Archiv der Kategorie: Arbeitsbedingungen Sozialer Arbeit

Arbeitbedingungen in der Sozialen Arbeit. Prekarität. Arbeitskämpfe. Situation bei lokalen und überregionalen Arbeitgebern.

Statistik

In Bayern beschäftigt die Caritas beschäftigt 96.000 MitarbeiterInnen (http://www.lvbayern.caritas.de/27785.html). Die Diakonie über 60.000 (http://www.bayern-evangelisch.de/www/ueber_uns/diakonisches-werk-bayern.php). Dies sind insgeamt über 156.000 Mitarbeiter. Die Geamtzahl der erwerbstätigen Personen in Bayern beträgt knapp über 4,8 Millionen Personen (http://www.statistik-portal.de/statistik-portal/de_zs02_by.asp). Dies bedeutet das knapp jeder 30. Arbeitnehmer in Bayern bei kirchlichen Arbeitgebern beschäftigt ist, zum größten Teil finanziert von regulären Steuermitteln.
Zugleich (BSp. München Ende 2011) sind  50,5 % der Bevölkerung weder evangelisch noch katholisch (http://www.muenchen.de/rathaus/dms/Home/Stadtinfos/Statistik/bevoelkerung/aktuellejahreszahlen/jt120119.pdf, aufgerufen am 10.09.2012).

AKTION ABSAGEAGENTUR


Die Absageagentur vom Arbeitskreis Kritische Soziale Arbeit München unterstützt Sie gezielt dabei, diskriminierenden Stellenausschreibungen eine Absage zu erteilen. Wir bieten Ihnen einen effizienten Service wenn es darum geht, problematische Stellen­angebote zu erkennen und dauerhafte Lösungen zu finden.

Mailen Sie uns Ihre Absage an kritischesozialearbeit@gmx.de, wir kümmern uns um die postalische Verschickung und ggfls. Onlinestellung!

Selbstverständlich bleibt Ihre Absage anonym. Ihre Absage wird mit dem Zusatz versehen: „mit freundlicher Unterstützung der „Aktion Absageagentur“ vom Arbeitskreis kritische Soziale Arbeit – München, www.aks-muenchen.de“Aktionszeitraum November 2012-Mai 2013

Die Übernahme der Idee und Verwendung der Logos erfolgt mit freundlicher Genehmigung von www.absageagentur.de, die ähnliche Kunstaktionen bereits durchgeführt hat.

Vorlage  für katholische Arbeitgeber:

02.12.2012

Ihre Anzeige in der XY Zeitung vom tt.mm.jjjj

Sehr geehrte Damen und Herren

ich danke Ihnen für die Ausschreibung oben genannter Stelle als Sozialpädagogin im Bereich Jugendarbeit.

Auf der Grundlage meines Anforderungsprofils habe ich nach einer sorgfältigen Auswertung der Stellenanzeigen eine Vorauswahl getroffen.

Auch wenn ich einer christlichen Kirche angehöre, ist es mit meinem Gewissen nicht vereinbar für einen Arbeitgeber zu arbeiten, der die Kirchenzugehörigkeit als verpflichtend ansieht, da die ausgeschriebene Tätigkeit de-facto von Steuermitteln refinanziert wird und mit ihr lediglich staatliche Aufgaben umgesetzt werden.

Generell ist mir zudem bekannt, dass die sexuelle Orientierung und die private Lebensweise (nicht-kirchliche Heirat, uneheliches Kind, 2. Heirat etc.) bei Ihnen grundsätzlich zu Problemen führen kann und immer wieder zu Problemen führt. Dies sehe ich als aktive Diskriminierung und Einmischung in das Privatleben der Beschäftigten.  Darüber hinaus sind bei Ihnen die Mitarbeiterrechte eingeschränkt u.a. da das Betriebsverfassungsgesetz nicht bei kirchlichen Arbeitgebern gilt.

Daher kann ich Ihr Angebot leider nicht berücksichtigen und muss Ihnen mit Bedauern mitteilen, dass Ihre Ausschreibung nicht in die Endauswahl gekommen ist.

Ich hoffe, dass Sie mit Ihrer Ausschreibung bei anderen Arbeitssuchenden auf mehr Interesse gestoßen sind.

Mit freundlichen Grüßen

XXY

mit freundlicher Unterstützung der Aktion Absageagentur vom Arbeitskreis kritische Soziale Arbeit – München www.aks-muenchen.de

„Münchner Initiative gegen Diskriminierung durch kirchliche Arbeitgeber“

Auf Münchner Ebene konnte eine Initiative mit dem AKS, den Gewerkschaften ver.di und GEW sowie der Fachschaft Soziale Arbeit der Hochschule für angewandte Wissenschaften entstehen.

 

Gemeinsam fordern wir:

„Schluss mit der Diskriminierung! Legal ist nicht legitim.

Den kirchlichen Arbeitgebern klare Grenzen setzen!

Die gemeinsame Pressemitteilung:

http://www.aks-muenchen.de/wp-content/uploads/Pressemitteilung-kirchliche-Arbeitgeber-16_11_-2012-verdi-GEW-AKS-Fachschaft2.pdf

Die Presse- und Dokumentationsmappe zu kirchlichen Arbeitgebern  (inklusive Aufforderungschreiben an die Münchner Stadtratsfraktionen) :
http://www.aks-muenchen.de/wp-content/uploads/Presse-und-Dokumentationsmappe-Kirchliche-Arbeitgeber-11-20122.pdf

Sowie die Pressemitteilung des AKS zur Aktion Absageagentur:
http://www.aks-muenchen.de/wp-content/uploads/Pressemitteilung-AKS-Kunstaktion-Absageagentur.pdf‘>Pressemitteilung AKS Kunstaktion Absageagentur

 

Kirchliches Arbeitsrecht – Fragen und Antworten

Die Idee zum vorliegenden 12-seitigen Fragen- und Antwort-Katalog zum kirchlichen Arbeitsrecht hat sich im Kontext des „Positionspapiers zu kirchlichen Arbeitgebern“ seitens des Arbeitskreis Kritische Soziale Arbeit (http://www.aks-muenchen.de/wp-content/uploads/AKS-Positionspapier-zu-kirchlichen-Arbeitgebern-2.0.pdf) ergeben, nachdem offene Fragen, Anmerkungen und auch kritische Anfragen zum Thema aufkamen und nach einer intensiveren Rückmeldung zu den angesprochenen Themen verlangten.

Da der Fragen-Antwort-Katalog erst kurzfristig anhand der Anmerkungen und Anfragen zur Thematik erstellt wurde, konnte noch keine offizielle Endredaktion durch den gesamten AKS stattfinden – die Antworten beruhen deswegen auf der persönlichen Stellungnahme des Autors zum Themenkreis und können im Einzelnen von Positionen innerhalb des Arbeitskreis abweichen (Stand 09.11.2011).

Das Arbeitspapier/discussion paper ist hier downloadbar:

http://www.aks-muenchen.de/wp-content/uploads/Arbeitsrecht-Fragen-und-Antworten.pdf