Archiv der Kategorie: Arbeitsbedingungen Sozialer Arbeit

Arbeitbedingungen in der Sozialen Arbeit. Prekarität. Arbeitskämpfe. Situation bei lokalen und überregionalen Arbeitgebern.

Links und Literatur zum Themenfeld „kirchliche Arbeitgeber“


 

Wichtige Portale zu „kirchliche Arbeitgeber“:

www.gerdia.de Kampagne gegen religiöse Diskriminierung – Dokumentation zahlreicher Einzelfälle
http://www.labournet.de/branchen/dienstleistung/allg/kirche.html


Weiterführende Literatur und Links –Allgemein:

Hartmut Kreß: Ethik der Rechtsordnung. Staat, Grundrechte und Religionen im
Licht der Rechtsethik, Kohlhammer. Stuttgart, 2012
Adrian Loretan: Religionen im Kontext der Menschenrechte. Theologischer
Verlag Zürich, Zürich, 2010
http://publik.verdi.de/2008/ausgabe_04/gewerkschaft/schwerpunkt/seite_4/A0
Dienstleistungsgewerkschaft ver.di, Bundesverwaltung September 2011 (Hrsg.):
http://gesundheit-soziales.verdi.de/kirchen_diakonie_caritas/data/Stefaniak-Infopapier.pdf
DGB Stellungnahme zum Antrag: Zum Antrag „Grundrechte der Beschäftigten
von Kirchen und kirchlichen Einrichtungen stärken“ 03/2012
http://www.dgb.de/themen/++co++f26d1eec-7726-11e1-7846-00188b4dc422
SPD-Politikerin gegen „Privilegierung großer Kirchen: http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/religionen/1766890/

Zum Streikrecht:
ver.di-Kampagnenseite: http://www.streikrecht-ist-grundrecht.de/
http://streikrecht-ist-grundrecht.de/sites/streikrecht-ist-grundrecht.de/files/KI_19_Herbst_2012.pdf
http://www.die-linke.de/partei/organe/parteivorstand/parteivorstand20122014/beschluesse/streikrechtistgrundrechtfuervollekollektiveundindividuellearbeitnehmerinnenrechtederbeschaeftigteninkirchediakonieundcaritas/ http://www.sueddeutsche.de/karriere/streiks-bei-kirchlichen-arbeitgebern-kampf-gegen-die-sonderrechte-der-samariter-1.1151012

Kirchenfinanzen:
Carsten Frerk: Violettbuch Kirchenfinanzen: Wie der Staat die Kirchen finanziert
Carsten Frerk: Caritas und Diakonie in Deutschland
Mythos „Kirchensteuer und Soziales“:
„Vielfach geht man von falschen Tatsachen aus und operiert mit Scheinargumenten. So wird der Kirche immer wieder unterstellt, sie benötige die Kirchensteuer, um ihre umfangreiche Sozialarbeit zu finanzieren. Die Gegner der Kirchensteuer haben mit diesem Argument leichtes Spiel, weil es in der Tat nicht stimmt und meines Wissens auch noch nie von einem Kenner der Sache so vorgetragen worden ist. Wie wird die Sozialarbeit der Kirche tatsächlich finanziert, und welche Rolle spielt dabei die Kirchensteuer? Die meisten Sozialeinrichtungen „verdienen“ die Mittel, die sie benötigen, als Leistungsentgelte (beispielsweise über Pflegesätze), und die Finanzierung ist durch staatliche Kostenträger weithin gesetzlich geregelt. … Kirchliche soziale Einrichtungen werden nach denselben Regeln finanziert wie die der Kommunen. Trotz der klaren gesetzlichen Bestimmungen muss allerdings auch hier in manchen Fällen das Bistum aus Kirchensteuermitteln helfen. Kaum eine Kapelle in diesen Sozialeinrichtungen wäre ohne Kirchensteuerzuschuss finanzierbar.“ (Quelle: KNA, 21.9.90; Kirchenzeitung des Erzbistums Köln, 21.9.90)


Leih- und Zeitarbeit:

Heinz-Jürgen Dahme, Gertrud Kühnlein, Anna Stefaniak, Norbert Wohlfahrt: Leiharbeit und Ausgliederung in diakonischen Sozialunternehmen: Der „Dritte Weg“ zwischen normativem Anspruch und sozialwirtschaftlicher Realität
http://www.boeckler.de/pdf_fof/S-2011-487-3-1.pdf
http://www.spiegel.de/karriere/berufsleben/ich-arbeite-in-einem-irrenhaus-martin-wehrle-a-860820.html, 12.10.2012.

