Archiv der Kategorie: Arbeitsbedingungen Sozialer Arbeit

Arbeitbedingungen in der Sozialen Arbeit. Prekarität. Arbeitskämpfe. Situation bei lokalen und überregionalen Arbeitgebern.

Streik

Hier unser überarbeiteter Streikflyer:
AKS_Streikflyer 3.1 ohnevi

Aus dem Inhalt vom Streikflyer:
Liebe Kolleginnen und Kollegen
im kommunalen Sozial- und Erziehungsdienst,
schließt euch dem unbefristeten Streik an!
Kolleginnen und Kollegen, die nicht streiken dürfen – kommt zu allen Kundgebungen,
schreibt Briefe an Dr. Böhle, Zeitungen, Rundfunk und Fernsehen, postet eure Meinung, sammelt Unterstützerunterschriften, besucht die streikenden KollegInnen im Streiklokal, macht eigene Solidaritäts-Aktionen in euren Einrichtungen.
Nur gemeinsam erreichen wir eine Aufwertung der sozialen Berufe und bessere
Arbeitsbedingungen!

Wer 8a will, muss 1a zahlen!

„Eine systemkritische Sozialarbeit muss den falschen Behauptungen und irreführenden Standardargumenten der Neoliberalen entgegentreten, vor allem jedoch die Kardinalfrage aufwerfen, in welcher Gesellschaft wir eigentlich leben wollen. Soll es eine brutale Konkurrenzgesellschaft sein, die Leistungsdruck und Arbeitshetze weiter erhöht, Erwerbslose, Alte und Behinderte ausgrenzt sowie Egoismus, Durchsetzungsfähigkeit und Rücksichtslosigkeit eher honoriert, sich aber über den Verfall von Sitte, Anstand und Moral wundert, – oder eine zivile/soziale Bürgergesellschaft, die Kooperation statt Konkurrenzverhalten, Mitmenschlichkeit und Toleranz statt Gleichgültigkeit und Elitebewusstsein fördert? (…) Ist ein permanenter Wettkampf auf allen Ebenen und in allen Bereichen, zwischen BürgerInnen, Quartieren, Kommunen, Regionen und Staaten, bei dem die (sicher ohnehin relative) Steuergerechtigkeit genauso auf der Strecke bleibt wie hohe Lohn-, Sozial- und Umweltstandards, wirklich anzustreben?
Eignet sich das Marktprinzip als gesamtgesellschaftlicher Regelungsmechanismus, obwohl es auf seinem ureigenen Terrain, der Volkswirtschaft, ausweislich einer sich verfestigenden Massenarbeitslosigkeit, kläglich versagt?
Entsprechend der berühmten Maxime „Global denken – lokal handeln!“ müssen SozialarbeiterInnen trotz ihrer sich vielfach verschlechternden Handlungsbedingungen in politische Willensbildungs- und Entscheidungsprozesse vor Ort eingreifen. Um wirtschaftliche und wohlfahrtsstaatliche Weichenstellungen beeinflussen zu können, darf sich Soziale Arbeit nicht scheuen, engagiert Partei für die Opfer neoliberaler Modernisierung zu ergreifen, auch wenn ihr das von interessierter Seite den Vorwurf mangelnder Objektivität, Sachlichkeit und Professionalität einträgt.“
Butterwegge, M. (2015): Sozialstaatsentwicklung, Armut und Soziale Arbeit.
In: Sozial Extra, 2/15, S. 38-41.

Der AKS München stellt sich am Donnerstag im DGB Haus vor: Do. 21.5. von 13 – 14.30 Uhr „Möglichkeiten der gewerkschaftlichen und fachpolitischen Beteiligung – auch nach dem Streik.“ AG Sozialdienst:
1. Vorstellung AKS München [1] (Arbeitskreis kritische Soziale Arbeit),
2. ver.diBetriebsgruppe/Vertrauensleute Sozialreferat,
3. ver.di Fachgruppe Sozial. Kinder- und Jugendhilfe.
4. Und die noch offene Frage an uns alle: „Wie
weiter mit der AG Sozialdienst nach dem Streik?“

Friedrich Engels über die ökonomische und politische Funktion der Gewerkschaften, 1881


„Die Löhne werden in jedem Fall durch Feilschen festgesetzt, und beim Feilschen hat der, welcher am längsten und wirksamsten Widerstand leistet, die größte Aussicht, mehr zu erhalten, als im zusteht. Wenn der einzelne Arbeiter mit dem Kapitalisten handelseins zu werden versucht, wird er leicht geschlagen und muß sich ihm auf Gnade und Ungnade ergeben; wenn aber die Arbeiter eines ganzen Gewerbes eine mächtige Organisation bilden, unter sich einen Fonds sammeln, um imstande zu sein, den Unternehmen nötigenfalls die Stirn zu bieten, und sich dadurch in die Lage versetzen, als eine Macht mit den Unternehmern zu verhandeln, dann, und nur dann, haben die Arbeiter Aussicht, wenigstens das bißchen zu erhalten, das bei der ökonomischen Struktur der gegenwärtigen Gesellschaft als ein gerechter Tagelohn für ein gerechtes Tagewerk bezeichnet werden kann.“

Tarifrunde 2015: Soziale Berufe verdienen mehr!

Die Forderungen für die Verhandlungen im Sozial- und Erziehungsdienst stehen.

München ist – als größte Kommune Deutschlands – für die laufenden Tarifverhandlungen von besonderer Bedeutung.
Der TVöD Sue geht uns – als im sozialen Bereich tätige Personen – alle an, da der TvöD als der “Leittarif” gilt, an dem sich auch die sonstigen Tarifverträge der freien Träger orientieren.

Weitere Informationen hierzu:

ver.di:

http://www.soziale-berufe-aufwerten.de/
GEW:
http://www.gew.de/Entgeltordnung_Sozial-_und_Erziehungsdienst.html

Ein Münchner Kollege hat zu den anstehenden Tarifauseinandersetzungen unter dem Titel „SozialpädagogInnen, ihre Anerkennung und Organisierung“ ein  Arbeitspapier verfasst:

http://www.aks-muenchen.de/wp-content/uploads/Sozialdienst-TVöD-SuE.pdf