*innen
Es gibt auch wieder Raum für Austausch über aktuelle Entwicklungen in der Stadtpolitik und an unseren Arbeitsplätzen sowie eure Ideen für weitere Aktionen.
Kommt vorbei und nehmt eure Kolleg*innen mit!

am Mittwoch, 22. April 2026 um 18.30 Uhr
im großen Saal der IG, Karlsstraße 50, 80333 München

Ihr müsst nicht beim vorherigen Treffen dabei gewesen sein.
Es gibt Snacks und Getränke.
Gerne mit Anmeldung an kritischesozialearbeit@admin
Ihr könnt aber auch spontan vorbeikommen.

11. März 2026: Siebtes offenes Treffen zu den Kürzungen im sozialen Bereich

Liebe Kolleg*innen,

beim letzten Treffen haben wir konkret nächste Schritte überlegt und mit der Planung angefangen:

Wir wollen vor allem mit unseren Kolleg*innen in unseren Betrieben über das Kürzungsthema ins Gespräch kommen.

Dafür werden wir in zwei Arbeitsgruppen weiterarbeitet an:

– Infokampagne und Öffentlichkeitsarbeit

– Aktivierung und Umfrage mit Kolleg*innen

Es gibt auch wieder Raum für Austausch über aktuelle Entwicklungen in der Stadtpolitik und an unseren Arbeitsplätzen sowie eure Ideen für weitere Aktionen.

Kommt vorbei und nehmt eure Kolleg*innen mit!

am Mittwoch, 11. März 2026 um 18.30 Uhr

im großen Saal der IG, Karlsstraße 50, 80333 München

Ihr müsst nicht beim vorherigen Treffen dabei gewesen sein.

Es gibt Snacks und Getränke.

Gerne mit Anmeldung an kritischesozialearbeit@gmx.de

Ihr könnt aber auch spontan vorbeikommen.

5. Februar: Sechstes Treffen zu den Kürzungen im sozialen Bereich

Liebe Kolleg*innen,

bei der Kundgebung „Gemeinsam gegen die Kürzungen im sozialen Bereich!“ haben wir Kritik an der Stadtregierung und Forderungen für ein soziales München mit rund 1000 Menschen lautstark auf die Straße getragen.

Auch in diesem Jahr finden weitere Treffen zu den Kürzungen statt.

Bei dem letzten Treffen wurde beschlossen, dass wir an den Fact Sheets bzgl. Kürzungen arbeiten möchten und weiter besprechen wollen, wie wir mehr Kolleg*innen aktivieren können.

Es gibt auch wieder Raum für Austausch über aktuelle Entwicklungen in der Stadtpolitik und an unseren Arbeitsplätzen.

Kommt vorbei und nehmt eure Kolleg*innen mit!

am Donnerstag, 5. Februar 2026 um 18.30 Uhr

im großen Saal der IG, Karlstraße 50, 80333 München

Ihr müsst nicht beim vorherigen Treffen dabei gewesen sein.

Es gibt Snacks und Getränke.

Gerne mit Anmeldung an kritischesozialearbeit@gmx.de

Ihr könnt aber auch spontan vorbeikommen.

12. Januar: Treffen zu den Kürzungen im sozialen Bereich – Weiter geht´s!

Liebe Kolleg*innen,
bei der Kundgebung „Gemeinsam gegen die Kürzungen im sozialen Bereich!“ haben wir Kritik an der Stadtregierung und Forderungen für ein soziales München mit 1000 Menschen lautstark auf die Straße getragen.
Daran anschließend treffen wir uns mit neuer Kraft im neuen Jahr wieder. Wir besprechen den Haushalt und unsere Ideen für politische Aktionen angesichts der Kommunalwahlen sowie weiterer zu erwartender Kürzungspolitik. Wir fragen: wie können wir weiter Druck machen? Wie können wir uns zusammentun?
Es gibt auch wieder Raum für Austausch über aktuelle Entwicklungen in der Stadtpolitik und an unseren Arbeitsplätzen.
Kommt vorbei und nehmt eure Kolleg*innen mit!

Am Montag, 12. Januar 2026 um 19 Uhr

IG Initiativgruppe
Karlstr. 50
80333 München