Katholische Arbeitgeber und LGBT (Lesbian, Gay, Bisexual und Trans)
Tendenz Schwulen und Lesbenfeindlich: http://www.taz.de/!52477/

http://www.queer.de/detail.php?article_id=17572 „Lesbische Erzieherin: Katholische Kirche knickt ein“
http://www.queer.de/detail.php?article_id=16721 „Katholische Kirche will lesbische Kindergarten-leiterin feuern“

Hochschulen:
http://konkordatslehrstuhlklage.de/

Religiöse Orientierung von Bedeutung ? Aus der Sicht der ArbeitnehmerInnen:
Hermann Lührs (2008c): Arbeit in der Kirche. Analyse einer bundesweiten Befragung von Beschäftigten in den beiden großen Kirchen und ihren Wohlfahrtsverbänden Diakonie und Caritas. Forschungsförderung der Hans-Böckler-Stiftung: Mitbestimmung im Wandel. Abschlussbericht / Eberhard Karls Universität Tübingen (Hrsg.).- Tübingen, 2008.- 65 S.- (Working Paper; Nr. 41 – 2008)
http://www.boeckler.de/pdf_fof/S-2007-36-2-1.pdf
Zusammenfassung:
Das Arbeitsverständnis und die Motivlagen, einen konfessionellen Arbeitgeber zu wählen, sind für die weit überwiegende Mehrheit der Befragten in geringem Maße glaubensbestimmt. Es überwiegt deutlich ein erwerbsbestimmtes Arbeitsverständnis.

Gegenwärtig öffentlich diskutierte Einzelfälle und sonstige Artikel:
http://www.lto.de/recht/hintergruende/h/chefarzt-kuendigung-im-katholischen-krankenhaus-wiederverheiratete-in-kirchlichen-einrichtungen-duerfen-aufatmen/
http://www.sueddeutsche.de/bayern/bistum-augsburg-kirche-will-lesbischer-erzieherin-kuendigen-1.1383595
http://www.allgemeine-zeitung.de/region/mainz/meldungen/12535924.htm „Aufgrund der angespannten Haushaltslage hat das Bistum Mainz einen Ausgabestopp bei Erweiterungsprojekten in Kindertagesstätten erlassen. Die Stadt wäre zwar zu einer Finanzierung bereit, um das Projekt zu verwirklichen, hat ihre Zusage aber entsprechend einer Empfehlung des Gemeinde- und Städtebundes an die Auflage geknüpft, künftig beim Personal, der pädagogischen Ausrichtung und den arbeitsrechtlichen Fragen der Einrichtung mitreden zu dürfen.“
http://www.queer.de/detail.php?article_id=17651 „Die Bundestagsfraktion der Grünen veranstaltet am 2. November 2012 in Berlin ein öffentliches Fachgespräch „Kirchliches Arbeitsrecht im 21. Jahrhundert“.“
http://www.sueddeutsche.de/karriere/katholische-klinik-entlaesst-arzt-erneute-ehe-ist-fuer-kirche-kuendigungsgrund-1.1140728

http://www.augsburger-allgemeine.de/neu-ulm/Gruene-wollen-der-Kirche-den-Geldhahn-zudrehen-id21861551.html
http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/katholischer-chorleiter-erhaelt-40-000-euro-entschaedigung-a-841455.html
http://www.streikrecht-ist-grundrecht.de/sites/streikrecht-ist-grundrecht.de/files/DOC001.PDF
http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/arbeitgeber-kirche-angestellte-in-gottes-hand-a-649991.html
http://www.zeit.de/2011/41/Konzern-Kirche

Neue Termine – NEUER ORT

Unsere nächsten AKS Treffen

NEUER ORT!
Do 22.11.2012 um 19 Uhr („Bei Taki“ Sankt Paulstr. 3 – nähe Hauptbahnhof, bzw. an der U-Bahn Haltestelle Theresienwiese)
Themen:
1. Kampagne „Kirchliche Arbeitgeber
2. „Wohnen“ (u.a. Bericht von einer Veranstaltung)


