Archiv der Kategorie: Arbeitsbedingungen Sozialer Arbeit

Arbeitbedingungen in der Sozialen Arbeit. Prekarität. Arbeitskämpfe. Situation bei lokalen und überregionalen Arbeitgebern.

Diverses

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Nachtrag: Nächste Treffen am 20.08. und 17.09.

Einige Neuigkeiten und Links zu aktuellen Entwicklungen in München
– Das nächste offenen Treffen vom AKS findet am 16.07.2015 ab 19 Uhr statt (Ort: „bei Taki“ Sankt Paulstr. 3, nähe HBF/DGB Haus). Thema werden u.a. die aktuellen Tarifauseinandersetzungen sein (und alle Themen die sonst noch eingebracht werden). Zu den Tarifverhandlungen wollen wir uns positionieren: Ein Flyer mit dem AKS-Aufruf das Schlichtungsergebnis abzulehnen ist in Arbeit.
Münchner Wirtschaftskrimi beim kirchennahen Münchner Sozialkonzern Augustinum?
http://www.sueddeutsche.de/muenchen/senioren-stift-wirtschaftskrimi-um-das-augustinum-1.2541971
http://www.sueddeutsche.de/muenchen/der-fall-augustinum-schwer-verdaulich-1.2541645?reduced=true
http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/augustinum-pfingst-botschaft-1.2492816
Handreichung „zur Gesundheitsversorgung von Flüchtlingen in München“
http://www.regsam.net/newsletter-data/KW26/Info3.pdf
Zum Stand der Tarifverhandlungen:
http://www.sueddeutsche.de/muenchen/nach-dem-kita-streik-das-soll-alles-umsonst-gewesen-sein-1.2538170
Stadtratsantrag von Hut/FDP: Diskriminierung von jeglicher sexueller Orientierung unterbinden http://www.ris-muenchen.de/RII/RII/DOK/ANTRAG/3651155.pdf

– Mehr Informationen wie üblich auf Facebook: https://www.facebook.com/pages/AKS-M%C3%BCnchen/759447974127591

Wer 8a will, muss 1a zahlen!


Streikposten am Sozialbürgerhaus Nord:
Am nächsten Dienstag, den 02.06.2015, organisieren wir vom AKS (Arbeitskreis kritische Soziale Arbeit) wieder einen Streikposten.
Jede(r) der dazustoßen mag ist herzlich willkommen!
Treffpunkt ist um 7.45 Uhr beim nördlichen U Bahnausgang am Frankfurter Ring/Ecke Knorrstraße. Flyer sind schon kopiert. Es wird wie bei unserer letzten Aktion wieder 1-1,5 Stunden dauern.
Die Endversion unseres Streikflyers findet sich hier:
http://www.aks-muenchen.de/wp-content/uploads/AKS_Streikflyer-3.1-ohnevi.docx
Weitere Informationen hier:
https://www.facebook.com/pages/AKS-M%C3%BCnchen/759447974127591

Streik

Hier unser überarbeiteter Streikflyer:
AKS_Streikflyer 3.1 ohnevi

Aus dem Inhalt vom Streikflyer:
Liebe Kolleginnen und Kollegen
im kommunalen Sozial- und Erziehungsdienst,
schließt euch dem unbefristeten Streik an!
Kolleginnen und Kollegen, die nicht streiken dürfen – kommt zu allen Kundgebungen,
schreibt Briefe an Dr. Böhle, Zeitungen, Rundfunk und Fernsehen, postet eure Meinung, sammelt Unterstützerunterschriften, besucht die streikenden KollegInnen im Streiklokal, macht eigene Solidaritäts-Aktionen in euren Einrichtungen.
Nur gemeinsam erreichen wir eine Aufwertung der sozialen Berufe und bessere
Arbeitsbedingungen!

Wer 8a will, muss 1a zahlen!

„Eine systemkritische Sozialarbeit muss den falschen Behauptungen und irreführenden Standardargumenten der Neoliberalen entgegentreten, vor allem jedoch die Kardinalfrage aufwerfen, in welcher Gesellschaft wir eigentlich leben wollen. Soll es eine brutale Konkurrenzgesellschaft sein, die Leistungsdruck und Arbeitshetze weiter erhöht, Erwerbslose, Alte und Behinderte ausgrenzt sowie Egoismus, Durchsetzungsfähigkeit und Rücksichtslosigkeit eher honoriert, sich aber über den Verfall von Sitte, Anstand und Moral wundert, – oder eine zivile/soziale Bürgergesellschaft, die Kooperation statt Konkurrenzverhalten, Mitmenschlichkeit und Toleranz statt Gleichgültigkeit und Elitebewusstsein fördert? (…) Ist ein permanenter Wettkampf auf allen Ebenen und in allen Bereichen, zwischen BürgerInnen, Quartieren, Kommunen, Regionen und Staaten, bei dem die (sicher ohnehin relative) Steuergerechtigkeit genauso auf der Strecke bleibt wie hohe Lohn-, Sozial- und Umweltstandards, wirklich anzustreben?
Eignet sich das Marktprinzip als gesamtgesellschaftlicher Regelungsmechanismus, obwohl es auf seinem ureigenen Terrain, der Volkswirtschaft, ausweislich einer sich verfestigenden Massenarbeitslosigkeit, kläglich versagt?
Entsprechend der berühmten Maxime „Global denken – lokal handeln!“ müssen SozialarbeiterInnen trotz ihrer sich vielfach verschlechternden Handlungsbedingungen in politische Willensbildungs- und Entscheidungsprozesse vor Ort eingreifen. Um wirtschaftliche und wohlfahrtsstaatliche Weichenstellungen beeinflussen zu können, darf sich Soziale Arbeit nicht scheuen, engagiert Partei für die Opfer neoliberaler Modernisierung zu ergreifen, auch wenn ihr das von interessierter Seite den Vorwurf mangelnder Objektivität, Sachlichkeit und Professionalität einträgt.“
Butterwegge, M. (2015): Sozialstaatsentwicklung, Armut und Soziale Arbeit.
In: Sozial Extra, 2/15, S. 38-41.