3. Sonstiges

Do 13. Dezember (Ort noch unklar)
Themen:
1. Kampagne „Kirchliche Arbeitgeber
2. „Wirkungsorientierte Steuerung“ – Input durch Referenten, Analyse und Überlegungen, ob wir hierzu etwas realisieren wollen.
Unter dem Begriff wirkungsorientiere Steuerung wird aktuell das Jugendhilfesystem umorganisiert.
Es stellen sich uns hierbei viele Fragen. u.a. bezüglich der „Wirkungsmessung“ (Erfolgsgrad der Erreichung der Hilfeziele) bzw. der Art und Weise wir dies gemessen wird. Auch stellt sich die Frage, mit Worten von Mechthild Seithe (Schwarzbuch Soziale Arbeit), was mit „ineffizienten Klienten“ passieren wird. Welcher Träger möchte dann noch Klienten in besonders schwierigen Lebenslagen betreuen, bei denen zu messende „Erfolge“ eher mäßig sind? Was bedeutet dies für die MitarbeiterInnen an der Basis. Diese und andere Fragen möchten wir uns stellen.
In einem größeren Kontext gestellt, könnte vermutet werden, dass dies eine weitere Dimension von Ausgrenzung darstellen könnte. Wie zuletzt wieder festgestellt wurde (und wie im AKS bereits vor einenthalb Jahren diskutiert wurde!) entsteht eine neue Bevölkerungsgruppe ohne jeglichen Anschluss an Bildungsinstiutionenen, OHNE Zugriff auf Sozialleistungen etc..
Als Ursache hierfür werden u.a. die Hartz-Gesetze bzw. besonders die Sanktionen im SGB II gesehen: vgl. Bundesarbeitsgemeinschaft Katholische Jugendsozialarbeit (BAG KJS) e.V.: Frank Tillmann/Carsten Gehne
Situation ausgegrenzter Jugendlicher Expertise unter Einbeziehung der Perspektive der Praxis downloadbar hier: http://www.google.de/url?sa=t&rct=j&q=ausgegrenzte%20jgendliche&source=web&cd=1&cad=rja&ved=0CCgQFjAA&url=http%3A%2F%2Fwww.bagkjs.de%2Fmedia%2Fraw%2FDJI_Expertise___Situation_ausgegrenzter_Jugendlicher__Tillmann_Gehne_.pdf&ei=1waUUN2NIM_BswaXnIGQCw&usg=AFQjCNEPGy4N0fPP-ACTZmEnrxZwLJyWDg
3. Sonstiges

Neuigkeiten aus dem AK – ein Bündnis wächst

Themen der letzten Treffen waren  „wirkungsorientierte Steuerung“, „Wohnen“ , Tagungsberichte sowie hauptsächlich die „kirchlichen Arbeitgeber„. Hierzu mehr:

Nach einer kurzen Phase der Recherche und Diskussion haben wir uns positioniert (siehe Positionspapier unter „Dokumente“).

Zugleich haben wir an dem Aufbau eines temporären „Bündnisses“ gearbeitet. Hierfür fanden mit unterschiedlichen Organisationen Klärungsgespräche statt. Im Allgemeinen gab es viel positiven Zuspruch. Das Bündnis wächst, aktuell warten wir auf die letzten definitiven Zusagen.

Nun sind wir  in der politischen Aktionsplanung – aus strategischen Gründen wollen wir im Moment dazu jedoch nicht zu viel verraten.

Darüber hinaus ist für Winter eine Veranstaltung zu den kirchlichen Arbeitgebern angedacht, sowie an eine Veranstaltung zu Theorie „kritischer Sozialer Arbeit“.

Studie vom WZB zu „Soziale Ungleichheit und politische Partizipation in Deutschland“

„Wer besser gebildet ist und ein besseres Einkommen hat, beteiligt sich stärker am
politischen Prozess.
Informelles politisches Engagement ist sogar noch stärker die Sache
einkommensstärkerer Gruppen.
Soziale Ungleichheit bei der politischen Partizipation kann die Legitimität
demokratischen Regierens schwächen.“
Eine etwas genauere Beschreibung findet sich hier: http://www.dbsh-bayern.de/wordpress/
Die gesamte Studie findet sich hier: http://www.wzb.eu/sites/default/files/publikationen/wzbrief/wzbriefzivilengagement052012_boedeker.neu_.pdf